Glaskörpertrübungen

  • Huhu,

    Sabine meinte, ich dürfte hier im Forum auch ruhig Fragen zu Glaskörpertrübungen stellen.

    Also es ist eher ein Bericht.



    ich bin jetzt 64; also vor etlichen Jahren fiel mir schonmal auf, wenn ich gegen den HImmel guckte, daß da so Fäden und Wolken waren, die vorher nicht da waren.

    Der Augenarzt erklärte mir, daß es Trübungen im Glaskörper sind, die entstehen, wenn man älter wird, harmlos, aber lästig.

    Tatsächlich konnte ich sie vergleichen mit einer Blumenvase, in der das Wasser länger steht und Flocken bildet.


    Ich googelte die Erscheinungen auch und habe verstanden, daß der Glaskörper zunächst klar ist und mit dem Alter sich verändert, und bildet halt ein Netz mit unregelmäßigen Flocken; das Eiweiß verflüssigt sich und der Glaskörper verändert auch seine Form, in dem er sich von der Netzhaut zurückzieht.- wie ich es verstehe, Die Trübungen nahmen auch eher wieder ab.



    Im August diesen Jahres aber wurde ich morgens wach und blickte gegen das Fenster: Ich hatte drei große braune Flecken mitten im Sehfeld und wußte nicht, was das war.

    Also über Nacht eigentlich.

    Es war Sonntag und ich wollte am nächsten Tag einen AA anrufen. Ich dachte schon an Netzhautablösung und wußte es ja nicht.

    Es stellte sich heraus, das mein AA in Urlaub war.


    Ich ließ mir sofort einen Termin geben in Xanten bei der Augenarztpraxis, die mit dem Krankenhaus verbunden ist, und ließ mich fahren.



    Zuerst wurde ein Sehtest gemacht- der war voll in Ordnung. Da dachte ich, na so schlimm wirds schon nicht sein. Nach Weittropfen beider Pupillen untersuchte mich eine Ärztin, zunächst an dem Mikroskop, wo man durch schaut, und sagte gleich: Da ist eine Flocke.

    Dann spiegelte sie die Netzhäute mit der Lupe und Spaltlampe und sagte, es ist unauffällig und Netzhaut und Makula sind in Ordnung.

    Es sei kein Grund zur Besorgnis vorhanden.. Die Flocke würde sich heruntersenken. ich war so glücklich!



    Aber die Flocke ging nicht weg und störte kollossal beim Sehen! Daran kann man wohl auch nichts machen, sondern ich sollte mich dran gewöhnen.



    Mittlerweile, nach 9 Wochen, ist sie endlich durchsichtiger geworden, fast verschwunden. Ich habe wieder klare Sicht.

    Ein wenig ist noch eine Art Film vor der Linse zu sehen- das kann aber auch mit dem Nachstar zusammenhängen.

    Mal sehen, ob es weiter besser wird.

  • Vielen Dank Katzenmama für diesen ausführlichen Bericht! So kann man sich das Ganze besser vorstellen.


    Manches erinnert mich etwas an Sehverschlechterungen, die ich seit einiger Zeit habe. Bei mir ist es aber ein Nachstar, der per Laser behandelt werden soll. Leider ist dies um einen Monat auf Dezember (Start mit dem rechten Auge) verschoben worden. Prof. Erb war wohl so überlastet, dass er im Oktober im Urlaub war.

  • Die Glaskörpertrübungen hatte ich vor allem so mit Anfang/Mitte fünfzig, inzwischen ist es besser geworden. Im Gegensatz zum grauen Star haben sie sich aber bei kräftigem Zwinkern ein bisschen wegbewegt.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Ja der Nachstar rechts steht mir wohl noch bevor.

    Diese Trübungen, von denen ich schrieb, sind aber nicht statisch, verändern ihre Form und sind beweglich im Auge; da besteht die Chance, daß sie wegdriften oder transparent werden:


    Wichtig ist aber, das sofort abklären zu lassen in einer guten Praxis als Notfalls, falls es mal was ganz anderes sein sollte.


    Ich muß leider von mir selber sagen, daß ich sehr wenig trinke. ich habe immer schon kaum was getrunken und hatte nie Durst. Fast halte ich es für eine Art Ernährungsstörung.

  • sich aber bei kräftigem Zwinkern ein bisschen wegbewegt.

    Da wollt ich auch nochmal fragen, was ihr davon haltet:

    Ich fand bei youtube eine Übung von einem chinesischen Kung Fu- Meister, der zeigt, wie man mit Zwinkern in alle Richtungen und Drücken bestimmer Punkte an Schläfe und Nase die Floater zum Verschwinden bringen könnte.

    Er rät natürlich zu Geduld und man soll 4 Wochen durchhalten; bei mir dauerte es 9 Wochen und jetzt ist es deutlich besser.

    Was haltet ihr davon?

  • Zu dem Meist kann ich nichts sagen - wohl aber hierzu.

    Ich muß leider von mir selber sagen, daß ich sehr wenig trinke.

    Da ist nicht nur jenat der Meinung, dass viel trinken hilft. Prof. Erb hat mir eingeschärft, dass ich vor allem abends viel trinke, weil beim Blutdruck mein diastolischer Wert in der Nacht unter 60 zu fallen droht. Damit die Flüssigkeit länger vorhält, mache ich etwas, was man sonst eigentlich nicht oder wenig machen sollte. Ich knabbere abends Salzstangen.

  • Jeder kann trinken lernen, das fehlende Durstgefühl gehört oft mit zu unserer Erkrankung.

    Vitamin C aus Hagebuttenschalenpluver von Firma Lunderland (für Tiere), da steht auch die Dosierung drauf, ist bio Qualität und super unter Joghurt natur. Richtig ordentlich hoch dosieren, das Auge braucht extrem Vitamin C.

    Dann Wasser marsch, stelle dir Flaschen hin und leere sie. Ich trinke gerne warmes Wasser.

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • hi

    ich habe auch Glaskörpertrübungen seit ich Kind bin. Mein Augenarzt meinte damals ich hätte "alte Augen". Diese Aussage verfolgt mich seitdem.....

    Naja damals war ich nur leicht kurzsichtige mir 1 bis 2 Dioptrien. Jetzt bin ich 32 Jahre alt und bei -6 und meine Glaskörpertrübungen werden leider immer mehr. Ich schaue total ungern in den blauen Himmel und auf den hellen PC schauen ist echt der Horror.


    Ein paar "Würmchen" haben sich seit meiner Kindheit nicht verändert. Andere werden heller oder es kommen neue hinzu.


    Echt nervig diese Biester.


    Hatte mir schon mal Gedanke darüber gemacht, ob die Glaskörpertrübungen sich auch auf den Druck auswirken. Wenn sich Strukturen im Auge verklumpen, müsste ja eigentlich das Volumen größer werden. So als würde man Eiswürfel in ein Glas mit Flüssigkeit tun. Die Eiswürfel verdrängen ja das Wasser und das Glas läuft über. Ein Auge kann ja nicht überlaufen, also steigt der Druck.


    Das ist bestimmt nicht so, aber irgendwie klang das im ersten Moment für mich logisch 😂...sowas kommt dabei raus, wenn man in Gedankenspiralen verfällt...

  • Das ist glaub ich anders- so wie ich es laienhaft verstanden habe, besteht der Glaskörper aus einer Eiweissubstanz, aber nicht nur aus Flüssigkeit, sondern auch aus einer Art Gitter, die es zusammenhält.

    Wenn man jung ist, ist alles hell und klar, und im Alter verändert sich das Eiweiss und wird flüssiger, während das "Gitter" übrigbleibt.

    Dieses klumpt dann auch mal zusammen, und was man auf der Netzhaut sieht, sind die Schatten davon.


    Bitte korrigieren, wenn der laienhafte Versuch nicht stimmt.


    Also das verändert sich auch und kann auch wieder in den Hintergrund treten, daß diese Strukturen nicht so stören.

  • Das meinte mein Arzt dann wahrscheinlich mit "alten Augen" 😓 wenn das eigentlich erst im Alter passiert, war es bei mir mit ca. 13 Jahren, ja echt früh. Zumal ich damals ja auch nicht dolle kurzsichtig war.


    Das mit dem Gitter klingt logisch. Wenn das immer da ist, kann das ja keine Auswirkungen auf den Druck haben.


    Wenn man in Gedankenspiralen verfällt, kommt man echt auf komische Sachen 😅