Strabismus-OP und Glaukom

  • Moin!


    Ich bin hier jetzt ne ganze Weile still gewesen. Bin glaukomtechnisch soweit stabil.

    Nun hat sich ein anderes Problem wieder an die Front gedrängt. Seit frühester Kindheit schiele ich nach außen.


    Ich hatte deshalb zwei Operationen, bei denen die Muskeln versetzt, bzw verkürzt wurden. Viele Jahre lang konnte man das Schielen kaum noch bemerken (außer, wenn ich müde oder krank war), aber seit einigen Jahren wird es wieder stärker.


    Nun habe ich mich entschlossen, einen Termin in der Sehschule zu machen und zu fragen, ob eine weitere Strabismus-OP für mich infrage kommen würde.

    Ich hatte ziemliche Angst vor dem Termin, weil ich befürchtet habe, dass aufgrund meiner nahezu verschwundenen Sehkraft auf dem betroffenen Auge die OP gar nicht sinnvoll wäre.


    Nun wurde mir aber gesagt, dass man es auf jeden Fall gerne probieren würde und man gab mir gleich eine Auswahl von OP-Terminen. Ich habe mich unter Vorbehalt für den entschieden, der noch am weitesten in der Zukunft liegt, weil ich erst einmal in Ruhe darüber nachdenken wollte, ob und welche Risiken es gibt und ob die es mir wert wären, eventuell wieder für einige Jahr "normal" auszusehen.


    Ich schreibe das hier, weil ich mir von euch Feedback erhoffe. Vielleicht hat ja jemand ein ähnliches Problem oder kann mir helfen, einige Argumente abzuwägen.

    Ich würde mich riesig freuen, wenn mir jemand antwortet.


    Ganz liebe Grüße

    Julia

  • Hallo Julia,


    warum schreibst du so groß? (damit ich dich besser lesen kann, sagte der Wolf). Das aber nur nebenbei :grinsgrün:


    Wenn es das schlechte Auge betrifft und eine OP somit nicht deine allgemeine Sehkraft negativ beeinflussen kann, würde ich es machen lassen.

  • Hallo Julia,


    ich habe zwar nicht gleiche Probleme wie du, war aber schon einige Male aus anderem Anlass in einer UNI-Sehschule.


    Mich hat da sehr beeindruckt, mit welcher Gründlichkeit man Probleme untersucht, hin und her überlegt, probiert etc. - eigentlich habe ich erst dort erfasst, daß es für die dort Tätigen nicht nur eines relevanten Studiums bedarf, sondern es eine eigene Fachrichtung ist.


    Auch aus heutiger Sicht meine ich, daß man Empfehlungen von dort vertrauen kann - für eine OP als solcher ist ja dann eh noch ein darin kompetenter Operateur zuständig.


    LG - Senator


    ps: Als Schriftgröße bitte immer nur die normal vorhandene des FORUM nehmen - jeder Leser wird dann selbst für sich an seinem pc (wenn überhaupt nötig) was anderes einstellen.

  • Hallo Julia!

    Schön, mal wieder von Dir zu lesen, auch wenn der Anlass für Dich selbst nicht so schön ist.


    Wie man aus Deinem Post rauslesen kann, fühlst Du Dich selbst nicht mit der Situation wohl.

    dass aufgrund meiner nahezu verschwundenen Sehkraft auf dem betroffenen Auge die OP gar nicht sinnvoll wäre.

    Dein schlechtes Auge also.... gibt's da besondere Risiken irgendwie, auch aufgrund von Vor-Op's vielleicht? Wurde da was gesagt?



    Viele Grüße


    Sabine

  • Hi, Senator!


    Tatsächlich untersuchte mich auch die Operateurin selbst. Das fand ich vertrauenerweckend. :)


    Hi, Sabine!


    Nee, ich fühle mich absolut nicht wohl mit der Situation. Immer, wenn ich es mal fast ausgeblendet habe, dass mit meinem schlechten Auge sichtbar was anderes ist (außer der Heterochromie natürlich), passiert irgendwas, wodurch es mir wieder ins Gedächtnis gerufen wird.


    Zu den Risiken wurde gesagt, dass es natürlich sein könnte, dass sie nicht den gesamten Schielwinkel reparieren können. Bei den Vor-OPs wurde ja auch schon der Muskel versetzt. Es könnte wohl auch überkorrigiert werden, dann würde ich nach innen schielen.


    Was mir gerade noch am meisten im Kopf rumgeht, ist meine letzte OP, die Kryopexie, die vor 2 Jahren gemacht wurde. Damals hatte ich wohl irgendeine Unverträglichkeit, was eine allergische Reaktion auslöste. Da ich damals in der Psychiatrie war, ist es schwierig, an das Narkoseprotokoll ranzukommen.


    Ich will die OP eigentlich unbedingt machen, aber ich habe auch so viel Angst, dass es einfach nicht funktioniert oder dass es schlimmer aussieht als vorher ...


    LG

  • Hallo Julia!

    Du fühlst Dich unwohl in Deiner Situation. Das ist doch schon mal ein ganz großer Punkt.


    Eine Garantie für OP-Erfolg kann einem vorher niemand geben. Schön wär's....


    Das Narkoseprotokoll muss doch zu bekommen sein. Ich würd da schriftlich anfragen mit Terminsetzung, bis wann Du das haben möchtest, weil eine OP ansteht und die Angaben der Unverträglichkeit sehr wichtig dafür sind. Sollte möglich sein. Oder ruf mal an vorher. Falls die es nur zu einem Arzt schicken wollen, geht das ja vielleicht an Deinen HA.


    Über Deine Bedenken sprich mit dem Operateur. :knuddeln:


    Viele Grüße


    Sabine

  • Hi!

    Inzwischen hab ich es geschafft, jemanden zu finden, der bereit ist, mir das Protokoll zu schicken. Ich hatte vorher versucht, über den Operateur von damals zu gehen, aber habe es schließlich über die Anästhesistin geschafft. Bin gespannt, was da drin steht.

    Ich melde mich mit der Info. :)

    LG

    Julia

  • Hallo Julia!

    Klasse! Da bin ich ja mal gespannt, was da in dem Protokoll steht.


    LG

    Sabine

  • Hallo Julia,


    leider kann ich außer Anteilnahme nix Hilfreiches beitragen ... trotzdem knuddeln :knuddeln:?


    LG

    Minerva


    "Die Dinge, die mich anders machen,
    sind die Dinge, die mich ausmachen."
    A. A. Milne

  • Hallo Julia!


    Wie sieht es bei dir aus?


    Lieben Gruß auf alle Fälle=)

    Minerva


    "Die Dinge, die mich anders machen,
    sind die Dinge, die mich ausmachen."
    A. A. Milne

  • Huhu, Minerva! Huhu, alle!

    Au weia, ich habe so viel um die Ohren gehabt, dass ich ewig nicht hier war! :-O


    Dass ich in der Sehschule war, hatte ich ja geschrieben. Und dass ich mir einen OP-Termin habe geben lassen, auch.

    Auch das Narkoseprotokoll habe ich inzwischen bekommen.


    Da standen enorm viele Medikamente drin (Thiopental, Remifentanil, Dipidolor, Sevofluran, Dexamethason, Delasetronmesilat) ... soweit ich weiß, sind das Schmerz- oder Anti-Übelkeitsmedikamente, also bin ich mir immer noch nicht sicher, was die Reaktion nach der letzten OP verursacht haben könnte.


    Meine jüngere Schwester ist Krankenschwester und sie meinte, sie konnte auch nichts Auffälliges entdecken. Vieleicht war es auch einfach nur ein Zufall, dass es mir nach der OP so schlecht ging.


    Jedenfalls bin ich mir inzwischen ziemlich sicher, dass ich die Schiel-OP machen lassen will. Mein Mann (ebenso wie meine Eltern) ist immer noch nicht begeistert, aber er unterstützt mich. Da ich das Gefühl habe, das Schielen wird immer stärker, sehne ich den November inzwischen fast herbei ...


    Naja, es tut mir leid, dass ich so lange nicht von mir habe hören lassen. Ich hoffe, es geht dir (und den anderen natürlich auch) gut.

    LG

    Julia

  • Huhu Julia! =)


    Boah, habe mir schon gedacht, dass du vielbeschäftigt bist... hoffentlich auch wegen angenehmer Dinge.

    Schön, wieder von dir zu lesen :lesen:.


    Beim Narkoseprotokoll schlackern mir die Ohren... da kann vielleicht ein Experte hier was dazu schreiben...


    Ich kann nur gefühlsmäßig antworten: die OP ist dir wichtig,

    du wirst dich mit 'pro und contra' auseinander gesetzt haben.

    Natürlich bin ich da bei dir und deiner Entscheidung.

    Sag bescheid, wann ich/wir uns die Daumen für dich quetschen dürfen :zwinkern:


    Siehste, deine Mann-Wahl war richtig... er gibt dir Rückhalt, viel wert :girlshuepfend: ... da bin ich gerührt und geschüttelt :blume:


    Sonst alles im grünen Bereich?


    Ganz lieben Gruß

    Minerva


    "Die Dinge, die mich anders machen,
    sind die Dinge, die mich ausmachen."
    A. A. Milne

  • Hi!


    Ja, es sind auch positive Beschäftigungen dabei. Meine Ausbildung macht mir zum Beispiel mega viel Spaß, auch wenn sie sehr viel Zeit in Anspruch nimmt - ich mache ne Ausbildung als Journalistin. :)


    Mit den Pros und Cons setze ich mich tagtäglich auseinander, aber die Cons werden ehrlich gesagt weniger, je länger ich überlege.


    Die OP ist für den 29. November angesetzt. Ich habe mir vorsichtshalber für die Woche drauf Urlaub genommen, weil ich nicht weiß, wie das sofort danach mit Bildschirmarbeit ist.


    Ich freue mich auch total, von dir zu lesen. Ich merke immer erst so richtig, wie schön die Gemeinschaft es hier im Forum ist, wenn ich ne Weile nicht da war. :) :) :)


    Und bei dir so?

    LG

  • Hallo,


    Die Unverträglichkeit von Narkosemitteln könnte man ansprechen und zwar so:


    Du besorgst dir einen Termin bei der Anästesieabteilung mit deinem derzeitigen Protokoll bereits in Fotokopie dabei. Dann schilderst dz dem Anästesisten wie es dir ergangen ist. Entweder weiß er sofort was es gewesen sein könnte und kann sagen, ob er das ersetzen kann oder er kann Tests veranlassen..


    Jetzt ist noch Zeit für so etwas.


    Tolle Ausbildung! Bitte immer sorgfältig arbeiten. Mein Opa liest vom Himmel aus mit. Er war Chefredakteur der Hammer Tageszeitung und jedes fake Bild im Fersehen oder in Zeitungen hat er sofort bemerkt. Gut recherchierte Skandale in der Stadt hat er immer veröffentlichen lassen. Er wollte immer gute Recherche und sehr sehr sehr gutes Deutsch.


    Viel Freude im Beruf


    LG


    Jenat

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Huhu Julia!

    Das liest sich ja prima. Und Du wirst die für Dich richtige Entscheidung treffen.


    Urlaub nach einer OP? Wie wäre es mit einer Krankmeldung? Krank sein ist kein Urlaub.


    Liebe Grüße

    Sabine

  • Hi, Jenat!

    Ich bemühe mich, immer sorgfältig zu arbeiten. Meine Eltern sind auch beide gelernte Journalisten und lesen die Tageszeitung, bei der ich bin. Die merken das sofort, wenn da was schlampig war. :D


    Das mit dem Termin in der Anästhesieabteilung ist eine tolle Idee. Danke dafür! Werde ich am Montag in Angriff nehmen!


    Hi, Sabine!

    Da hast du mich ertappt. Ich kriege bei Krankmeldungen immer ein schlechtes Gewissen. Das ist eine Eigenart von mir, an der ich arbeite. *schäm*


    Vielen Dank euch beiden!

    LG

    Julia

  • Sonst gäbe es von mir als gelernter Buchhändlerin einen kleinen Wink >:).

    Du wirst das schon alles toll machen. Du hast das nicht umsonst gewählt :oD;o).


    Jenat und Sabine haben dir weiter helfen können... siehste wohl =)

    Bei AU bin ich wie du, da brauche ich auch so 'nen "Tritt"... wie von Sabine :thumbup::oD

    Minerva


    "Die Dinge, die mich anders machen,
    sind die Dinge, die mich ausmachen."
    A. A. Milne

  • Ich brauche bei AU auch immer einen Tritt, bei der Nachfrage: darf es etwas mehr sein? Ja, muss, sonst wirkt das nicht. Selbst auf die Pause achten ist ein lebenslanger Lernprozess.

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Hallo Julia!

    Hi, Sabine!

    Da hast du mich ertappt. Ich kriege bei Krankmeldungen immer ein schlechtes Gewissen. Das ist eine Eigenart von mir, an der ich arbeite. *schäm*

    Wieso denn?


    Hättest Du Dir jetzt einen Fingernagel abgebrochen und somit nicht wirklich einen Grund für eine AU, würde ich das verstehen.


    Aber eine OP ist eine OP und eine gesundheitliche Beeinträchtigung, die einen dann eben arbeitsunfähig macht.

    Urlaub ist zur Erholung da.... und zwar Erholung vom Arbeitsleben und nicht zur Erholung nach einer OP!


    Also, nimm Dir nach der OP eine AU ;o) .


    Liebe Grüße

    Sabine