• Hallo Markus!

    Hallo Sabine,

    da habe ich mich ungenau ausgedrückt. Die Monoprost bleiben, nur die Glaupax werden um eine halbe Tablette am Tag reduziert.


    LG

    Markus

    Ah so, ok, danke für die Erklärung.


    Hoffentlich klappt das!


    :girlshuepfend:


    Liebe Grüße
    Sabine

  • Hallo,

    Ah so, ok, danke für die Erklärung.


    Hoffentlich klappt das!

    @ Sabine: Ich habe zu danken für das genaue Lesen!


    Gestern war der Druck bei beidseits 11, also ok. Es bleibt alles so, wie es war. Die Glaupax werden erstmal nicht noch weiter reduziert.


    LG

    Markus

  • Hallo Markus!

    Gestern war der Druck bei beidseits 11, also ok. Es bleibt alles so, wie es war. Die Glaupax werden erstmal nicht noch weiter reduziert.

    Immerhin reagiert der Druck auf die Glaupax gut!


    Du denkst unter Glaupax an die regelmäßigen Blutuntersuchungen beim Hausarzt, gell?


    LG
    Sabine

  • Hallo Markus!


    Prima … für den Druck sind die Daumen gedrückt :girlshuepfend: .


    Liebe Grüße

    Sabine

  • Hallo,


    der Druck war heute 8 und 11. Die Blutwerte waren am Montag alle ok.


    Am 07.11. habe ich einen Temin in der Klinik (Hornhortsprechstunde). Am 14.11. hab eich einen langen Termin bei meinem HAA mit Gesichtsfeld Brillenbestimmung und Pupillenerweiterung.


    Jetzt muss ich mir schon mal Gedanken machen, ob ich besondere Brillengläser nehme. Bisher habe ich eine Bifokalbrille mit einer Addition von 4 Dioptrien. Das ist für das Lesen besser. Dann geht allerdings keine Selbsttönung mehr.


    Gruß

    Markus

  • Das sind ja prima Druckwerte, aber die Glaupax bleiben dir vermutlich noch erhalten?


    Und wenn du zwei Brillen hättest, wäre das im Alltag zu umständlich? Ich liebe ja meine Gleitsichtgläser mit Präferenz „Nähe“ (die funktionieren natürlich auch in der Ferne, aber der Bereich für die Addition ist grösser und die Gesichtsfeldeinschränkungen an den Seiten sind selbst beim Augenbewegen kaum auszumachen), und das Ganze in selbsttönend.

  • Das sind ja prima Druckwerte, aber die Glaupax bleiben dir vermutlich noch erhalten?


    Und wenn du zwei Brillen hättest, wäre das im Alltag zu umständlich? Ich liebe ja meine Gleitsichtgläser mit Präferenz „Nähe“ (die funktionieren natürlich auch in der Ferne, aber der Bereich für die Addition ist grösser und die Gesichtsfeldeinschränkungen an den Seiten sind selbst beim Augenbewegen kaum auszumachen), und das Ganze in selbsttönend.

    Ohne Glaupax geht es nicht. Vielleicht besteht noch die Aussicht, mal auf 2 x 1/2 runter zu kommen.


    2 Brillen will ich nicht ausschließen. Ich müsste nur eine geeignete Möglichkeit haben, wenn ich die Brillen wechseln möchte. Mir fällt schon so genug aus der Hand. Für welche Situationen nutzt du denn welche Brille?

  • Hallo Markus!

    der Druck war heute 8 und 11. Die Blutwerte waren am Montag alle ok.

    Das ist toll, gute Druckwerte und gute Blutwerte. Wunderbar!


    Für die anstehenden Termine drück ich Dir die Daumen! :girlshuepfend:


    Liebe Grüße

    Sabine

  • Hallo,


    gestern hatte ich meinen Kontrolltermin in der Klinik, wobei der Befund nur zum Teil ok. war.


    Der Druck war 8/9 und der Visus war 0,32 bds.


    Es wurden frische Beschläge am Transplantat festgestellt. Das Absetzen des Cortisons wurde als deutlich zu früh kritisiert. Anstatt Nevanac tropfe ich jetzt wieder Inflanefran forte: Eine Woche lang stündlich und danach für eine weitere Woche zweistündlich. Anschließend soll ich wieder mit dem Standardplan nach einer DMEK von Vorne anfangen. D. h. einen Monat lang 5 x täglich und dann jeden Monat um einen Tropfen reduzieren. Ein Tropfen am Tag soll möglichst auf Dauer beibehalten werden. In 2 Wochen habe ich wieder einen Kontrolltermin in der Klinik,


    Prophylaktisch wurde mir zusätzlich Dorzocomp 2 x täglich verordnet.


    Es wurde mir auch Lotemax für den Fall eines zu starken Druckanstiegs als Ersatz für das Inflanefran forte verordnet. Es soll recht teuer sein, weshalb es die Augenärzte nicht gerne verordnen würden. Das Lotemax ist aber nicht lieferbar. Lt. Klinikärztin sollte es ab November wieder auf den Markt kommen. Der Mitarbeiter in der Apotheke hat beim Hersteller angerufen. Vielleicht wird es etwas im Dezember. Deshalb habe ich mir nur die anderen Sachen auf dem Rezept geben lassen.


    Im Arztbrief wurde als Alternative auch Floropos (gemeint ist wohl Fluoropos). Das ist lt. Dpcmorris lieferbar.


    Die Therapie ist jetzt aktuell:


    Glaupax 3 x 1/2


    Rechtes Auge:

    Dorzocomp 2 x

    Monoprost 1 x

    Inflanefran forte stündlich

    Vislube 5 x

    Corneregel 6x


    Linkes Auge:

    Fotil S 2 x

    Monoprost 1 x

    Hylogel stündlich

    Evotears 3 x


    Momentan tropfe ich in der Regel alle 30 Min. etwas. Da muss ich dann alles gut darum herum planen...


    Bei der Untersuchung haben wir in der Kürze der Zeit so viel besprochen, dass mir erst auf der Rückfahrt und abends zu Hause noch ein paar Gedanken gekommen sind:


    Beißt sich nicht das Cortison mit den Monoprost?


    Bringt das Dorzolamid in den Dorzocomp noch etwas neben den Glaupax?


    Die nächste Kontrolle bei meinem HAA ist am nächsten Donnerstag. Ich werde aber gleich noch eine E-Mail an die Klinik schreiben.


    Das ist jetzt eine riesige Menge Text geworden. ich hoffe mal, dass jemand bis hierhin gekommen ist.


    LG

    Markus

  • Hallo Markus,


    ich habe alles gelesen und wow, was für ein Cocktail an Tropfen... langweilig wird dir jedenfalls bei dem Programm nicht...


    In der Schweiz gibt es Lotemax wohl nicht, ich habe es online nicht gefunden, das wäre sonst noch eine Möglichkeit gewesen. (Wir haben einige internationale Apotheken, die akzeptieren ausländische Rezepte).


    Zu meinen Brillen wollte ich noch was schreiben: früher hatte ich eine Gleitsichtbrille für eher die Ferne (Individualglas), dazu eine „Officebrille“ für eher Nähe und Mitte, da wechselte ich ein-zweimal am Tag die Brille und gut.


    Meine aktuellen Brillen sind Gleitsicht mit der Spezifikation „GP3“ (Zeiss), das ist fast wie Officebrille, aber mit Fernanteil, da wechsel ich nur noch für längere Autofahrten zu einer Standard-Gleitsichtbrille mit viel Ferne und kleinen Mitten (diese Brille hat unabhängig autotrophe Gläser, die auch hinter Autoscheiben eindunkeln, ideal bei den ganzen Tunnelfahrten hier). Diese Verdunkelung gibt es nicht für meine Dioptrien in GP3, deshalb.


    🍀

  • Bringt das Dorzolamid in den Dorzocomp noch etwas neben den Glaupax?

    Hallo Markus,

    ich hatte heute gerade die Produktinformation von Trusopt-S (= Dorzolamid) in der Hand.


    Dort heißt es: Bei Patienten, die einen oralen Carboanhydrasehemmer (also Glaupax) und

    Dorzolamid erhalten, kann es möglicherweise zu einer additiven systemischen Wirkung der Carboanhydrasehemmer kommen.


    Die gleichzeitige Anwendung von Dorzolamid und oralen Carboanhydrasehemmern wird

    nicht empfohlen.


    Das sagt der Hersteller und zwar in Zusammenhang mit Störungen Säure-Basen-Haushalt und

    Nierensteinen.


    Deine Anmerkung ist ist somit berechtigt und ich würde Rücksprache mit dem Augenarzt halten.


    Wechselwirkung Cortison und Monoprost:

    Das wird hier manchmal behauptet, aufgrund des Buches von Prof. Strempel, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß alle anderen Augenärzte das nicht wissen.


    Ich habe die beiden Medikamente auf der Internetseite "Wechselwirkungs-Check" eingegeben.

    Diese Datenbank zeigt keine Wechselwirkungen an. Es gibt aber noch andere Datenbanken, vielleicht magst Du selbst suchen.


    Und falls Du etwas findest, würde mich das interessieren.

    Dir weiterhin viel Kraft und gute Besserung.

    Gruß Malve

  • Lieber Markus,


    was ein Programm.


    Ich drück dich mal ganz fest.


    LG


    Jenat

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • In der Schweiz gibt es Lotemax wohl nicht, ich habe es online nicht gefunden, das wäre sonst noch eine Möglichkeit gewesen. (Wir haben einige internationale Apotheken, die akzeptieren ausländische Rezepte).

    Hier in Deutschland habe ich es online auch nicht gefunden. Vielelicht komme ich ja jetzt mit den Glaupax und den Dorzocomp über die Runden, bis die Cortison-Dosis nicht mehr so hoch ist oder die Lotemax wieder verfügbar sind.


    was ein Programm.

    Wenn es hilft. Nach den ersten beiden Wochen ist es ja nicht mehr so viel shclimmer, als ich es shcon gewohnt bin. Es wäre schön, wenn ich die Dorzocomp nicht auf Dauer nehmen müsste und evrl. sogar die Glauopax auf 2 x 1/2 reduzieren könnte.



    Das ist eine Sache, die m. E. nicht so eilbedürftig ist. So viele Alternativen habe ich ja auch nicht. Wegen der Glaupax muss ich eh schon auf die Blutwerte aufpassen. Möglicherweise wäre eine Erhöhung der Glaupax-Dosis auch nicht besser für die Nieren.


    Wenn es danach geht, was so alles nicht empfohlen wird, dürfte ich Vieles nicht einnehmen. Wegen dem Timolol muss ich jetzt auch auf den Blutdruck achten. Bei dem Check der Wechselwirkungen gab es nur ein Ergebnis mit meinen Blutdrucktabletten.


    Ich meinte mal gelsen zu haben, dass es keine additive Wirkung bei Glaupax und dorzolamidhaltigen Tropfen bezüglich der Augendrucksenkung gibt. Dazu habe ich aber nichts gefunden. Vielleicht habe ich mich aber auch falsch erinnert.

    Ich habe die beiden Medikamente auf der Internetseite "Wechselwirkungs-Check" eingegeben.

    Diese Datenbank zeigt keine Wechselwirkungen an. Es gibt aber noch andere Datenbanken, vielleicht magst Du selbst suchen.

    Ich habe bei mehreren Anbietern gesucht und habe kein anderes Ergbnis bekommen. Also mache ich jetzt erstmal alles wie empfohlen und spreche einige Dinge noch einmal mit bei den nächsten Terminen mit meinem HAA und in der Klinik an. Das passiert ja alles in den nächsten 2 Wochen.


    Vielen Dank an alle für die Unterstützung.


    LG

    Markus

  • Hallo MArkus!

    Meine Güte... was für ein Tropfprogramm... lass Dich mal :knuddeln: .


    Das tut mir so leid, dass es für Dich nicht einfach auch mal einfach laufen kann.:verschwommen:



    Beißt sich nicht das Cortison mit den Monoprost?

    Wieso meinst Du? Wegen möglicher Druckerhöhung und Drucksenkung?


    Aber wenn ich mir Deine Situation gerade so ansehe, dann hast Du ja nicht wirklich eine Wahl oder Alternative, oder?



    Liebe Grüße

    Sabine

  • Hallo Markus,


    mir ergeht es beim Lesen deiner Zeilen ähnlich wie Sabine. Ich kann dir nichts wirklich hilfreiches schreiben.

    Auch mir tut deine Schicksal einfach immer wieder leid und ich hoffe, es gibt bald Wege für dich aus dieser Misere heraus.


    Alle Daumen bleiben weiter gedrückt für dich :thumbup:






    <<

    LG,

    Klaus =)


    (Kurzsichtig, Lasik - OP und Vorderkammerlinsenimplantation, Offenwinkelglaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Katarakt - OP, 4 X XEN - Implantation 2014 / 2015)

  • Hallo Markus,


    ich habe jetzt den ganzen Vormittag verbracht deinen "Hürdenlauf" in den letzten Monaten zu verinnerlichen. Meine Güte... was du alles so durchgemacht hast bis jetzt... und wie stark du das alles meisterst - ich ziehe wahrlich den Hut vor dir und leide komplett mit dir!


    Ich habe ein juveniles Glaukom welches jetzt nach 38 Jahren offenbar leider zu Höhenflüge ansetzt. Bisher konnte ich den Druck auf dem rechten (und gleichzeitig besseren und heute noch einzigen) Auge seit dem 20. Lebensjahr mit Tropfen und 4 SLTs beherrschen.


    Vor genau fast 3 Jahren bekam ich zwei iStents welche 2 Jahre ihren Dienst gut verrichteten wenn auch nur unter voller Tropfentherapie. Nun aber ist der Traum vorbei und ich erreiche jetzt Werte von 30 bis 47mmHg trotz voller Tropfen und 6x Glaupax.


    Eigentlich war ein XEN-Stent als nächstes geplant aber hier herrscht ja aktuell ein OP-Stopp und bei diesen Druckwerten würde die Wirkung wohl hinten und vorne nicht ausreichen.


    Ich liege derzeit im KH und warte auf die morgige Visite. Aber um einen größeren Eingriff komme ich wohl nicht mehr herum. Da ich ja nur noch ein Auge habe, ist meine Angst natürlich exorbitant. Umso mehr kann ich mich in dein Dilemma hineinversetzen auch wenn wir uns doch bei vielen noch unterscheiden.


    Darf ich mal fragen wie alt du aktuell bist? Gerade wegen den juvenilen Glaukom und die Dauer innerhalb der Lebenszeit ist ja bei uns scheinbar ein Thema. Ich wusste nicht das ein juveniles Glaukom noch an Fahrt gewinnen kann oder ich wollte es einfach nicht wahr haben...


    Wie läuft es derzeit mit deiner Arbeit bei all dem Auf und Ab? Hier einen gesunden Mittelweg zu finden alles unter einen Hut zu bringen, stelle ich mir sehr schwer vor. Das wird mir auch noch bevorstehen.


    Das Bearveldt-Implantat wurde mir auch schon empfohlen aber nach deiner Story und bei so wenigen die es bekommen haben, habe ich diesbezüglich Bauchschmerzen. Sicher wirkt es bei jedem anders aber da ich das Ahmed schon hatte und es nur "Zerstörung" ins Auge brachte bin ich bei diesen Implantaten mehr als skeptisch geworden.


    Wann hat man dein juveniles Glaukom festgestellt? Wann gab es die ersten Tropfen? Wann die erste Sehverschlechterung? Bei mir wurde es erst mit 20 diagnostiziert aber das lag unter anderem daran, das ich auf der Insel Rügen wohne und ich in der DDR noch aufgewachsen bin. Da war Augenvorsorge noch ein Rabdgebiet - leider...


    Ich wünsche dir für die Zukunft weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen. Wir dürfen nur nicht aufhören an das Positive zu glauben. Ich weiß aus Erfahrung das dies eines der schwersten Dinge in unseren Glaukomleben darstellt aber ich weiß auch, das ohne Hoffnung der Weg nicht zu schaffen wäre.


    In dem Sinne, alles Gute Dir!

    Anerkannter Glaukomist seit dem Jahr 2000

    ...seither 21 Operationen, 10 Laser-Eingriffe & insgesamt 22 Vollnarkosen

    ...letzer Eingriff 11/2016 in Rostock - Implantation iStent inject auf dem rechten Auge

  • Wieso meinst Du? Wegen möglicher Druckerhöhung und Drucksenkung?


    Aber wenn ich mir Deine Situation gerade so ansehe, dann hast Du ja nicht wirklich eine Wahl oder Alternative, oder?

    Weil ich mal gelesen habe, dass Monoprost bei gleichzeitiger Cortisongabe nicht wirken würden. Wenn dem so wäre, würde es keinen Sinn machen so zu tropfen. Dann müsste ich nach einem anderen Wirkstoff suchen. Ich lasse es jetzt einfach mal auf mich zukommen.


    LG

    Markus

  • Hallo,

    Vor genau fast 3 Jahren bekam ich zwei iStents welche 2 Jahre ihren Dienst gut verrichteten wenn auch nur unter voller Tropfentherapie. Nun aber ist der Traum vorbei und ich erreiche jetzt Werte von 30 bis 47mmHg trotz voller Tropfen und 6x Glaupax.

    Bei diesen Werten besteht leider dringend Handlungsbedarf. 6x Glaupax muss hart sein. 3 haben mir schon gereicht.

    Eigentlich war ein XEN-Stent als nächstes geplant aber hier herrscht ja aktuell ein OP-Stopp und bei diesen Druckwerten würde die Wirkung wohl hinten und vorne nicht ausreichen.


    Ich liege derzeit im KH und warte auf die morgige Visite. Aber um einen größeren Eingriff komme ich wohl nicht mehr herum. Da ich ja nur noch ein Auge habe, ist meine Angst natürlich exorbitant. Umso mehr kann ich mich in dein Dilemma hineinversetzen auch wenn wir uns doch bei vielen noch unterscheiden.

    Ich denke auch, dass bei deinen aktuellen Werten leider nur eine "große" Operation in Frage kommt.


    Deine Sorgen verstehe ich auch. Es steht inzwischen bei uns beiden viel auf dem Spiel und wir brauchen das Augenlicht noch viele Jahre.


    Darf ich mal fragen wie alt du aktuell bist? Gerade wegen den juvenilen Glaukom und die Dauer innerhalb der Lebenszeit ist ja bei uns scheinbar ein Thema. Ich wusste nicht das ein juveniles Glaukom noch an Fahrt gewinnen kann oder ich wollte es einfach nicht wahr haben...

    Ich bin jetzt 46. Das Glaukom ist bei mir angeboren. Die erste OP hatte ich schon vor meinem ersten Geburtstag. Es ist einfach eine lange Krankheitszeit, die ihre Spuren auch an der Linse und der Hornhaut hinterlässt. Die OPs kann man auch nicht beliebig oft machen. Der Erfolg hält meist nicht ewig an. Irgendwann bleiben dann nur noch Alternativen, die nicht mehr so Erfolg versprechend sind.


    Wie läuft es derzeit mit deiner Arbeit bei all dem Auf und Ab? Hier einen gesunden Mittelweg zu finden alles unter einen Hut zu bringen, stelle ich mir sehr schwer vor. Das wird mir auch noch bevorstehen.

    In der letzten Zeit war ich lange arbeitsunfähig. Ich habe eigentlich schon einen relativ günstigen Arbeitsplatz am Schreibtisch ohne Kundenkontakt und Außendienst. Ich habe einen größeren Bildschirm und eine Vergrößerungssoftware.



    Das Bearveldt-Implantat wurde mir auch schon empfohlen aber nach deiner Story und bei so wenigen die es bekommen haben, habe ich diesbezüglich Bauchschmerzen. Sicher wirkt es bei jedem anders aber da ich das Ahmed schon hatte und es nur "Zerstörung" ins Auge brachte bin ich bei diesen Implantaten mehr als skeptisch geworden.

    Das Baerveldt und das Ahmed sollen in etwa gleichwertig sein. Zum Baerveldt habe ich gelesen, dass der Erfolg höher ist, wenn man einen der oberen Quadranten im Auge nehmen kann. Meistens werden immer noch zuerst TEs gemacht, Die Implantate werden erst später im Krankheitsverlauf (bei den "schwierigeren" Fällen) erwogen, wobei dann die Ausgangslage schwieriger ist und demzufolge die Erfolgsquote niedriger ist.

    Wann hat man dein juveniles Glaukom festgestellt? Wann gab es die ersten Tropfen? Wann die erste Sehverschlechterung? Bei mir wurde es erst mit 20 diagnostiziert aber das lag unter anderem daran, das ich auf der Insel Rügen wohne und ich in der DDR noch aufgewachsen bin. Da war Augenvorsorge noch ein Rabdgebiet - leider...

    Das Glaukom wurde bei mir mit einigen Monaten festgestellt. Meinen Eltern ist aufgefallen, dass ein Auge größer war als das andere. Danach gab es dann die ersten Tropfen und die ersten OPs (1 x links und 3 x rechts). Die Sehverschlechterung war da schon da.


    Eine echte Glaukomvorsorge gibt es ja immer noch nicht. Sie wird von den Augenärzten in deren Praxen gegenüber den Patienten, die aus anderen Gründen da sind, angeboten. Gerade bei jungen Menschen fällt ein Glaukom in der Regel erst auf, wenn es Beschwerden verursacht. Man müsste schon zufällig diesbezüglich untersucht werden oder aus anderen Gründen dafür sensibilisiert sein (z. B. Glaukom bei den Eltern).


    Es hätte dir vermutlich nichts gebracht, wenn du woanders aufgewachsen wärst. Die konkrete Behandlung ist allerdings oft in den Ballungsräumen besser (größere Arztdichte, kürzere Wege zu Ärzten und Kliniken). Das gilt m. E. aber für ganz Deutschland.


    Ich habe aber mehrfach gehört, dass ich noch großes Glück gehabt hätte. Für die Möglichkeiten in meinem Geburtsjahr würde es mir recht gut gehen. In den 46 Jahren hat sich einiges getan. Es gibt u. a. viele neue Tropfen.


    Bei deiner Erstdiagnose müsste es in etwa gerade Latanoprost als Xalatan auf dem Markt gegeben haben.

    Ich wünsche dir für die Zukunft weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen. Wir dürfen nur nicht aufhören an das Positive zu glauben. Ich weiß aus Erfahrung das dies eines der schwersten Dinge in unseren Glaukomleben darstellt aber ich weiß auch, das ohne Hoffnung der Weg nicht zu schaffen wäre.

    Danke, das wünsche ich dir auch. Vor allem wünsche ich dir, dass jetzt erstmal die für dich richtige Entscheidung getroffen wird.


    LG

    Markus

  • Hallo Markus!

    Weil ich mal gelesen habe, dass Monoprost bei gleichzeitiger Cortisongabe nicht wirken würden. Wenn dem so wäre, würde es keinen Sinn machen so zu tropfen. Dann müsste ich nach einem anderen Wirkstoff suchen. Ich lasse es jetzt einfach mal auf mich zukommen.


    LG

    Markus

    Ich habe nun die Fachinfo durchforstet und im Netz gesucht und habe auch sonst davon noch nichts gehört.


    LG
    Sabine