Lebenslang Tropfen oder Pause möglich?

  • Hallo!


    Möglicherweise ist das eine unlogische „Anfängerfrage“, aber ich frage mich, ob man in der Regel ein Leben lang tropfen muss, (abgesehen von Lösungen durch OPs), oder ob es auch dazu kommen kann, dass man eine Pause einlegen soll/ darf aus Gründen, die mir natürlich nicht bekannt sind?



    Versuche gerade, die Krankheit immer besser zu verstehen...


    Zudem bin ich schockiert über die teilweise sehr einschneidenden Nebenwirkungen, von denen ich hier gelesen habe.

  • Hallo Kanin,


    auch von mir ein 'Willkommen im Forum'!


    Deine Frage wird dir niemand beantworten können ... unterliegt der "Kristallkugel-Abteilung" 😉.


    Aus den Erfahrungen im Forum ist heraus zu lesen, dass einige Mitglieder schon viele Jahre tropfen (wechselnde AT und Anzahl Wirkstoffe). Andere Mitglieder hatten aufgrund der individuellen Situation OP's.


    Es kommt auf verschiedene Faktoren an: u.a. Glaukomform/-verlauf, Verträglichkeit AT.


    Der Möglichkeiten gibt es viele ...


    Bei dir ist weder Glaukomform noch HH-Dicke bekannt (Tagesdruckprofil? Verlauf?). Du stehst am Anfang der Diagnostik.


    Wie dir schon geschrieben wurde: du hast jetzt AT und der Druck wird kontrolliert.

    Gehe das weitere Schritt für Schritt an. Eventuell Glaukomsprechstunde in Klinik.



    Die Tropferei bedeutet sicherlich Anpassung, ist aber machbar.


    Alles Gute!

    Minerva


    "Die Dinge, die mich anders machen,
    sind die Dinge, die mich ausmachen."
    A. A. Milne

  • Hallo Kanin,


    Minerva bringt es sehr schön auf den Punkt:thumbup: Dem ist absolut nichts hinzuzufügen:!:


    LG,

    Klaus =)


    (Kurzsichtig, Lasik - OP und Vorderkammerlinsenimplantation, Offenwinkelglaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Katarakt - OP, 4 X XEN - Implantation 2014 / 2015)

  • Hallo Kanin!


    Willkommen auch von mir.


    Ich schließe mich an.


    Wenn die Belastung durch AT zu groß wird, muss man neu überlegen. Bis dahin sollte man aber zumindest mal versucht haben zuverlässig getropft zu haben. Versuch macht kluch ;o).


    Viele Grüße

    Sabine

  • Danke Euch Dreien. Dann muss ich mich einfach mal darauf einlassen und es nehmen, wie es kommt. Genau das ist nämlich das Schwierige an dem ganzen Thema... die Krankheit mit allen Konsequenzen annehmen können...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Kanin ()

  • Hallo Kanin,


    ich beziehe mich auch aub Beitrag 2, denn ohne nähere Informationen kann man auch nur allgemein Antworten.


    Ich nehme an das Du tropfst und nein nicht alle bekommen Nebewirkungen, zumindesrt nicht in ausgeprägter Form.


    VG Carsten

  • Hallo Kanin!


    Es ist so: Du hast ein diagnostiziertes Glaukom und bereits Gesichtsfeldausfälle.

    Das heißt der Sehnerv ist schon zu einem gewissen Teil geschädigt.


    Gänzlich ohne Behandlung wird es nicht gehen, die Krankheit wird voranschreiten.

    Nur mit geeigneter Therapie, also Tropfen und / oder Operationen kannst Du den Verlauf idR verlangsamen bzw. stoppen.


    Behandlung ein Leben lang.


    Da kann man jetzt sagen leider oder zum Glück. Sieh es so, dass Du Glück hast, dass Dein Glaukom nun bekannt ist und man was machen kann. Andersrum wäre viel schlimmer...


    Liebe Grüße

  • Hallo Kanin!

    Danke Euch Dreien. Dann muss ich mich einfach mal darauf einlassen und es nehmen, wie es kommt. Genau das ist nämlich das Schwierige an dem ganzen Thema... die Krankheit mit allen Konsequenzen annehmen können...

    Wenn Du eine andere Alternative nennen kannst, als die Krankheit anzunehmen, sag bitte unbedingt Bescheid.

    Meiner Meinung nach gibt es keine.


    Du kannst lernen damit zu leben... gut zu leben!



    Viele Grüße

    Sabine

  • Hallo Kanin,


    manchen Dingen kann man aus dem Weg gehen, andere schlichtweg ignorieren. Solange das Dinge sind die nicht zu mir gehören, ist das eine Möglichkeit damit umzugehen, wobei das nicht meine Wahl wäre.

    Aber Sachverhalte die uns ausmachen oder zu uns stoßen und unabänderlich sind, die sollte man akzeptieren und annehmen auch mit all seinen Konsequenzen so schwierig es auch sein mag. Genau das haben wir alle durchgemacht, auf die eine oder andere Art und Weise. Ich Beispielsweise habe das persönliche Gespräch gebraucht und die Erfahrung nicht alleine damit zu sein und sehr viele liebgewonnene Menschen kennegelernt, die ich nicht mehr missen wollte.


    Beste Grüße Carsten

  • Hm, viele gut gemeinte Worte ... wie wäre es mit 'einfach jeden Tag nach Vorschrift tropfen' ... die Notwendigkeit dürfte erstmal klar sein, die Gewöhnung setzt bald ein (wenn man macht)

    ... und alles andere step by step 😉

    Minerva


    "Die Dinge, die mich anders machen,
    sind die Dinge, die mich ausmachen."
    A. A. Milne

  • diese Gedanken kenn ich auch, Tropfe gerade mal 3 Wochen. Und es nervt einfach nur. Auch weil man sich viel mit dem Thema auseinander setzt.


    Und klar egal wonach man sich im Leben informiert. Gibt immer negative Nachrichten zum lesen. Die werden auch öfter geschrieben. Wenn was gut ist berichten nicht so viele darüber.

  • aber ich frage mich, ob man in der Regel ein Leben lang tropfen muss,

    Geht wohl allen "Anfängern" so. Ich habe auch gemurrt, gemeckert über die lästige Tropferei.


    Zwischenzeitlich bin ich im 5. Jahr dabei und froh, dass ich bis dato noch ohne OP auskam. Ich tropfe gerne! ;o)

  • Hallo Kanin,


    ich tropfe, mit kurzen Unterbrechungen von ein paar Monaten nach meinen Op's, seit dem Jahr 2006.


    Ja es nervt und es wäre wunderbar es los zu werden. Am besten gleich mit dem grünen Star zusammen.


    Kopf hoch! Manchmal frage ich mich, wie es Menschen mit Glaukom in den ärmeren Teilen der Welt ergeht. Oder wie es wohl war, wenn man vor 100 Jahren ein Glaukom hätte.....

    Dann bin ich meistens froh über die Tatsache, dass ich tropfen kann.


    LG

    LG,

    Klaus =)


    (Kurzsichtig, Lasik - OP und Vorderkammerlinsenimplantation, Offenwinkelglaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Katarakt - OP, 4 X XEN - Implantation 2014 / 2015)

  • Hallo Kanin,


    ich habe ja vor meinem bisher erfolgreichen Auslassversuch auch über 20 Jahre getropft.


    Ich hatte von Anfang an die Einstellung, dass ich mir mit den Tropfen etwas gutes tue, bzw. etwas schlimmes verhindere.


    Die Tropfen waren daher immer "mein Freund" und nicht mein Feind. Man macht so vieles, was einen nervt oder irgendwie einschränkt im Alltag.

    Das Tropfen gehört aber hierbei eindeutig zu den notwendigen und sinnvollen Dingen, weil sie helfen, das Augenlicht zu erhalten.


    Bei mir war es sogar so, dass ich erstmal geschockt war, als mir die Ärztin in der Augenklinik die Tropfen "wegnehmen" wollten.


    Natürlich bin ich inzwischen froh, nicht mehr zu tropfen.


    Gäbe es aber die medizinische Notwendigkeit, würde ich mich sofort wieder damit arrangieren können.


    Es ist in bestimmten Fällen einfach eine absolute Notwendigkeit und damit sollte man sich tunlichst abfinden.


    Gegenüber dem, was ohne Tropfen passieren kann oder gegenüber operativen Interventionen ist die Tropferei das weit kleinere Übel.


    Ich muss allerdings auch einräumen, dass ich eine Monotherapie mit einem sehr gut verträglichen Präparat hatte.

    Das ist gegenüber Maximaltherapie mit teilweise für manche sehr schlecht verträglichen Tropfen natürlich überhaupt kein Vergleich.

  • Hallo MaW!



    Und es nervt einfach nur. Auch weil man sich viel mit dem Thema auseinander setzt.

    Mit dem Thema auseinandersetzen können nicht alle Patienten. Aber wir hier arbeiten alle daran mündige Patienten zu sein. Und da gehört das informieren über die eigene Erkrankung dazu.


    Eine Alternative zu den Tropfen ist halt oft nur eine OP. Und eine OP ist auch nicht immer eine oder die richtige Option. Daher haben wir ja gar keine wirkliche andere Wahl.


    Viele Grüße

    Sabine

  • Hallo Kanin,

    den Worten von sualk kann ich mich nur anschließen.

    Seien wir doch froh, dass es heute so viele Tropfenarten gibt auf die wir hier Zugriff haben.


    Glaukom ist in meiner Familie seit 3 Generationen vererbt, meine Großmutter ist noch mit

    50 Jahren daran erblindet. Meine Mutter ist 95 geworden, ihr konnte man noch weitgehend helfen,

    hatte nur in den letzten Lebensmonaten gravierende Gesichtsfeldausfälle.


    Ich tropfe seit 2002 . Ja Nebenwirkungen sind möglich aber "Versuch macht kluch" und man muss

    keine haben.


    Tropfen geht wie Zähne putzen in den Alltag:zwinkern:

    LG ansa

  • Guten Abend allerseits, eine erste Frage meinerseits: Um zu testen, ob ich Monoprost überhaupt vertrage, ist eine Anwendung nur jeden zweiten Tag sinnvoll oder bringt die gar nichts für den Augendruck? Bin schon ca. 10 Jahre in Beobachtung bei meiner AÄ wg zu hohem Druck und jetzt soll nun - nach mehreren Tests und Untersuchungen doch mal eine Therapie begonnen werden (die ich allerdings innerlich ablehne). Alternativen wie Akupunktur oder Homöopathie wären mir lieber gewesen.

  • Hallo Clara,


    willkommen im Forum!


    Du hast die AT bereits vorliegen? Da gibt es Beipackzettel, kann aber auch im Internet nachgelesen werden...


    Monoprost ist ein konservierungsmittelfreies Prostaglandinanaloga: Verbesserung Kammerwasserabfluss.

    Vorteil: nur einmal tgl. abends anzuwenden, gute Drucksenkung, ohne Konservierungsmittel.


    Du hast die Möglichkeit, dich und dein AID im Vorstellungsthread darzustellen oder einen eigenen Thread zu eröffnen.

    Denn paar Angaben wären schon wichtig: wie gestaltete sich bisher der AID, Tagesdruck-Profil?

    Familiäre Vorbelastung, chronische (Familien-)Kankheiten, wieso seit zehn Jahren unter Kontrolle, ...?

    Welche aktuellen Tests/Befunde?


    Ehe wir alles abfragen, wäre es einfacher zu berichten, was dir an Befu den vorliegt.


    Um etwas abzulehnen, sollte man erstmal das Thema durchdringen. Was du dir wünschst, muss nicht unbedingt den Erfordernissen entsprechen.


    Wir sind hier schon sehr an ganzheitlicher Behandlung von AID/Glaukom interessiert. Aber verordnete AT per se abzulehnen, ist ggf. selbstgefährdend!


    Als ergänzende(!) Therapie spricht eher nichts gegen Homöopathie/Akupunktur.

    Wenn man sich schlau gemacht hat ...und immer wieder: Versuch macht kluch.

    Es ist schwer vorstellbar, dass nach zehnjähriger Überwachung diese AT ohne stichhaltigen Grund verordnet wurden.


    LG

    Minerva


    "Die Dinge, die mich anders machen,
    sind die Dinge, die mich ausmachen."
    A. A. Milne

  • Hallo Clara,


    eine Anwendung von Monoprost nur jeden zweiten Tag ist (pardon) Nonsens.


    Mir persönlich würde Akupunktur oder was anderes auch besser gefallen. Aber ein Glaukom lässt sich damit leider nicht behandeln.


    Alles weitere hat Minerva gut erklärt.


    LG

    LG,

    Klaus =)


    (Kurzsichtig, Lasik - OP und Vorderkammerlinsenimplantation, Offenwinkelglaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Katarakt - OP, 4 X XEN - Implantation 2014 / 2015)

  • Hallo Clara!


    Ich schließe mich meinen Vorrednern an.

    Alternativen wie Akupunktur oder Homöopathie wären mir lieber gewesen.

    Alternative Therapie wird leider immer wieder irrtümlich als ERsatztherapie verstanden. Dabei ist das als Begleittherapie, also als ZUsatztherapie zu verstehen.


    Wieso lehnst Du die Therapie ab?

    Jede Therapie verlangt die Mitarbeit, die Compliance, der Patienten. Es ist natürlich jedem freigestellt, sich an die angeordnete Therapie zu halten oder eben nicht.


    Tut man es nicht, muss man halt die Konsequenzen verantworten.


    Alternativ gibt es auch Operationen. Und hier gilt alternativ tatsächlich als ERsatz. Aber auch eine OP ist keine Garantie für dauerhafte Tropfenfreiheit.



    Viele Grüße

    Sabine