Baerveldt Implantat

  • Hallo in die Runde


    Ich bin seit 23. Mai nun auch Bartveldt Trägerin. OP ist gut verlaufen und neben dem Impantat, wurden auch die vorherigen TB nochmals eröffnet um in der Heilungsphase, bis in Kraft treten des Baerveldt, einen hohen Druck zu vermeiden. Das hat fat gut geklappt, bis dann der Druck in einer Woche von 19 auf 36 hochgeschnellt ist.


    Ich bin seit 11 Jahren GK Patientin. Das BV ist die 8. grosse OP, es erfolgten noch viele weitere kleiner Eingriffe im Kleinop mit Laser und weiters, diese zähle ich schon lange nicht mehr.


    Vor 2 WE wurde Stent gezogen, Druck jetzt sehr tief 3-4. Sicht schlecht und schlecht beschreibbar, da nur ein Auge, aber mein vormals starkes Auge vom Glaukom betroffen ist. Ich habe nun permanent "Doppelbilder" durch zwei Augen die unterschiedlich sehen. Lesen, fokussieren und Distanzen einschätzen ist sehr schwierig. Bim Sehen in die Weite schieben sich die Bilder schnell übereinander. Autofahren ist erlaubt!!, ich fühle mich aber total unsicher und bin gestern rückwärts in eine Wand gefahren.


    Wann und ob sich der Druck erholen wird, ist ungewiss, man werde es dann sehen meinte mein Arzt.... Beeinträchtigt ist man offensichtlich, aber dies scheint vor allem ein subjektives Problem mit dem ich alleine zurechtkommen muss...


    Arbeitsausfall bis jetzt 6 Wochen. Meine Geschichte ist komplex und ich fühle mich manchmal echt verloren. AA in der Klinik stellten fest, dass Offenwinkelglaukom verebt sei und sie halten auch an dieser Meinung fest. Ich selber habe den Eindruck, dass mein Auge meinen inneren Druck wiederspeigelt, meine Anspannung, mein mich in dieser Welt und Situation ausgeliefert fühlen und da der Druck bisher nach jeder OP immer wieder angestiegen ist - scheint mir dies zu bestätigen.


    Ich bin Alleinerziehend, lebe ohne Allimente und habe zum Leben, was ich verdiene. Psychisch geht es mir durch die vielen Mehrfachbelastungen oft nicht gut, ich leide unter Ängsten und möglicherweise auch Depressionen und ich habe den Eindruck, dass ich sehr sensibel bin - also ungemein viel mitbekomme, mehr als gut ist ;-)


    So stehe ich nn auch in der Situation, dass ich nun wieder funktionieren sollte, mich aber durch die schlechte Sicht ziemlich eingeschränkt fühle. Das Auto brauche ich für den Arbeitsweg - was dann heisst ich muss das Auto nehmen. Meine Arbeit empfinde ich in vielerlei Hinsicht als sehr anspruchsvoll - aber meine Kraft und mein Mut etwas zu ändern, scheinen mir zu fehlen.


    Ich habe nä WE einen Termin in einer psychsomatischen Sprechstunde, habe aber auch Resprekt davor, am falschen Ort zu sein und vielleicht nicht ernst genommen zu werden.


    Gibt es hier vielleicht jemanden mit eine ähnlichen Geschichte und ähnlichen Herausforderungen? Mich würde ein Erfahrungsaustausch freuen.


    Sorry für den langen Post und die vielleicht nicht fachlich richtige Ausdrücke die ich verwendet habe.


    Liebe Grüsse

    Christine46

  • Hallo Christine,



    deine OP ist nicht lange her.


    Ich hatte auch Probleme mit zu niedrgem Druck ( um die 2) und dem Doppelsehen.

    Es hat mit geholfen, das operierte Auge beim Lesen und am PC zuzukleben, bzw habe ich mir ein Papier unter das Brillenglas geschoben - dann kommt auch Luft ans Auge


    Inzwischen brauche ich das nicht mehr machen, da sich Gehirn und das gut sehende Auge an die Umstellung gewöhnt haben.


    Negativer Stress ist generell nicht gut für uns aber ich kann dir versichern, dass in meinem Fall es so war, dass ich unter extremem Stress eine jahrelang anhaltende Remission hatte.


    Seit 3 Jahren habe ich keinerlei Stress mehr und vor einigen Monaten ging es mit dem Auge rasant bergab. In meiner Familie gibt es eine Glaukomhistorie von mindestens 4 Generationen - netterweise bisher nur auf die weiblichen Mitglieder der Familie beschränkt:girlnein:


    Wenn Du Ängste und Depressionen hast musst Du professionelle Hilfe in Anspruch nehmen - warum sich dich ausgerechnet in einer psychosomatischen Sprechstunde nicht ernst nehmen sollten, dieser Gedanke ist mir schleierhaft:schulterzuck:

  • Hallo Christine!

    Ich habe Deinen Post und die Antwort in ein eigenes Thema verschoben.


    Du holst Dir schon Hilfe, das ist gut so. Dass die Psyche bei solchen Erlebnissen auch mal leidet ist völlig normal. Da tut Hilfe gut und das ist auch absolut keine Schande diese anzunehmen!


    Arbeitsausfall bis jetzt 6 Wochen.

    Das finde ich jetzt nach einer Implantat-OP keinesfalls lang. Das ist ein invasiver Eingriff und da muss das Auge auch erstmal lernen mit niedrigerem Druck klar zu kommen. Bisher hatte es immer hohe Drücke und nun so ein krasser Unterschied. Das macht sich natürlich auch im Sehen bemerkbar.


    Hab Geduld! :knuddeln:




    Wie alt sind Deine Kinder? Die sollten dann auch regelmäßig zur Kontrolle gehen.



    Viele Grüße

    Sabine