Selbsthilfe Auge und Ernährung von Glaskörper, Linse, Hornhaut, Sehnerv

  • Liebe Forumsmitglieder,


    hier ist ein Augenarzt, der ganzheitlich arbeitet und auf seiner Homepage eine Rubrik Selbsthilfe hat: Damit meint er nicht die Selbsthilfe wie hier, sondern die Selbsthilfe durch die für die Augen passende Ernährung.


    Er erklärt es wunderbar kurz und knapp:


    https://www.brodehl.de/selbsthifle-bei-augenerkrankungen/


    Das ersetzt alles keine Therapie, aber ohne die Ernährung fehlt einfach eine wichtige Therapiesäule.


    Das kann man da alles lesen und ohne Arztbesuch und Kosten umsetzen. Rezepte und Listen findet man auch bei der Fernsehsendung Ernährungsdocs. Alles, was man dort unter antientzündliche Ernährung findet, ist auch gut für die Augen.


    LG


    Jenat

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Hallo,


    jetzt schreibe ich mein Anliegen mal hier dazu, zum Thema Auge und Ernährung. Ich habe im Forum gesucht und keine Antwort auf meine Frage gefunden, gestehe aber, nicht alles gelesen zu haben: Grüner Tee kommt immer wieder vor bei den Maßnahmen, die gut für das Auge sind. Nun ist mir jedoch nicht klar, wird Grüner Tee als bessere Variante gesehen statt Kaffee und Schwarzer Tee? Oder enthält Grüner Tee ausdrücklich Inhaltsstoffe, die entweder speziell für das Auge oder auch systemisch gut sind? Im ersten Fall könnte ich dann vermutlich ebenso gut Leitungswasser trinken. Im zweiten Fall empfiehlt sich dann der Grüne Tee an sich.


    LG

    memory

  • Hallo Memory!!

    Hier kannst Du dazu was lesen:


    Nahrungsmittel bei vaskulärer Dysregulation


    Liebe Grüße

    Sabine

  • Hallo memory,

    Auf der Suche nach sinnvoller Selbsthilfe habe ich mich auch mit dem Thema grüner Tee in Bezug auf Glaukom beschäftigt.

    Die gesundheitsfördernde Wirkung des grünen Tees ist in Studien oft nachgewiesen und wird häufig in Verbindung gebracht mit dem Inhaltsstoff Epigallocatechin-3-Gallate (EGCG). EGCG macht etwa ein Drittel der Trockenmasse von grünem Tee aus. Bei schwarzem Tee ist der Gehalt durch die Fermentierung deutliche geringer.


    Pubmed listet knapp 5000 Artikel mit Bezug zu EGCG, daher kann ich hier nur ein paar wenige und ganz allgemeine Dinge dazu nennen, die für uns Glaukomis von Interesse sein könnten.


    Der überzeugendste Grund aus meiner Sicht, der für die Verwendung von grünem Tee spricht ist nicht etwa die oft genannte Eigenschaft von Polyphenolen im grünem Tee auf direktem Wege ROS (Reaktive Sauerstoffspezies = Freie Sauerstoffradikale) zu puffern, sondern Nervenzellen im Zentralnervensystem vor Schädigungen schützen.


    Heute stuft man das Glaukom als eine chronisch neurodegenerative Erkrankung des Zentralen Nervensystems (ZNS) ein. Man weiß auch, dass für viele neurodegenerative Prozesse innerhalb des ZNS chronische Immunantworten der angeborenen Immunabwehr verantwortlich sind. Auslöser von Entzündungsreaktionen gilt es also möglichst zu meiden. Und hier komme ich zurück zum grünen Tee. Denn grüner Tee hat bekanntermaßen die Eigenschaft proinflammatorische Zytokine und T-Zellen zu reduzieren und Nrf2 zu erhöhen. Der Transkriptionsfaktor Nrf2 spielt eine zentrale Rolle bei der körpereigenen Abwehr von ROS und hemmt NF-kappaB (NF-κB). NF-κB wiederum gilt als kritisch für die Entstehung von Entzündungen. Die Neuroprotektive Wirkung von EGCG im Glaukom-Maus Modell ist auch bei pubMed einsehbar.

    Spannendes Thema mit steiler Lernkurve für mich!


    In diesem Zusammenhang vielleicht für einige von Interesse ist auch die Dissertation von Jochen Rieck, 2011: „Identifizierung und Charakterisierung von Protein-Biomarkern beim Glaukom“.


    Zu finden bei Tante google.... so, wie alles andere auch....


    Ein Wort zur Warnung: EGCG als Tabletten sind vielleicht weniger harmlos als der Laie es sich vorstellen könnte.


    Und dann noch ein weiterer Hinweis zur Auswahl des richtigen Produktes. Grüner Tee nimmt bekanntermaßen gut das Schwermetall Blei auf. Im Tee Aufguss wird das zwar nicht bereitwillig wieder abgegeben allerdings sieht die Sache anders aus bei Matcha. Hier wird ja das ganze Blatt als Pulver zermahlen konsumiert. In China gelten weite Teile der Anbauflächen bereits als schwermetallbelastet, vor allem mit Blei. Ich würde daher nur zu grünem Tee aus japanischem Bio-Anbau raten. Lieferanten finden sich wie immer leicht im Netz.


    Ich brauche wohl hoffentlich nicht zu erwähnen, dass ich mit diesem Post nicht Aufrufe zum “abwarten und Tee trinken” zur Glaukom-Prävention! Dies ist nur als zusätzliche Selbsthilfe zur AÄ Therapie gedacht.


    Alles Gute!

    Ari

  • Liebe Ari,


    Herzlichen Dank.


    Aus Japan ist der Bezug auch nur zu empfehlen, wenn man weit genug von fukuschima liegt. Derzeit habe ich Oulong aus Taiwan hier. Unglaublich aromatisch - 5 Facher Aufguss locker möglich. Dieser ist nun ein Zwitter zwischen grün und schwarz, eher Richtung grün. Hast du in diese Richtung schon einmal gesucht?


    Ich finde die Homepage des Arztes oben sehr gut.


    Es ist sehr selten, dass ein Arzt so ausführlich und offen schreibt und das ja schon viele Jahre - er weiß schon lange um die neurodegenarativen Prozesse.


    LG


    Jenat

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Hallo Jenat,

    ja, Tee Testungen sind ein Genuss! Nach meinem Wissen lässt sich heute in japanischen Tees keine erhöhte Strahlenbelastung mehr feststellen. Habe mich noch nicht weiter in der Richtung umgetan, da ich bei einigen grünen Bio-Japanern hängen geblieben bin.


    Habe heute nur kurz Zeit gehabt bei Dr. Brodehl im Netz vorbei zuschauen. Ich finde er bietet einen guten, schnellen Überblick.

    Danke dafür!


    Ari

  • Vielen Dank für eure Antworten! Da spielt ja schon die hohe Kunst des Wissens mit rein ;o). Hätte ich gar nicht erwartet. Aber hochinteressant für mich. In letzter Zeit begegnet mir immer wieder im Zusammenhang mit Gesundheit - Ernährung - Selbsthilfe - Glaukom usw. des Thema Entzündungen. Ja und das ist neben Glaukom nämlich meine andere Baustelle, die Autoimmunerkrankung Hashimoto. Sie führt zu einer chronischen Entzündung der Schilddrüse unterschiedlichem Ausmaßes. Meine Antikörper, die den Vorgang kennzeichnen, sind schon seit Jahren relativ hoch. Auf bildlicher Darstellung ist die Entzündug deutlich erkennbar. Passt doch gut dort hinein.


    Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass ich einen ganzheitlichen Zugang zu der Gesamtproblematik angehen muss. Leider, leider esse zu gern Süsses =(. Zum Glück geht es jetzt Richtung Sommer. In dieser Zeit fallen mir Ernährungsveränderungen viel leichter.


    Was den grünen Tee angeht, gefällt mir eine bestimmte Sorte aus dem türkischen Geschäft am Besten. Ein Beutel reicht locker für einen Liter Tee. Bereitet man damit aber nur einen Becher Tee zu, ist auch diese kleine Menge sehr mild und angenehm. Muss mal schauen, wo der herkommt.


    LG

    memory

  • Hallo Memory!

    die Autoimmunerkrankung Hashimoto

    Von Hashi zu Hashi… wenn Du möchtest, mach doch dazu einen Thread unter Dies und Jenes auf. Gibt ja etliche Hashis hier im Forum, für die das interessant sein könnte.


    LG
    Sabine