Neuling hat Fragen

  • Ihr Lieben,

    ich freue mich über dieses kompetente Forum und komme hier erst mal sehr unwissend rein. Habe vorhin erfahren, dass die Glaukomdiagnose bisher v.a. das linke Auge betrifft, der Sehnerv ist erkennbar betroffen. Augendruck normal, ist regelmäßig kontrolliert worden. Habe schon viel am Auge gemacht bekommen: gelaserte Netzhautlöcher bei stark kurzsichtigen Augen (-8 bis -9 Dio.). Vor 10 Jahren Linsenaustausch machen lassen mit Korrektur der Fehlsichtigkeit. Glaskörperabhebung seit mehreren Jahren, dadurch Schlierensehen. Jetzt Monoprost verordnet bekommen und 3monatige Kontrolle. Die NW klingen ja etwas furchteinflößend. Welche Erfahrungen habt Ihr damit? Kann ich sonst was tun? Ich lese mit Interesse die Ernährungstipps.

    Danke für Antworten, die weiterhelfen. Trixy

  • Hallo,


    Ich bin auch Netzhaut Patient und benutze latanoprost seit 10 Jahren ohne Probleme.


    Gemüse bis der Arzt kommt!


    Basische Ernährung


    LG


    Jenat

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Jetzt Monoprost verordnet bekommen und 3monatige Kontrolle. Die NW klingen ja etwas furchteinflößend

    Monoprost ist so mit das harmloseste

    Dann lies erst mal die Beipackzettel der Kombipräperate :O


    In der Regel, (bis auf wenige Ausnahmen also) sind Monoprost sehr gut verträglich und man kann jahrzehntelang problemlos tropfen.

    Man muss es einfach ausprobieren....

    Einmal editiert, zuletzt von Parchita ()

  • Hallo Trixy!

    Willkommen im Forum.

    Die NW klingen ja etwas furchteinflößend. Welche Erfahrungen habt Ihr damit? Kann ich sonst was tun? Ich lese mit Interesse d

    NW können auftreten, müssen aber nicht.


    Daher wirst Du eine Verträglichkeit nur durch ausprobieren herausfinden.



    Viele Grüße

    Sabine

  • Das ist ja schon mal gut, Trixy! :thumbup:

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Ich tropfe seit 2 Jahren Monoprost, es ist für mich doch verträglicher als viele andere unkonservierte Drucksenker. Ich bekomme von allen sehr trockene Augen.

  • Das hört sich ja gut an. Vor allem auch, wenn ich lese: seit zehn Jahren. Der Gedanke: Wie lange habe ich mein Augenlicht noch? beschäftigt mich doch öfter mal...Das geht ja sicher den meisten so, oder?

  • Ich vermute, komplett durch Glaukom wird von uns hier keiner erblinden. Aber wie lange eine akzeptable Sehleistung noch bleibt, hat mich immer wieder mal beschäftigt.

    Was mich total stört und belastet ist in meinem Fall eher eine relativ schlechte Auswahl an Drucksenkern, die machen alle sehr trockene Augen und OPs sind bei mir zu riskant.

    Ob und wann sich das noch in den nächsten Jahren ändert?

    Die Frage bleibt offen.

  • Ich bin auch neu hier und hatte mich schon in einem anderen Beitrag vorgestellt. Und hoffe wirklich das ich mit euch gemeinsam, die Angst etwas in den Griff bekomme. Auch die Angst vor anderen weiteren Krankheiten, die wie ich gelesen habe beim NDG oftmals vorliegen, wie Herz-Kreislauf-Schwäche, Arteriosklerose usw.


    Habt ihr das auch alles abklären lassen?


    LG Heike

  • Das hört sich ja gut an. Vor allem auch, wenn ich lese: seit zehn Jahren. Der Gedanke: Wie lange habe ich mein Augenlicht noch? beschäftigt mich doch öfter mal...Das geht ja sicher den meisten so, oder?

    Über die Dauer regt man sich nicht mehr so auf. Mein Urgroßvater ist noch erblindet. Meine Mutter ist nächste Woche 80. Sie sieht noch. Ich habe noch keine Gesichtsfelausfälle. Bin 54.


    Insofern: dranbleiben.


    Forschung läuft.


    Was jetzt?


    Selbst beeinflussen können wir die Ernährung und die Bewegung: Gemüse bis der Arzt kommt, Omega 3, blaue Früchte, Vitamin D.

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Ich vermute, komplett durch Glaukom wird von uns hier keiner erblinden. Aber wie lange eine akzeptable Sehleistung noch bleibt, hat mich immer wieder mal beschäftigt.

    Bei mir wäre ich da nicht so sicher. Wenn die Sehleistung irgendwann mal sehr gering sein sollte, würde ich das für mich auch dann einer Erblindung gleichsetzen, wenn es rechtlich nicht so sein sollte. Es fehlt mir jetzt schon eine Menge an Lebensqualität. ich habe die Krankheit aber auch schon fast 48 Jahre. Ich habe früher bis zur Katarakt-OP auch nicht mehr gesehen als jetzt, wenn man nur den visus nimmt. Die Qualität des Sehens ist aber anders geworden.


    Ich hoffe, dass sich doch noch etwas in Richtung "Zellregeneration" tut.

  • Hallo!

    Bis jetzt geht es hier ja noch sehr gesittet zu. 😉.

    Das wird auch weiterhin der Fall so sein :Grin::dance: .

    Ich vermute, komplett durch Glaukom wird von uns hier keiner erblinden. Aber wie lange eine akzeptable Sehleistung noch bleibt, hat mich immer wieder mal beschäftigt.

    Nun, das kann man sicher so nicht sagen, Jona.


    Es gibt tatsächlich auch heute noch Menschen in Deutschland, die leider an einem Glaukom erblinden. Aber wir haben sehr gute Therapieoptionen. Wenn ich daran denke, wieviel Fortschritte da in den letzten 17 Jahren in der Entwicklung von AT, OP-Optionen und neueren Erkenntnissen für neue Therapieansätze gemacht wurden, dürfen wir doch wirklich optimistisch sein.


    Härtefälle wird es -leider- immer geben. Da ist jeder Härtefall einer zu viel, das ist auch klar.



    Viele Grüße

    Sabine

  • Vielen Dank für die doch recht ermutigenden Beiträge und Tipps zur Selbsthilfe. Was hat es mit den blauen Früchten auf sich? Welche Inhaltsstoffe machen was für die Augen? Und kann noch jemand die Autorin des "Glaukom"-Buchs nennen, das hier im Forum empfohlen wurde? Weiß nicht mehr, wo ich's gelesen hatte...


    Gruß in die Runde,

    Trixy

  • Blaue Früchte verbessern das Nachtsehen erheblich. 100 g täglich etwa 6 Wochen brauche ich und dann geht das in der Nacht wunderbar.


    Flammer, Glaukom amazon

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Hallo,

    ich finde, man könnte sich darüber streiten, ob heutige Therapiemöglichkeiten wirklich so gut sind. Medikamentös hat man eher mehr AT ohne Konservierung und neue Kombipräparate auf den Markt gebracht, grundsätzlich sind die Wirkstoffe ja die gleichen geblieben. Oder irre ich mich da? Netarsudil ist jetzt neu, aber auf dem deutschen Markt ist er nicht zugänglich.


    Wenn ich mir so überlege, wie viel von meiner Lebensqualität diese "sehr gute" Therapieoptionen geraubt haben, könnte ich donnern. Die AT trocknen die Augen extrem aus, das ist sehr belastend und einschränkend. In meinem Beruf kann ich z.B. jetzt nicht mehr arbeiten. Und bei operativen Verfahren kann man gegen eine Vernarbungsgefahr bei jüngeren Patienten langfristig noch nicht wirklich was machen. Minimalinvasive Verfahren haben keine signifikante Drucksenkung bei hohem AID, wenn man Pech hat, muss man wieder nach wenigen Monaten tropfen. In meinem Fall habe ich irgendwie überall "die A****karte gezogen", Tschuldigung für den Ausdruck, egal wie ich es mit meinem behandelnden AA und Chirurg drehe und wende.


    Trixy,

    sorry, dass ich jetzt deinen Thread mit diesem Thema verunstalte.

  • Hallo Jona,

    Durch die Prostaglandine wurde die Erblindungsrate halbiert. Konstante Wirkung über 24 Stunden und nur 1 x tropfen pro Tag.

    Gruß Malve

    Hallo, Prostaglandine gibt es seit den 90-ern, also wirklich neu sind die nicht.


    LG

  • Hallo Jona!

    Hallo,

    ich finde, man könnte sich darüber streiten, ob heutige Therapiemöglichkeiten wirklich so gut sind. Medikamentös hat man eher mehr AT ohne Konservierung und neue Kombipräparate auf den Markt gebracht, grundsätzlich sind die Wirkstoffe ja die gleichen geblieben. Oder irre ich mich da? Netarsudil ist jetzt neu, aber auf dem deutschen Markt ist er nicht zugänglich.

    Netarsudil ist in der EU zugelassen, aber noch nicht im Handel, das ist korrekt.


    Es gibt in den letzten 17 Jahren verschiedentliche neue Kombinationen. Neue Wirkstoffe an sich sind nicht dabei, das ist korrekt, aber schon mehr Auswahl ohne KM zu haben ist doch schon ein Gewinn.

    Auch wird Rocklatan hoffentlich bald in D auf dem Markt sein.

    Wenn ich mir so überlege, wie viel von meiner Lebensqualität diese "sehr gute" Therapieoptionen geraubt haben, könnte ich donnern. Die AT trocknen die Augen extrem aus, das ist sehr belastend und einschränkend. In meinem Beruf kann ich z.B. jetzt nicht mehr arbeiten. Und bei operativen Verfahren kann man gegen eine Vernarbungsgefahr bei jüngeren Patienten langfristig noch nicht wirklich was machen. Minimalinvasive Verfahren haben keine signifikante Drucksenkung bei hohem AID, wenn man Pech hat, muss man wieder nach wenigen Monaten tropfen. In meinem Fall habe ich irgendwie überall "die A****karte gezogen", Tschuldigung für den Ausdruck, egal wie ich es mit meinem behandelnden AA und Chirurg drehe und wende.

    Nun, wir haben Therapieoptionen, die gab es so vor 20-30 Jahren noch nicht. Da war die Erblindungsrate noch viel höher.

    Wie sehr die Lebensqualität durch eine Glaukomerkrankung beeinträchtigt werden kann, weiß ich selbst auch. Auch ich hatte da so meine Probleme und hatte stressige, sehr belastende Zeiten. Ich verstehe jeden Einzelnen, der das als Belastung empfindet!


    Dass die minimalinvasiven Eingriffe nur eine Drucksenkung bis zu einem gewissen Grad haben, ist bekannt. Und das ist auch vor so einem Eingriff bekannt. Aber es gibt auch immer wieder positive Verläufe. Wie eine OP bei wem wirkt, wissen wir leider nicht vorher.


    Ich kenne das, wenn man immer und überall die A***karte zieht... seit Jahren mache ich dieses "Spiel" mit. Das erfordert wahnsinnig viel Kraft und Selbstbeherrschung. Und das ist manchmal überhaupt gar nicht leicht.


    Aufgeben ist für mich persönlich absolut keine Option! Daher gilt für mich --> A***backen zusammenkneifen und weitermachen. Der Weg ist manchmal steinig und schwer. :traurig2:


    Viele Grüße

    Sabine