Frage OCT im Verlauf

  • Hallo @ all,


    seit April 2018 bekanntes Normaldruckglaukom - Flammer-Syndrom.


    Gestern wieder AA-Kontrolle, u.a. wurde wieder OCT angefertigt.

    AID bds. 15 mmHg

    dünne Hornhaut +1 --> somit bds. 16 mmHg


    Nervenfaserdicke hat leider trotz tgl. Tropfen (Monoprost 1x abends) innerhalb der 2 Jahre abgenommen

    links (bisher noch keine GF-Ausfälle):

    durchschnittl. RNFL Dicke 102 µm --> 96 µm

    unterer Quadrant RNFL-Dicke 132 --> 125 µm

    oberer Quadrant RNFL-Dicke 115 --> 110 µm


    durchschnittl. Cup-to-Disc-Verhältnis hat zugenommen:

    0,6 --> 0,66



    rechts (bereits Gesichtsfeld-Ausfälle):

    durchschnittl. RNFL Dicke 73 µm --> 70 µm

    unterer Quadrant RNFL-Dicke 119 --> 119 µm

    oberer Quadrant RNFL-Dicke 62 --> 64 µm


    durchschnittl. Cup-to-Disc-Verhältnis hat zugenommen:

    0,71 --> 0,75


    AA meinte, die RNFL darf nicht niedriger werden und

    das Cup-to-Disc Verhältnis sollte nicht steigen.


    Gesichtsfeld wurde leider nicht gemessen - wegen Corona ... die Linse beschlägt/ läuft an wegen Mund-Nasen-Schutz und somit keine Aussagekraft,

    deshalb lässt AA bei Patienten seit März keine Gesichtsfelder machen.


    Kann aus diesen Werten eine Verschlechterung geschlossen werden?
    Wenn ihr noch weitere Informationen braucht, bitte fragen.


    Mit besten Grüßen
    Euer Kneifer

  • Ergänzung:

    Seit reichlich 1 Jahr habe ich massiven Rheumaschub ... kann die Verschlechterung auch damit (mit den Entzündungen) zusammenhängen?

    Muss dazu sagen, dass leider seit langer Zeit sehr viel Stress bei mir ist,
    ich gebe mir Mühe und meditiere täglich 10 min ...
    allerdings kostete die Pflege meines Opis viel Kraft, dann war er gestürzt, Krankenhaus, Reha ... Pflegeheim ...
    Er ist leider dement und es ist schwer mitzuerleben, ...


    Darüber hinaus auch beruflich viel Stress und Ärger .... suche intensiv parallel nach neuem Job ... leider sehr schwierig.

    Liebe Grüße

  • Hallo Kneifer,


    ich bin noch neu hier und bin bei mir selbst noch in der Diagnose mutmaßlich auch irgendein NDG), reagiere auch empfindlich auf Stress usw. Es klingt als hättest Du viele Aufgaben zu bewältigen - anstrengender Job, Pflege des Großvaters usw.


    Neben der Änderung der externen Einflüsse (soweit möglich) zB neuer Job ist es, glaube ich wichtig, an den eigenen Einstellungen zu arbeiten, und gezielt Entspannung. Bist ja überall schon dran, gefühlt würde ich aber sagen "10min Meditation täglich" ist zu wenig. Entspannung, Innehalten, Genuss und im Moment sein bitte in allen Lebenslagen (also zB auch den Ausdauersport nicht als abzuarbeitenden "task" sehen sondern bewusst erleben).


    Alles Gute.

  • Hallo Kneifer,


    willkommen hier im Forum. Für ein NDG gibt es mehrere Risikofaktoren, Stress ist nur einer. Du bist mit Meditation auf dem richtigen Weg. wie Biberchen schrieb, kannst du hier gut zulegen.


    Deine Einstellung dazu finde ich gut, du versuchst die Stressfaktoren zu vermindern (Job). Auch wenn es nicht gleich gelingt, bleibe am Ball.


    Hast du noch weitere Risikofaktoren? Bluthochdruck, Diabetes, Gefäßkrankheiten, Erkrankungen des Gehhirns? Wie sind deine anderen Untersuchungsergebnisse?


    was ist dein Ziel-AID?


    Stöbere mal hier im Forum auch nach Ernährungsratschlägen. Die Ernährung spielt eine sehr wichtige Rolle. Gerne zeige ich dir die entsprechenden Stellen.


    Ich habe auch ein NDG (Erstdiagnose 10/2018 aber retrospektiv bereits seit mindestens 2014) und bin seit 10/2018 mit einem AID von 10 bzw 12 stabil.


    Und Kopf hoch! Man kann heute recht gut therapieren und in vielen Fällen einen Stillstand erreichen. Du wirst sicherlich noch viele Antworten erhalten .


    Ich drücke dir die Daumen!


    Joe

  • Hallo Joe,


    vielen Dank für deine lieben Worte und deine Antwort.


    Keinen Bluthochdruck ... genaue Gegenteil - er ist extrem niedrig.
    Keinen Diabetes.
    Herzmuskelentzündung und seitdem Herzinsuffizienz

    Ziel-AD sollte 14-15 sein ... wie es sich nun herausstellt, doch zu hoch, denn die Höhe hatten wir bei den Kontrollmessungen
    Allerdings musste ich September - November Cortison nehmen (bin Cortison-Responder zu sein - AID in der Zeit über 21 mmHg)
    rheumatische Erkrankung
    keine Erkrankungen des Gehirns
    posttraumatische Belastungsstörung - mit Flashbacks


    Ernährungs"technisch" - keine Fertigprodukte, ich koche alles selbst
    viele Lebensmittelallergien (Soja, Nüsse, Schalenfrüchte ... selbst Spuren davon .... man staunt, wo das überall enthalten ist).


    Vielen Dank für deine aufmunternden Worte.
    Dir auch alles Gute.


    Liebe Grüße
    Kneifer