Glaukomatöse Sehnvervschäden, Phake Linsen, Disposition NDG, neue Tropftherapie mit Monoprost

  • Hallo Andreica,


    Ich werde nach meinem Besuch bei Frau Dr. Cybulska-Heinrich in Neuss (Termin ist am Freitagvormittag) berichten. Leider bin ich vor diesen Terminen immer sehr aufgeregt...und hoffe, dass das OCT aussagekräftig und ohne Änderung zum letzten im Dezember ist....

    Alles Gute für Deinen Termin!


    Die Daumen sind fest gedrückt :thumbup:

  • Hallo Andreica!

    Danke, das tut gut zu hören. =) Ich werde nach meinem Besuch bei Frau Dr. Cybulska-Heinrich in Neuss (Termin ist am Freitagvormittag) berichten. Leider bin ich vor diesen Terminen immer sehr aufgeregt...und hoffe, dass das OCT aussagekräftig und ohne Änderung zum letzten im Dezember ist....

    Ja, bei so wichtigen Terminen ist Nervosität immer mit dabei.

    Das geht ganz vielen Glaukomies so.


    Atme durch! Sie ist eine tolle Ärztin und sie wird sicher gewissenhaft sein.


    Daumen sind gedrückt, dass es nur gute Nachrichten gibt! :girlshuepfend:


    Liebe Grüße
    Sabine

  • So, jetzt komme ich endlich dazu, von meinem Besuch in Neuss bei Frau Dr. Heinrich zu berichten. Die letzten Wochen waren ausgefüllt, sowohl von der Arbeit, viel (Übernachtungs-)Besuch und einem Wochenende bei meinem Patenkind. =)


    Folgendes ist heraus gekommen:

    • Druck 18 und 19, als sie nachgemessen hat (das Pustegerät misst bei mir manchmal zu hoch). 18 ist Grenze Zieldruck, 19 zu hoch. Das macht ihr aber keine sonderlichen Sorgen
    • Weiterhin eine leichte Engwinkel-Komponente durch die Phake Linsen, keine Verschlechterung
    • Die leichte Linsentrübung ist nicht weiter fortgeschritten
    • Sehnerv beim Schauen "nicht so schlecht".
    • Beim OCT ist sie fast vom Stuhl gefallen. :O Sie hat x Mal mit dem vom Dezember verglichen, weil es wesentlich besser (!) ausgefallen ist, was ja eigentlich nicht sein kann. Sie konnte es sich kaum erklären. Ihre Annahme - mit Fragezeichen - ist, dass ggf. an einer anderen Stelle gemessen wurde und OCT bei mir "nicht so aussagekräftig ist und es schwierig ist, damit einen Verlauf herzustellen".
    • Zum Gesichtsfeld hat sie nichts gesagt, ich habe es noch nicht mit den alten Befunden verglichen. Ich musste und muss den Besuch erstmal sacken lassen, es hat mich psychisch (auch durch die lange Fahrt) sehr angestrengt. Außerdem ist Gesichtsfeld bei mir immer extrem tagesformabhängig.
    • Keine Therapieänderung, weiterhin 1 x abends Monoprost

    Beim OCT - gleiches Gerät, gleiche Bedienerin - hatten sie etliche Male gemessen und die Messung so lange wiederholt, bis es stimmt. Aber schade, dass diese Methode bei mir nicht ganz aussagekräftig ist. =(


    Daher finde ich es nicht schlecht, bei meinem Haus-Augenarzt weiterhin ein Gdx zu machen - auch wenn es eine ältere Methode ist, bei mir funktioniert sie und ich bekomme vergleichbare, aussagekräftige Bilder. Das ist ja auch schon was. Bei Prof. Dietlein in Köln werde ich ja auch weiterhin OCT machen.


    Frau Dr. Heinrich hat mir Stabilität bescheinigt, aber auch, dass meine Augen "nicht gut" seien - sie meinte, wenn sie gut seien, müsste ich nur 1 x im Jahr kommen. Das hat mich etwas verunsichert. Ich dachte, was ich sonst vom Augenarzt höre und auch hier im Forum lese ist, dass Stabilität was Gutes und das Ziel ist, denn eine Verbesserung an sich gibt es ja nicht....


    Bei mir sieht sie im Gegensatz zu meinem Haus-Augenarzt keinen Sinn, auch mal SLT zu machen, konnte mir aber nicht erklären, warum. Falls Monoprost mal ausgereizt wäre, könnte ich Betoptima zusätzlich nehmen, das seien leichtere Betablocker, auch bei Normaldruckglaukom zu empfehlen.


    Irgendwann wird ja das Thema Herausnehmen Phake Linsen und ggf. Linsentausch akut. Ob dann die neue Linse direkt mit Stent kommt oder welche OP-Methode, muss dann entschieden werden, wenn es konkret wird.


    Frau Dr. Heinrich hat weder eine Empfehlung oder Warnung für das reine Herausnehmen der Phake Linsen noch für den Linsentausch gegeben. Man könnte "beides machen", so wie man es bevorzugt.


    Mir schwirrte irgendwann der Kopf, als sie davon sprach, dass ich auch einen Provokationstest (?) machen könnte um zu sehen, ob der Druck ansteigt und wie es mit dem Kammerwinkel ist. Da sie es aber nicht explizit empfohlen hat sondern nur als entfernt "könnte man", möchte ich mich damit momentan nicht beschäftigen. Dazu muss ich mir auch nochmal meine Notizen anschauen.


    Ich finde Frau Dr. Heinrich sehr gut, lese hier ja auch, dass sie es ist - aber ich komme manchmal mit ihrer Art zu erklären nicht ganz klar bzw. verstehe nicht so gut wie bei meinem Haus-Augenarzt oder Prof. Dietlein. Das liegt bestimmt nicht an ihr, aber ich muss mich sehr anstrengen, um ihr zu folgen und manchmal sind die Informationen sehr dicht, gleichzeitig jedoch voller Konjunktive und Möglichkeiten und nicht ganz klar (für mich).


    Wir sind so verblieben, dass ich jetzt erstmal weiter zu meinem Haus-Augenarzt gehe und halbjährlich nach Köln. "Sie kommen zu mir, wenn Sie mich brauchen", meinte sie - also wenn sich was ändert, ich nochmal ihren speziellen Rat brauche oder eine Entscheidung ansteht. So werde ich es auch halten.


    Ich bin zumindest froh, dass OCT - auch wenn nicht ganz aussagekräftig - zumindest keine Verschlechterung zeigt, beim Blick ins Auge auf den Sehnerven keine böse Überraschung kam und auch Kammerwinkel und Linse stabil sind.


    Ich denke, damit kann ich erstmal leben.


    Am 26.08.2021 bin ich bei meinem Haus-Augenarzt mit Druckmessung, Gesichtsfeld vom anderen Auge (dort wird immer nur eins bei einem Termin gemacht) und Gdx-Messung.


    Morgen geht's nochmal für eine Woche in Urlaub, in einer Ferienwohnung an einem See. =) Hoffentlich spielt das Wetter mit, ein bisschen Sommer wäre schön. :11:

  • Ja, Dr. Heinrich denkt in vielen Optionen. Das ist dann viel. Provokation vermute ich weit Tropfen und dann Druck messen wegen der Linsen und der Engwinkelkomponente. Damit kann man bei weitem Auge, Linse braucht mehr Raum, feststellen, ob der Druck so geht oder zu stark erhöht wird - so die Richtung.

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Andreica, insgesamt hört sich das wirklich gut an, so dass du den Sommer entspannt genießen kannst.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Hallo Andreica,


    also ich finde auch, dass sich das insgesamt gut anhört.


    Natürlich kann ich die mit Deiner Linsenproblematik zusammenhängenden Feinheiten nicht so wirklich einschätzen.


    Aber die in der Tat etwas verwirrende Bemerkung: stabil, aber "nicht gut" kann ich in diesem Zusammenhang verstehen - die Situation bei Dir ist nun mal schwierig und es gilt, für die Zukunft die Optionen zu sortieren.


    Blöd natürlich, dass das neue OCT den stabilen Befund nicht wirklich zuverlässig bestätigt. Wenngleich es natürlich erfreulich ist, dass diese Messung deutlich "besser" ausgefallen ist, als die vom Dezember.


    Jedenfalls wünsche ich Dir für den Termin am 26 August alles Gute und natürlich, dass das GDX bei Dir weiterhin zuverlässige und vor allem stabile Ergebnisse liefert!


    Möglicherweise lässt sich ja doch bei Deinem nächsten Termin in Köln ein Kontakt zu Dr. Enders herstellen. Du weißt schon, dass ist ein Spezialist für OCT bei schwieriger Papillenanatomie.


    Dieser Provokationstest - Druckmessung bei weitgetropftem Auge - wurde bei mir auch schon gemacht. So wie von Jenat oben, wurde auch mir der Zweck der Übung beschrieben, mit der Ergänzung, man bekomme so auch einen Anhaltspunkt, wie sich der Druck in der Nacht verhält.


    Da Du ja nun erst kürzlich ein mehrtägiges Druckprofil mit Nachtmessungen absolviert hast, kann ich mir nicht so ganz vorstellen, was dieser Provokationstest darüber hinaus erbringen kann.


    Und nun genieße erst mal eine entspannte Woche am See mit hoffentlich gutem Wetter :12: !


    LG


    Chanceline

  • Vorgestern war ich bei meinem Hausaugenarzt. Der Druck war sehr erfreulich bei 16 korrigiert (gemessen 14, +2). =) Zieldruck ist 18, möglichst drunter.


    Beim Blick ins Auge hat sich auch nichts geändert. Über das Gesichtsfeld hat er nichts gesagt, das habe ich vergessen nachzufragen. Als das Gesichtsfeld mal schlechter geworden ist, hatte er das erwähnt.


    Diese Methode ist bei mir sowieso wackelig, sehr tagesformabhängig. Ich weiß nicht, ob es eine Rolle spielt, aber ich war schon seit Kindheit an sehr schlecht im Finden von Dingen (noch vor der Kurzsichtigkeit); ich konnte und kann davor stehen und sehe es einfach nicht....


    Die Ergebnisse beim Gdx haben sich nicht verändert, der NFI (Nervenfaserindex) liegt weiterhin bei RA 26 und LA 29; der kritische Wert beginnt ab 30. Leider konnte ich keinen Ausdruck mitbekommen, da die Übertragung zum Ausdrucken nicht funktioniert hat. Naja, Hauptsache, die Bilder sind im System.


    Da das Gdx in letzter Zeit immer mal wieder ausgefallen ist, wurde gleichzeitig - ohne Extrakosten, fand ich super - ein OCT gemacht. Dort sind kleine Schäden am LA; es gibt es ein paar gelbe Bereiche außen, sonst alles grün. Ein paar der Tortenstücke sind auch gelb. Beim rechten Auge gibt es ein paar Schäden, auch in rot, außen. Auch ein paar der Tortenstücke sind rot.


    Das kann ich nicht so wirklich beurteilen. Der AA meinte auf meine Fragen, wie die Schäden im OCT zu beurteilen sind, dass da natürlich "nicht nichts" ist, aber es erst einmal nur ein "Punkt in der Luft" sei und jetzt eine neue Historie mit Verlauf angefangen würde.


    Da der Druck gut ist, Gesichtsfeld wohl stabil und Gdx stabil, meinte der Arzt sogar, dass alle 6 Monate ein bildgebendes Verfahren reichen würde. Ich mache aber nächstes Mal nochmal ein Gdx, da es bei mir gut funktioniert und ich Vergleichbarkeit habe, dann OCT, so dass ich alle 3 Monate ein Bild habe - ich gehe da lieber auf Nummer sicher.

    Tropftherapie mit Monoprost bleibt unverändert, Kontrolle in 3-4 Monaten. Der AA war insgesamt zufrieden.


    Anfang November gehe ich zu Prof. Dietlein nach Köln, dann ist das halbe Jahr nach der Klinik um. Chanceline ich werde ihn auch nach Dr. Enders wegen evtl. schwieriger Papillen-Anatomie fragen. Frau Dr. Heinrich werde ich erst bei neuen Fragestellungen, Änderungen, Entscheidungen oder wenn ich nochmal eine zweite/dritte Meinung brauche, konsultieren.


    Zu Hause habe ich das OCT mit dem Bild von Frau Dr. Heinrich verglichen, aber das ist eventuell ein anderes Gerät, da der Ausdruck nicht diese Tortenstücke enthält.


    Ich habe etwas Bedenken, dass die OCT-Methode bei mir nicht so aussagekräftig ist und wenn das Gdx mal weg fällt (sie werden es sicher nicht ersetzen sondern nur noch mit OCT arbeiten), dann weiß man bei mir nicht, ob es sich wirklich verschlechtert hat oder nicht....es wäre für mich fatal, weitreichende Entscheidungen wie z. B. Linsentausch zu treffen und es liegt dann nur an der Messung.


    Die deutliche Verbesserung des OCT bei Frau Dr. Heinrich gegenüber dem vom Dezember letzten Jahres hat ja gezeigt, wie sehr es schwanken kann.


    Ich denke aber, ich kann dankbar und zufrieden sein, wie es momentan ist. Je später neue Entscheidungen durch Verschlechterungen (Änderung Tropftherapie, SLT, Phake Linsen/Linsentausch etc.) anstehen, desto besser. =)

  • Das sind ja sehr erfreuliche Ergebnisse, Andreica! :thumbup:

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Hallo Andreica,


    es freut mich sehr für Dich, dass die Ergebnisse bei Deinem Haus AA so erfreulich stabil sind!


    Es ist auf jeden Fall eine gute Idee, dass Dein AA zusätzlich zum GDX OCT macht.


    Natürlich verstehe ich Deine Sorgen nach allem, was Du diesbezüglich da schon erlebt hast.


    Ich habe etwas Bedenken, dass die OCT-Methode bei mir nicht so aussagekräftig ist und wenn das Gdx mal weg fällt (sie werden es sicher nicht ersetzen sondern nur noch mit OCT arbeiten), dann weiß man bei mir nicht, ob es sich wirklich verschlechtert hat oder nicht....es wäre für mich fatal, weitreichende Entscheidungen wie z. B. Linsentausch zu treffen und es liegt dann nur an der Messung.


    Da wäre ich nicht so skeptisch: was die Bildgebung und vor allem OCT angeht, ist so viel in Arbeit, sowohl von der Aufnahmetechnik her; aber auch hinsichtlich der Anwendung bzw. Auswertung gerade bei schwierigen Augen wie den Deinen.


    Und mit Köln, wo Du ja regelmäßig hingehst, hast Du da eine sehr gute Anlaufstelle.


    Und: Bildgebung hin, Bildgebung her, letztlich kommt es doch immer darauf an, was ein guter AA damit macht!


    Alles Gute


    Chanceline

  • Hallo zusammen,


    ich war am Dienstag bei Prof. Dietlein im MVZ der Uniklinik Köln. Herausgekommen ist:


    - Druck korrigiert RA 18, LA 17. Nicht super, aber okay. Interessante Bemerkung von Prof. Dietlein: "Zieldruck" sei nicht immer ausschlaggebend, weil der Druck schwankt und sensible Personen dann gleich denken, sie hätten das Ziel verfehlt. Er plädiert dafür, mit Augenmaß (!) alle Faktoren anzuschauen.


    - Gesichtsfeld gut, das bin ich gar nicht mehr gewohnt - ich habe mich echt gefreut, weil ich mit höherem Druck gerechnet habe wegen Stress in den letzten Wochen, so dass ich gleich viel besser war. Das Gerät war auch angenehmer - ich weiß es nicht...aber schön, ein gutes Ergebnis zu haben.


    - OCT: "nicht groß verändert". Kleine Veränderungen sind auch der starken Kurzsichtigkeit und schrägem Sehnerveneintritt geschuldet - es scheint dann mal besser oder schlechter (s. "Verbesserung" des OCT bei Frau Dr. Heinrich) - mit Blick ins Auge stabil


    - Kein Handlungsbedarf, und - sehr beruhigend für mich - momentan nicht nötig, über irgendwelche OPs nachzudenken. Weiterhin Tropftherapie mit Monoprost, regelmäßige Kontrollen, vernünftiger Lebensstil


    - Bzgl. Phake Linsen ist er eher gelassen: man weiß nicht, ob in 3 oder 20 Jahren Handlungsbedarf ist und da ich bereits 9 Jahre damit lebe ohne größere Schäden, rät er zu den o.g. Punkten, solange es so bleibt


    - Normaldruckglaukom und Ausdauersport: in Maßen, nicht übertreiben. Und gerade ältere Marathonläufer mit einem Ruhepuls wie ein 30-jähriger Profisportler - das sei einfach nicht gesund. (das ist eh' nichts für mich, 1-2 Mal die Woche Sport mit Work-Out Kursen, Cross Trainer, Geräte, dazu noch wandern reicht mir voll und ganz)


    - Wiedervorstellung bei ihm in 1 Jahr, Kontrollen beim Haus-AA wie gewohnt ca. alle 3 Monate


    Ich bin echt erleichtert und glücklich aus dem MVZ gegangen. =) Und es war eine gute Entscheidung, dorthin zu gehen und nicht in die hektische Uniklinik. Das OCT muss ich ja sowieso bezahlen und man macht im MVZ in Ruhe die Untersuchungen und hat mehr Zeit für das Gespräch, was mir wichtig ist.


    Eine Info noch, die interessant sein könnte: Rhopressa Augentropfen werden (bald) kommen. Ich weiß, dass das schon seit längerer Zeit ein Thema ist und man darauf wartet, aber sicher ist Prof. Dietlein gut informiert.


    Wünsche Euch allen ein schönes Wochenende. =)

  • Wunderbar!

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Hallo Andreica,


    Gesichtsfeld gut, OCT ohne nennenswerte Veränderungen, kein Handlungsbedarf was die Linsen betrifft.


    Also Balsam in Form von rund herum guten Nachrichten - zumal von einem Arzt, in dessen Kompetenz Du voll vertrauen kannst!


    Erfreulich ist auch, dass Du mit der Entscheidung für dieses MVZ offenbar die richtige Wahl getroffen hast und dort gut aufgehoben bist.:thumbup:


    Dank auch für die Info bezüglich Rhopressa - viele warten ja sehnsüchtig darauf.


    Auch Dir ein schönes Wochenende


    Chanceline

  • Hallo Andreica!

    - Druck korrigiert RA 18, LA 17. Nicht super, aber okay. Interessante Bemerkung von Prof. Dietlein: "Zieldruck" sei nicht immer ausschlaggebend, weil der Druck schwankt und sensible Personen dann gleich denken, sie hätten das Ziel verfehlt. Er plädiert dafür, mit Augenmaß (!) alle Faktoren anzuschauen.

    Naja- das sollte doch immer so sein, dass alle Faktoren in einen Korb geworfen werden. Einen Zieldruck auszusprechen heißt ja nicht, dass wenn man den auf 16 legt und man feststellt, dass auch bei Druck 18-19 alles stabil ist, dass man die 16 in Stein gemeißelt nicht ändern darf.

    Eine Info noch, die interessant sein könnte: Rhopressa Augentropfen werden (bald) kommen. Ich weiß, dass das schon seit längerer Zeit ein Thema ist und man darauf wartet, aber sicher ist Prof. Dietlein gut informiert.

    Na, da bin ich ja gespannt, wann das sein wird.



    Aber Gratulation zu den guten Befunden, Grund zum hüpfen :hops::hops::hops: .


    Viele Grüße

    Sabine

  • Naja- das sollte doch immer so sein, dass alle Faktoren in einen Korb geworfen werden. Einen Zieldruck auszusprechen heißt ja nicht, dass wenn man den auf 16 legt und man feststellt, dass auch bei Druck 18-19 alles stabil ist, dass man die 16 in Stein gemeißelt nicht ändern darf.


    Ja, das macht mein Augenarzt zu Hause ja auch. Ich hatte - im Auftrag meines Augenarztes - noch einmal spezifisch nach meinem Zieldruck gefragt, und Prof. Dietlein bestätigte <= 18, also war ich noch im Rahmen.


    Er wollte, glaube ich, damit ausdrücken, dass es nicht eine Katastrophe sein muss, wenn man bei einer Messung mal drüber ist - solange sich alles im stabilen Rahmen bewegt. :)

    Aber Gratulation zu den guten Befunden, Grund zum hüpfen

    Danke! :) :)

  • Eine Info noch, die interessant sein könnte: Rhopressa Augentropfen werden (bald) kommen. Ich weiß, dass das schon seit längerer Zeit ein Thema ist und man darauf wartet, aber sicher ist Prof. Dietlein gut informiert.

    Hallo Andreica,


    Rhopressa ist nach wie vor nur als US-Import erhältlich. Aeries hat es offensichtlich nicht weiter vorangetrieben, ihres seit 2019 in der EU als Rhokiinsa zugelassenes Medikament zu vertreiben. In Deutschland ist es noch nicht einmal gelistet Sowohl meine Apotheke als auch ich selbst haben Aeries in Irland und in Irvine, CA angeschrieben. Keine Reaktion! Ich überlege ernsthaft, mir für 10,60€ eine Aktie anzuschaffen und die Frage dann beim nächsten General Meeting/Financials Release einzubringen.


    Ich beschaffe mir seit 5 Monaten umständlich die Tropfen aus den USA.


    Man sollte sich etwas von der Vorstellung lösen, dass es sich bei Rhopressa um ein Wundermittel handelt. Es senkt gemäß der klinischen Studien den Augendruck um ca. 25%, was mit anderen Wirkstoffen (jeweils für sich) ebenfalls erreicht und teilweise übertroffen wird.


    Ich würde es so beschreiben wollen, dass Rhopressa ein weiterer (zusätzlicher) Pfeil im Köcher der Wirkstoffe ist, den man tendenziell eher erst dann zusätzlich nutzen sollte, wenn andere bewährte Wirkstoffe alleine nicht den erwünschten Erfolg bringen.


    Ich habe trotz Einnahme von drei verschiedenen Wirkstoffen (Latanoprost, Brinzolamid und Pilokarpin) eine Drucksenkung auf Werte zwischen 10 und 12 mmHg erreicht. Das OCT hat bei diesen Werten immer noch eine Progression festgestellt.


    Durch die zusätzliche Einnahme von Rhopressa komme ich jetzt jetzt auf 8 bis 10 mmHg. Das OCT zeigt stabile Werte, insofern 4 Monate hier aussagekräftig sind. Lasse ich eines der anderen Tropfen weg, steigt der Druck direkt um knapp 2 mmHg an


    Aeris scheint selbst nicht gar so sehr von der alleinigen Wirkung ihres Produktes überzeugt zu sein. Sie propagieren derzeit aktiv ihr Kombiprodukt aus Latanoprost und Rhopressa, welches unter dem Namen Rocklatan (US) bzw. in Europa Roclanda zugelassen ist. Das Kombiprodukt dürfte außer dem Komfort, dass man nur einmal tropfen muss, keine Vorteile gegenüber einer zeitversetzten Einnahme von Rhopressa und Latanoprost haben.


    Liebe Grüße

    wolfi

  • Man sollte sich etwas von der Vorstellung lösen, dass es sich bei Rhopressa um ein Wundermittel handelt. Es senkt gemäß der klinischen Studien den Augendruck um ca. 25%, was mit anderen Wirkstoffen (jeweils für sich) ebenfalls erreicht und teilweise übertroffen wird.


    Ich würde es so beschreiben wollen, dass Rhopressa ein weiterer (zusätzlicher) Pfeil im Köcher der Wirkstoffe ist, den man tendenziell eher erst dann zusätzlich nutzen sollte, wenn andere bewährte Wirkstoffe alleine nicht den erwünschten Erfolg bringen.

    Ja, das stimmt. Ich wollte mit meiner Info auch nicht ausdrücken, dass Rhopressa alle Probleme lösen wird. Ich fand es nur positiv, wenn ein weiterer Wirkstoff auf den Markt kommt und somit die Möglichkeiten einer Tropftherapie erweitert.


    Bei mir kommen nämlich keine Betablocker in Frage wegen niedrigen Blutdrucks und auch nicht (mehr) Brimonidin, aus dem gleichen Grund. Trusopt hatte bei mir null Effekt, im Gegenteil. Daher, wenn Monoprost nicht mehr ausreichen sollte, wäre ich für einen neuen Wirkstoff dankbar.


    Wenn eine Kombi mit Prostaglandinen käme, wäre das noch besser....


    Wie gesagt, ich wollte die Info nur weitergeben, weil es mich überrascht hat, wie sicher sich Prof. Dietlein schien, dass Rhopressa bald kommen würde. Aber lassen wir uns überraschen...

  • Ein Wundermittel nicht. Aber es soll den venösen Druck senken und wäre daher ein Hoffnungsschimmer für NDG. Oder hat sich da was neues ergeben?

    Hallo Malve,

    die Frage nach dem Sachverhalt mit dem venösen Druck habe ich meinen Glaukomspezialisten gestellt. Er hat noch weitere Patienten, die Rhopressa tropfen. Seine Antwort war sehr ausweichend und unkonkret.

    Herzliche Grüße

    wolfi

  • Huhu Andreica!

    Wenn eine Kombi mit Prostaglandinen käme, wäre das noch besser....

    Die Kombi von Netarsudil und Latanoprost heißt Roclanda.


    Die lokalen Nebenwirkungen sollen aber nicht so ganz ohne sein.


    Naja- mal sehen wie das mit den neuen Augentropfen hier in Deutschland weiter geht.



    Viele Grüße

    Sabine

  • Hallo zusammen,


    gestern hatte ich meine Untersuchung bei meinem Haus-Augenarzt. Ich habe dieses Mal wieder ein OCT und kein Gdx gemacht, weil das Gdx Gerät - sowohl seins als auch die Methode - jetzt auf dem absteigenden Ast ist und praktisch nur noch OCT gemacht wird.


    Der Druck war korrigiert RA knapp 17 und LA 16, also im Zielbereich. Gesichtsfeld war unverändert und OCT auch. Damit war er war zufrieden. =)


    Er meinte zwar, es sei "nicht nichts", da sei ein Befund: rechts außerhalb des Normbereichs, links grenzwertig, im OCT Ausfälle die nicht mehr nur altersgemäß sind.


    Aber momentan sei es "stationär" und so soll es bleiben, sagte er. Ich bin sehr froh und dankbar, denn Stabilität ist ja ein Grund zum Hüpfen, wie ich hier im Forum gelernt habe. :lachen::Freuen: Der AA erwähnt immer wieder die Operation, wo meine Phake Linsen entfernt und am besten, um später nicht nochmal operieren zu müssen, direkt ein Linsentausch gemacht wird (Katarakt-OP). Die Meinung vertritt Prof. Dietlein auch und auch Frau Dr. Heinrich fand das eine valide Option.


    Wann der Zeitpunkt ist, wird zusammen mit der Uniklinik Köln mit Prof. Dietlein entschieden. Momentan rät Prof. Dietlein von einer OP hat, ich müsste mir zurzeit keine Gedanken machen.


    So kann ich mich - hoffentlich in nicht allzu naher Zukunft - dann in Ruhe Gedanken machen, wo und wie, ob zu den künstlichen Linsen ein iStent inject dazu kommt, oder was für Möglichkeiten es gibt.


    Umso froher bin ich über die Stabilität, da ich seit November ein Antidepressivum nehme: Citalopram 10 mg (Minimaldosis, wird ggf. nochmal etwas erhöht).


    Der Druck im Dezember war RA 18 und LA 19, was mich beunruhigt hatte, aber wohl nur ein Ausreißer war. Interessant: zu dem Zeitpunkt hatte ich starke Verspannungen und Blockaden in der Hals- und Brustwirbelsäule, war ein paar Mal beim Chiropraktiker, der mich wieder gerichtet hat. Könnte ja auch damit zusammen hängen.


    Ich weiß auch, dass Antidepressiva bei Glaukom nicht ideal sind; die meisten wie trizyklische Antidepressiva sind ja kontraindiziert. Die Neurologin hat sich nach Beratung mit ihren Kollegen und ihrer Chefin für Citalopram entschieden, und sowohl mein Haus-AA und Prof. Dietlein finden das auch in Ordnung.


    Auch die Literatur empfiehlt bei Glaukom am ehesten u.a. Citalopram (aus der Wirkstoffgruppe Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, Abkürzung SSRI).


    Meine Therapeutin hatte mich angeregt, zum Neurologen/Psychiater zu gehen, da trotz Fortschritte und meiner Mitarbeit die Ängste und auch grundlose Traurigkeit immer schlimmer wurden.


    Es hat alles nichts mehr genützt, weder gute Ernährung, Sport, viel frische Luft, Vitamine, Nahrungsergänzungsmittel, Entspannung, Übungen wie EMDR und andere körperlich wirksamen Übungen. Blutbild, Hormonspiegel, Schilddrüse usw. alles in Ordnung.


    Die Depression kam schleichend, in Wellen, über Jahre hinweg und Situationen wie die Glaukomdiagnose 2020 und der Klinikaufenthalt haben es nochmal verstärkt. Durch das Citalopram fühle ich mich soviel besser, die Ängste haben sich reduziert, die grundlose Traurigkeit ist weg.


    Ich fühle mich noch nicht ganz wieder wie früher, aber bin zumindest jetzt viel besser in der Lage, mit den Dingen umzugehen - natürlich war ich gestern vor dem Augenarzttermin ziemlich nervös und auch ängstlich, aber kein Vergleich zu den Malen vorher.


    Die guten Angewohnheiten (Sport, frische Luft usw.) behalte ich bei, und jetzt kann ich viel besser an mir arbeiten.


    Vielleicht gibt es hier im Forum noch andere, die Antidepressiva benötigen - vielleicht ist Citalopram auch für Euch eine Möglichkeit.

  • Hallo Andreica,


    gestern hatte ich meine Untersuchung bei meinem Haus-Augenarzt. Ich habe dieses Mal wieder ein OCT und kein Gdx gemacht, weil das Gdx Gerät - sowohl seins als auch die Methode - jetzt auf dem absteigenden Ast ist und praktisch nur noch OCT gemacht wird.


    Der Druck war korrigiert RA knapp 17 und LA 16, also im Zielbereich. Gesichtsfeld war unverändert und OCT auch. Damit war er war zufrieden.


    Das ist sehr erfreulich, was Du da berichtest.


    Druck im Zielbereich, OCT und GF stabil, das ist immer ein Grund zum :Freuen:


    Nun liefert das OCT bei Dir offenbar doch verlässliche Ergebnisse.


    Es war ja Deine große Sorge, dass Du aufgrund der speziellen Anatomie Deiner Augen keine verlässliche Bildgebung mehr bekommst - wenn irgendwann das letzte GDX-Gerät museumsreif ist.


    Das sollte Dich beruhigen!


    Ich weiß auch, dass Antidepressiva bei Glaukom nicht ideal sind; die meisten wie trizyklische Antidepressiva sind ja kontraindiziert. Die Neurologin hat sich nach Beratung mit ihren Kollegen und ihrer Chefin für Citalopram entschieden, und sowohl mein Haus-AA und Prof. Dietlein finden das auch in Ordnung.

    Das mit Deiner Depression ist natürlich keine gute Nachricht.


    Gut, dass Du Dir kompetente Hilfe gesucht hast.


    Die - ich würde sagen vorbildliche - Zusammenarbeit der Neurologin mit Deinen Augenspezialisten zeigt, dass Du in guten Händen bist.


    Mit scheint, Du hast ein ausgezeichnetes Händchen, was die Wahl Deiner Medizinmänner/frauen angeht! :daumenhoch:


    Ich wünsche Dir von Herzen, dass es Dir bald besser geht.


    Alles Liebe und Grüße


    Chanceline

  • Hallo,


    ich bin jetzt erst seit kurzem wegen meiner Schlafstörungen in Behandlung und war kürzlich zum ersten Mal bei einem Neurologen. Er hat mir Escitalopram verschrieben und mir das schlüssig erklärt. Bei ihm hatte ich das Gefühl, dass er weiß, wovon er spricht. Das habe ich nicht bei jedem Augenarzt.


    Escitalopram gehört, soweit ich das erkennen kann, zu der gleichen Gruppe, wie Citalopram. So ganz falsch werden wir da beide nicht liegen.


    LG

    Markus

  • Escitalopram gehört, soweit ich das erkennen kann, zu der gleichen Gruppe, wie Citalopram

    Ja, das stimmt. Escitalopram gehört zur gleichen Wirkstoffklasse wie Citalopram und 10 mg Escitalopram entsprechen wohl in der Wirkung 10 mg Citalopram.


    Prof. Dietlein in Köln hatte zuerst verstanden, dass ich Escitalopram nehmen sollte und auch damit war er einverstanden, genauso wie mit dem Citalopram.

    Die - ich würde sagen vorbildliche - Zusammenarbeit der Neurologin mit Deinen Augenspezialisten zeigt, dass Du in guten Händen bist.


    Mit scheint, Du hast ein ausgezeichnetes Händchen, was die Wahl Deiner Medizinmänner/frauen angeht!

    Danke. =) Die Neurologin hat zwar nicht selber mit meinem Augenarzt oder Prof. Dietlein gesprochen, aber recherhiert und mit ihren Kollegen gesprochen. Ganz wichtig fand ich, dass ich vor der Einnahme erstmal in der Uniklinik Köln bei Prof. Dietlein nachfrage, um auf Nummer sicher zu gehen.


    Ich glaube, generell - und vor allem bei Glaukom - ist eine interdisziplinäre Arbeit sehr wichtig. Ich wünsche mir das allgemein mehr, da unser Körper ja keine Maschine mit separierbaren Einzelteilen ist.

    Ich wünsche Dir von Herzen, dass es Dir bald besser geht.

    Danke für die guten Wünsche. :lachen: Die Wirkung von Citalopram war echt schon nach gut 2 Wochen zu spüren, und es fühlt sich gut an, mehr wieder ich selber zu sein.


    Ich hoffe natürlich, die Tabletten nicht allzu lange nehmen zu lassen. Die sollen wohl auch die eigene Serotoninproduktion anregen und als eine Art "Start- und Übergangshilfe" fungieren.