Risiken von Laser-OP bei Grünem Star?

  • Hallo, ich bin etwas verzweifelt und bräuchte Hilfe.


    Es geht um meine Mutter (60), sie ist wegen Diabetes schon auf einem Auge blind.
    Ich habe sie letzte Woche in die Notaufnahme gebracht, wo sie danach in eine Augenklink kam, vmtl. wegen eines Glaukomanfalls.

    Sie konnte am Anfang fast nichts mehr sehen, aber kurz bevor sie zur Klink gefahren wurde, wurde es wieder besser. Sie wurde einige Tage mit Augentropfen behandelt um den Augendruck zu senken, gestern wurde dann gelasert.


    Sie meinte, sie hatte beim Lasern schon Schmerzen und nun immer noch, und sie kann nun noch schlechter sehen als zuvor, ist das normal? „Nebel“ und Lichtempfindlichkeit wurden schlimmer.

    Außerdem wollten sie heute nochmal Lasern, da es nicht besser wurde/sie nicht fertig waren. Sie hat abgelehnt aus Angst, sie würde dadurch ganz blind werden.


    Ich habe sie vorhin am Telefon überreden können, zuzustimmen, aber ihre Angst und Panik machen mich nun auch völlig kirre. Ich finde halt nichts über Risiken nach einer Laser-OP bei Grünem Star und sie scheinen sie auch nicht ganz so gut aufgeklärt zu haben, da sie wohl nur meinten „man kann nichts garantieren“.


    Weiß jemand vielleicht mehr über Nebenwirkungen und Risiken, und was danach ist? Ich wäre sehr dankbar!

  • Hallo Papierschiff!

    Willkommen im Forum.


    Schön, dass Du Dich um Deine Mama kümmerst.


    Grundsätzlich birgt jede OP, auch eine Laser-OP, Risiken.


    Welche Laser-OP wurde gemacht?


    Nach einer Laser-OP kann es zu einem Druckanstieg kommen oder auch zu Entzündungen im Augen, oder zu Hornhaut-Schädigungen.... etc... die Möglichkeiten sind vielfältig.


    Was da los ist sollte aber durch einen Augenarzt festgestellt werden können. Und ich würde mir, wenn ich von der ersten OP noch Schmerzen hätte, ganz sicher nicht noch mal lasern lassen, bevor da nicht die Ursache für die Schmerzen und das schlechte Sehen gefunden wurde.


    Wie hoch war der Druck beim Glaukomanfall?
    Wie hoch vor der Laser-OP, wie hoch danach?
    Wurde am Tag nach dem lasern der Druck gemessen?
    Was für ein Glaukom hat sie?


    Ist sie stationär oder wo wurde die OP gemacht? Ambulant in einer Praxis?


    Wenn Schmerzen und Sehminderungen da sind kann man auch in eine Augenklinik als Notfall gehen.



    Viele Grüße

    Sabine

  • Hallo, vielen Dank für die Antwort!


    Sie ist im Moment stationär und es wurde in einer Uniklink für Augenheilkunde gemacht.

    Leider habe ich überhaupt keine Infos was sie hat und was für Werte, nach langem Suchen vermute ich aber, dass es eine Zyklophotokoagulation war und man sie anscheinend mehrmals machen kann. Nur frage ich mich jetzt, schon so früh nach der ersten Laser-OP?


    Sie hat sich wohl schon beschwert wegen dem schlechten Sehen und den Schmerzen, aber sie konnte nicht wirklich etwas erfahren. (Sie ist psychisch nicht mehr ganz fit, vllt. hat sie es auch nicht verstanden)

    Ich habe sie gebeten, morgen vor der Laser-OP nochmal nachzufragen und mich anzurufen, denn ich mache mir da wirklich Sorgen und weiß nun nicht, ob ich doch dagegen sein sollte..

  • Hallo Papierschiff,


    OP's können gelingen oder auch schief gehen. Bei mir haben Zyklophotokoagulationen rechts und links ausser Problemen nichts gebracht. Dafür können aber die Operateure nichts, die nicht wissen können wir mein Auge reagiert.


    Nach dem Eingriff habe ich ebenfalls schlechter gesehen und das Auge war entzündet.


    Ein Jahr später erhielt ich 2 SLT's, die eventuell von Erfolg waren, die nächste Messung ist morgen - der letzte Eingriff 6 Wochen her und erst ab da, manchmal sogar später, lässt sich sagen ob es etwas gebracht hat. Wie lange, ist dann immer noch die Frage.


    Ich wurde in der Augenuni in Würzburg operiert und ich denke, das Vorgehen ist recht häufig so wie bei Deiner Mutter. Aber auch bei dem Eingriff Deiner Mutter gilt dass im Regelfall erst nach 6 Wochen ein Erfolg messbar ist.


    Toi toi toi wünscht Katzenstube

    OP Cataract re und li (rechts erblindet)
    Zyklophotokoagulation re und li, SLT links, rechts, Nachstar links

  • Hallo, danke für die Infos!


    Meine Mutter hat angerufen, anscheinend wollten sie heute doch nicht mehr lasern und sie wollen sie morgen entlassen, wenn der Augendruck wieder sinkt..
    Gestern lag er bei 30 und nun bei 50, ist das nicht sehr hoch? Ich hoffe das sinkt wieder.

  • Hallo Papierschiff!

    Druck von 50?? Das ist sogar seeeeeeeeehr hoch! Und so wird man auch nicht entlassen! Da ist akute Gefahr für das Auge vorhanden!


    Kannst Du da morgen nicht hin und mal mit einem Arzt sprechen? Vielleicht bringt Deine Mama da auch was durcheinander? Ich meine das nicht böse!
    Wenn der Druck wirklich so hoch ist, darf sie nicht nach Hause!

    Sie ist im Moment stationär und es wurde in einer Uniklink für Augenheilkunde gemacht.

    Wo ist sie denn?



    dass es eine Zyklophotokoagulation war und man sie anscheinend mehrmals machen kann. Nur frage ich mich jetzt, schon so früh nach der ersten Laser-OP?

    Du solltest genau nachfragen, was da genau gemacht wurde. Eine CPC ist keine einfache Sache für ein Auge. Da kann auch die Hornhaut ganz zackig in Mitleidenschaft gezogen werden und dann ist das Sehen seeeeeehr bescheiden.


    Man muss jedenfalls genau in das Auge schauen, um zu sehen, was da los ist. Und mit Druck 50 darf man nicht entlassen werden!



    Viele Grüße

    Sabine

  • Hallo!

    Sie ist in der Uniklinik in Ulm.
    Ich werde sie morgen besuchen um noch einige Sachen vorbei zu bringen, hoffentlich kann ich dort mit jemanden sprechen.

    Am Montag soll es doch nochmal gelasert werden und am Dienstag auch noch eine OP geben, das klingt schon sehr viel??
    Ich versteh auch überhaupt nicht warum sich deren Meinungen ständig ändern und sie mal lasern wollen und mal nicht.. das verunsichert mich.
    Ihr Augendruck ist jedenfall wieder etwas gesunken: 34

    Danke nochmals!

  • Hallo Papierschiff!

    Nun, Druck 34 ist ja immer noch ziemlich hoch, wenn auch nicht mehr bei 50.


    Ich würde mal mit einem Arzt zu sprechen versuchen, da Du ja selbst gesagt hast, dass Deine Mama das nicht mehr so ganz 100% auf die Reihe kriegt (und das ist absolut gar nicht böse gemeint!). Ist sie denn noch in der Lage tatsächlich selbst Entscheidungen zu treffen?


    Frag nach den aktuellen Befunden und den weiteren Optionen für das Procedere.


    Viele Grüße

    Sabine