Neue Aspekte in meiner Glaukomgeschichte

  • Hallo zusammen!

    Ich war am Donnerstag bei meinem Hausarzt wegen der entzündeten Stelle. Er hat mir Blut abgenommen und testet auf Borreliose. Am Montag habe ich einen Termin zur Besprechung.

    Außerdem salbe ich weiter mit einer (nun anderen) cortisonhaltigen Salbe. Mein Arzt schaut sich die Stelle dann am Montag noch einmal an und überlegt, wie es weiter geht (evtl. Öffnung mit einem kleinen Schnitt?).

    Wir werden sehen...

    Euch noch ein möglichst schönes Wochenende

    Mandy

  • Update?


    Sehr sehr wichtig.


    Streptokokken ginge auch.


    Borreliose wäre echt Mist

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Hallo!

    Am Montag war ich beim Hausarzt. Er hat mir nun eine Überweisung für meinen Hautarzt gegeben. Der Termin dort ist Anfang September.

    Ich hatte wohl leichten Kontakt mit Borrelien, das war durch vorhandene Antikörper nachweisbar. Aber wann das war, weiß ich nicht. Ich hatte auch schon vor Jahren mal eine Stelle, die borrelioseverdächtig war. Wegen dieser hatte ich damals Antibiotika genommen. Und zu Anfang des Urlaubes hatte ich ja auch eine entzündete Stelle am Fuß, wegen der ich Antibiotika genommen hatte.

    Ich weiß nicht, inwiefern diese Borrelien nun in meinem Körper herumzaubern? Dass das nicht so prickelnd ist, weiß ich...

    Schade, da habe ich nun schneeweiße Beine, weil ich meine mich mit langer Kleidung gut zu schützen, und doch hat es mich gezwickt...

    Ich weiß nun nicht, wie weit ich dieses Thema ausweiten sollte; mit Glaukom hat das ja nicht so viel zu tun. Es sei denn, Borrelien wirken sich darauf auch negativ aus...

    Liebe Grüße

    Mandy

  • Hallo Mandy,


    Unbedingt behandeln. Der Sch… ist gehirngängig. Ich bekam davon Nebelsehen!


    Dranbleiben!


    Es erfordert Intervallantibiose. Sie können sich vorübergehend verstecken

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Hallo zusammen!

    Gleich habe ich wieder mal eine Kontrolle bei meiner Haus-AÄ. Ich bin gespannt. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich die Gesichtsfeldeinschränkung links mehr spüre als früher. Aber das ist ja nur ein Gefühl. Da sieht es eh schon seit langem recht mau aus...

    Ende Oktober habe ich wieder einen Termin in der Augenklinik. Da wird ja dann wieder das Gesichtsfeld gemessen...

    Ich hoffe, der Druck ist wieder auf schönem niedrigen Level. Wir werden sehen.

    Ich werde berichten.

    Liebe Grüße

    Mandy

  • Hallo Mandy, bei sehr fortgescrittenm Glaukom kann die Gesichtsfelduntersuchung auch eine falsche Stabilität vortäuschen, jedenfalls dann, wenn man nur die Veränderungen des MD Wertes beurteilt.

    In den fliessen ja alle Messwerte ein, es ist ein Mittelwert. Wenn schon sehr viele Punkte schwarz sind, bleiben diese immer stabil. Veränderungen in den wenigen guten Bereichen schlagen dann gar nicht auf den Mittelwert durch. Dieser verändert sich dann nicht mehr. .Man müsste dann gezielt nach Veränderungen in den noch guten Bereichen suchen.

    Moderne Geräte können auch direkt anzeigen, an welchen Stellen sich im Vergleich zur letzten Untersuchung eine Veränderung ergeben hat. Meine Praxis hat so eins.

    Wenn Du das Gefühl hast, dass Dein Gesichtsfeld oder überhaupt Dein Sehen schlechter wird, solltest Du das ansprechen. Gruß Malve

  • Liebe Malve!

    Danke für den Tipp!

    Die Untersuchung verlief sehr gut.

    Per Lufttonometer hatte ich einen Augeninnendruck von rechts = 13 und links =11. =)

    Weil die Werte schon mit dem Lufttono so gut waren, hat meine Augenärztin auf die händische Messung verzichtet. Sie ist der Meinung, dass das in so einem Fall eine unnötige Reizung mit den Tropfen und der mechanischen Berührung ist. Ist der Wert kritisch, dann misst sie immer händisch nach.

    Der Visus war beidseits bei 60%, das ist für mich im Rahmen. Mehr geht da wohl im Moment nicht.

    Ansonsten war alles reizfrei und gut befeuchtet (ich nehme jetzt iimmer 3x täglich Corneregel edo zusätzlich).

    Wir haben heute keine gesonderte Gesichtsfeldmessung vorgenommen, weil ich in ca. einem Monat eh einen großen Kontrolltermin in der Uniklinik habe. Da werde ich es auf jeden Fall noch einmal ansprechen.

    Lobend hatte die Augenärztin erwähnt, dass sie mich aktiv mit dem Fahrrad in der Stadt hat fahren sehen. Sie betont, dass es gut ist, trotz der Erkrankung, die man hat, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern aktiv zu bleiben, so, wie es einem gut tut und einem möglich ist. Das würde auch den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.

    Es sollten dabei aber nicht solche Dinge wie Tauchen oder schnelles Auf- und Abbewegen des Kopfes o.ä. sein (bei mir jetzt auch wegen der angeschlagenen Netzhaut).

    Viele Grüße

    Mandy

    Einmal editiert, zuletzt von Mandy (18. September 2025 um 14:44)

  • Es sollten dabei aber nicht solche Dinge wie Tauchen oder schnelles Auf- und Abbewegen des Kopfes o.ä. sein

    Ich hoffe mal, dass man noch schnorcheln darf. Das habe ich in den letzten Jahren im Urlaub häufiger gemacht.

    Gratuliere dir zu deinen guten Werten beim AID. Die könnte ich auch gebrauchen. Allerdings ist der Richtwert bei mir ja 15.

    Einmal editiert, zuletzt von sunday (18. September 2025 um 15:48)

  • Mandy Bei mir ist es leider so, dass die starken Verschlechterungen meines Gesichtsfeldes rechts bei den Untersuchungen gar nicht festgestellt werden. Da sieht immer alles stabil aus. Es ist aber so, dass ich seit etwa eineinhalb Jahren große Bereiche habe, in denen zwar noch etwas Licht durchkommt, ich aber eigentlich nichts oder kaum etwas sehe, etwa wie durch ein extrem fettverschmiertes Brillenglas oder eine Milchglasscheibe. Bei solchen Türen und Fenstern sieht man ja auch, ob Licht brennt, aber man kann nicht durchsehen.

    Leider konnte ich das in der Augenklinik wohl auch nicht ausreichend vermitteln, denn es wurde nicht groß darauf eingegangen. Die momentanen Ärzte dort scheinen ihren Beruf nicht mit dem größten Enthusiasmus auszuführen, da hatte ich schon bessere.

    sunday Ich hoffe auch, dass Schnorcheln erlaubt ist. Müsste eigentlich, denn da herrscht ja kein Druck durch das Wasser wie beim Tauchen.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Lieber sundy, liebe DieDa!

    Ich denke auch, dass es eher um das tiefere Tauchen geht. Ich habe auch gerne mal den Kopf unter Wasser, wenn ich schwimmen gehe.

    sunday: Bei mir ist der Richtwert ebenfalls bei 15. Deswegen bin ich auch erleichtert.

    DieDa: Das ist ja schade, dass man in der Augenklinik bei dir nicht so richtig auf deine Probleme mit dem Gesichtsfeld eingegangen ist. Ich hoffe, du erwischst doch mal wieder Ärzte oder Ärztinnen mit größerem Enthusiasmus - und ich auch bei meinem nächsten Termin in der Augenklinik...

    Mich wundert es, dass das Voranschreiten des Gesichtsfeldausfalls nicht festgestellt werden kann / festgestellt wird.

    Dann bin ich gespannt, was bei mir dann messen werden...

    Euch noch eine guten Wochen-Endspurt

    Viele Grüße

    Mandy

  • Huhu Mandy!

    Per Lufttonometer hatte ich einen Augeninnendruck von rechts = 13 und links =11. =)

    Super, ein Grund zum hüpfen :hops::hops::hops:.

    Das sind wirklich gute Werte!

    Lobend hatte die Augenärztin erwähnt, dass sie mich aktiv mit dem Fahrrad in der Stadt hat fahren sehen. Sie betont, dass es gut ist, trotz der Erkrankung, die man hat, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern aktiv zu bleiben, so, wie es einem gut tut und einem möglich ist. Das würde auch den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.

    So ein Lob nimmt man doch auch mal mit :freuen_:.

    Für den nächsten Termin drück ich schon mal die Daumen! :girlshuepfend:


    LG
    Sabine

  • Hallo zusammen!

    Am Montag ist es soweit - dann habe ich wieder einen Termin in der Augenklinik.

    Das mit dem gefühlt kleiner gewordenen Gesichtsfeld auf dem linken Auge werde ich ansprechen.

    Nun beginnt wieder die dunkle Jahreszeit... -Aber irgendwie werde ich/werden wir, die im Dunkeln schlecht sehen können, dass hoffentlich auch wieder überstehen.

    Allen, die davon betroffen sind, wünsche ich Zuversicht.

    Letztens war in unserer Stadt ein Informationsstand des Blinden- und Sehbehindertenvereines in unserem Kreis. Als ich dort von meiner Schwierigkeit des Sehens im Dunklen berichtete, hat mir ein Betroffener tatsächlich dazu geraten, schon jetzt ein Training mit dem Blindenstock für das Zurechtkommen im Dunkeln zu machen (eine sogenannte Schulung in Orientierung & Mobilität, abgekürzt O&M). Ich hatte gesagt: "Nein, soweit bin ich noch nicht". Der Betroffene meinte darauf hin, es sei besser, früher als später damit zu beginnen. Ich glaube, ich bin noch nicht soweit, aber nachdenklich hat es mich schon gestimmt...

    Liebe Grüße

    Mandy

  • Hallo Mandy,

    alles Gute wünsche ich Dir für deinen Termin in der Klinik!

    Was dieses Blindenstocktraining betrifft, bin ich auch der Meinung, dass man sich dafür bereit fühlen sollte. Der Rat, 'möglichst früh' damit anzufangen, scheint mir in dem speziellen Fall doch merkwürdig.

    Liebe Grüße und gedrückte Daumen

    Chanceline

  • schon jetzt ein Training mit dem Blindenstock für das Zurechtkommen im Dunkeln zu machen (eine sogenannte Schulung in Orientierung & Mobilität, abgekürzt O&M)

    Hallo Mandy,

    nach dem ich die letzten Jahre immer wieder Stürze hatte und in der dunklen Jahreszeit kaum herausgegangen war, hatte ich mich nach langer Überlegung und Wartezeit dazu dann entschlossen. Bisher habe ich es nicht bereut. Es ist eine zusätzliche Option, die ich in meiner Tasche dabei habe und bei Bedarf jederzeit auspacken kann.

    Auch ist es ein großer Unterschied zu meiner hellen Lampe, mit der ich aber nur einen Teil des Bodens vor meinen Füßen erkennen konnte. Jetzt habe ich die Augen und mein verbleibendes Sehvermögen frei, um nach Ampeln, Autos oder Menschen zu schauen und der Stock übernimmt die Aufgabe, dass ich nicht über Roller, Fahrräder, Bürgersteige usw. falle.

    Ich bin häufig noch etwas unsicher, weil ich nicht so viel Aufmerksamkeit mag und mich damit schon irgendwie angestarrt fühle. Auf der anderen Seite, wenn ich es denn nutze, habe ich weniger Nackenprobleme und sehe beim Spaziergang mal wieder etwas mehr als nur den Bürgersteig vor mir.

    Das wird jetzt der erste Winter mit dieser neuen Möglichkeit und ich hoffe, dass ich mich dadurch daran gewöhne und mir einfach egal wird, ob und was Menschen über mich denken.

    LG Mango

  • Hey Mandy der Blinden- und Sehbehindertenverband wollte mich auch dazu überreden. Er kann dafür Gelder bei der Krankenkasse in Rechnung stellen. Du selber musst nichts zahlen.

    Auch mir wurde ebenfalls über das BFW ein Langstocktraining empfohlen, wie auch eine einjährige Schulung. Meiner Meinung nach war beides um Geld zu erwirtschaften - ich hatte nämlich einen Job in welchem mit die Brailleschrift null gebracht hätte. Meine Techniker konnten die nämlich nicht lesen ;)

    Für mich scheide ich derzeit den Langstock aus weil ich beim Sturz meine Hände frei haben möchte. Deshalb habe ich auch eine Bauchtasche und keine Handtasche oder ähnliches die Hände sind also frei um mich abzugangen.

    Davon mal abgesehen: mein Haus ist uralt und jedes Zimmer ist mit einem Höhenunterschied verbunden. Der Weg aus dem abgelegenen Haus geht über Kiessteine. Wo es passt ist es sicherlich gut und sicher ist es einfach mit Restsichtvermögen den Langstock zu lernen, aber mal passt es und mal nicht.

    Meine Hauptprobleme, Äste von oben und Treppenstufen die ich nicht sehe werden durch den Langstock nicht wesentlich verbessert, so empfinde ich es. Mit ist an der Treppe das Geländer lieber als ein Langstock.

    Gruß von Katzenstube

    2 x Duokopt - 1 x Monoprost - 3 x Clonid Opthal Sine 1/8

    2 Mal editiert, zuletzt von Katzenstube (27. Oktober 2025 um 10:17)

  • Hallo zusammen,

    genau das war gemeint: ob man mit dem Blindenstocktraining beginnt oder nicht, ist, wie die beiden letzten Beiträge zeigen, eine ganz individuelle Entscheidung, die so oder so zu treffen, jedem freisteht!

    Die Aussage - man solle damit besser früher als später beginnen, macht für mich keinen Sinn; Erst Recht nicht von einem Mitglied des Blinden- und Sehbehindertenverbandes, das in offizieller Mission unterwegs ist. Auch da tut man offenbar gut daran, die Frage cui bono in seine Entscheidung einzubeziehen.

    Damit mich bitte keiner falsch versteht: ich habe allen Respekt für Leute, die sich - auch schon in sehr jungen Jahren - durch Blindenstocktraining oder andere Maßnahmen auf eine Verschlechterung ihres Sehvermögens oder gar die Erblindung einzustellen versuchen. Aber wie Mandy oben sagte: man sollte dafür bereit sein und nicht überredet werden....

    LG

    Chanceline

    Einmal editiert, zuletzt von Chanceline (27. Oktober 2025 um 14:47)

  • Genau wie Chanceline schreibt: Es muss die Zeit gekommen sein für einen solchen "Gamechanger".

    Ich persönlich habe mit einem solchen Tip(p) spätestens dann ein Problem wenn ich mitbekomme dass derjenige, der die Empfehlung ausspricht dieses stellvertretend für eine Institution macht, die daran verdient.

    Ich bin oft in Würzburg - stationär wie ambulant - und mit einigen Ärzten doch recht nahe bekannt, dafür dass ich nur eine ganz normale Patientin bin. Zwischen den dortigen Ärzten und mir herrscht eine zuweilen erschreckende Offenheit. Sollte der Stock angesagt sein, dann wäre mir das gesagt worden! Ganz deutlich!

    Gerade als die Diagnose neu war, der Schock noch groß und ich die ersten Male stationär in der Uni war haben die Ärzte versucht Vergangenheit und Zukunft "aufzudröseln". Der Punkt wäre gekommen, wäre er für diese Fachmenschen sichtbar.

    Ein Langstock ist für viele eine große Hilfe, das stelle ich nicht in Frage! Wichtig ist aber auch wer sich wo und wie bewegt. Ich habe viele Jahre Vollkontakt-Kampfsport gemacht. Dieser Stock (mit dem ich sehr wohl auch als Waffe umgehen könnte ;) wäre für mich persönlich hinderlich, wie schon oben geschrieben.

    Hört auf Euer Gefühl, besorgt Euch vielleicht eine günstige Variante (mit dem Hausaugenarzt sprechen, der verschreibt eventuell einen Langstock und sich selber ein Bild machen).

    Was ich aber habe ist tatsächlich ein Butten mit den drei schwarzen Punkten. Mir sieht man die Sehbehinderung nicht an. An Konzerten der größeren Art stürmen alle durch die Gegend, mit meinem Button bin ich da von weitem erkennbar und das scheint mir etwas zu helfen, es wird immer der Abstand um mich herum gewahrt. Bei den CoronaImpfungen in Festhallen durch die Bundeswehr war es sehr hilfreich weil die Bundeswehrleute durch die Gegend gesprintet sind und ich nicht hinterher sprinten konnte - die Jungs und Mädels haben ja keine Glaskugel die ihnen sagt, "Achtung, da ist eine im Blindflug unterwegs."

    Gruß von Katzenstube

    2 x Duokopt - 1 x Monoprost - 3 x Clonid Opthal Sine 1/8

    3 Mal editiert, zuletzt von Katzenstube (27. Oktober 2025 um 14:52)

  • besorgt Euch vielleicht eine günstige Variante (mit dem Hausaugenarzt sprechen, der verschreibt eventuell einen Langstock

    Ich glaube, ich ergänze hier mal ein zwei Sätze wie das bei mir abgelaufen ist:

    Man braucht so oder so ein Rezept vom Hausaugenarzt. Vorher sollte man sich in den meisten Gegenden allerdings schon einen sogenannten Rehalehrer für Orientierung und Mobilität gesucht haben. Die Wartelisten sind je nach Region bis zu mehreren Jahren lang. Nach der Wartezeit und mit Rezept und Kostenvoranschlag vom Rehalehrer wird dann bei der Krankenkasse Langstock und Training beantragt.

    Man bekommt den ersten Stock nicht ohne so ein Training für Orientierung und Mobilität und man bekommt ihn vom Rehalehrer. Der muss ja auch zu den Bedarfen und der Körpergröße bzw. Schrittlänge passen. Und die Ergonomie und Handhabung muss stimmen. Man möchte sich ja auch nicht Schultern und Handgelenk kaputt machen.

    Wann man den Stock und die Fähigkeiten, die man lernt, dann nutzt, ist einem selbst überlassen. z.B. ist es ja ein Unterschied, ob ich über einen bekannten Weg oder durch ein bekanntes Haus gehe, oder irgendwo zum ersten Mal bin. Ob ich eine stark befahrene Straße überqueren muss oder nicht und wie die Lichtverhältnisse sind.

    Ich habe einen Teil des Trainings schon hinter mir und noch etwas Training vor mir.

    Bisher hat mich überrascht, wie viel ich gelernt habe, nicht nur im Umgang mit dem Stock, sondern auch an allgemeinen Handlungsweisen und Tipps für den Alltag z.B. für Treppen oder Straßenübergänge.

    Ich fühle mich nun, ob mit ausgepacktem oder eingepacktem Stock deutlich sicherer als Fußgänger unterwegs zu sein.

    Wenn man stürzt, sollte man den Stock nie festhalten, der wird auch nicht am Handgelenk fixiert oder ähnliches.

    LG Mango

  • Danke für deinen interessanten Bericht MangoMambo :thumbup:

    Wie war dein Sehen, als du mit dem Langstocktraining begonnen bzw. den Antrag gestellt hast?

    Auch mir wurde von einem nahezu Blinden vor vielen Jahren dazu geraten. Zum Glück konnte mein Gesichtsfeld nun aber lange erhalten bleiben, deshalb stand die Überlegung für mich nicht im Raum. Aber sollte es rechts noch weiter schwinden, komme ich mit diesem Viertel links unten nicht alleine zurecht. Da könnte ich dann sehr gut Hilfe und Training gebrauchen.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

    Einmal editiert, zuletzt von DieDa (27. Oktober 2025 um 16:54)

  • Wie war dein Sehen, als du mit dem Langstocktraining begonnen bzw. den Antrag gestellt hast?

    Gerne. Ich finde das immer sehr schwer zu beantworten. Also, ich habe Gesichtsfeldeinschränkungen. Wie viel Grad genau ich noch habe, weiß ich nicht, hab ich noch nie konkret erfragt, nach den letzten Ausdrucken schätze ich das so irgendwo zwischen 20 und 30 Grad.

    Hauptsächlicher Grund für mein Langstocktraining war Dämmerung und Dunkelheit und ggf. auch Blendung. Wo ich bei guten Lichtverhältnissen ohne Probleme zurechtkomme, wird es bei Dämmerung dann schon gefährlich.

    Bei mir ist das Kontrastsehen deutlich eingeschränkt. Im 30-2 FDT-Schwellenwerttest lag meine mittlere Defekttiefe zwischen -14 und -15 dB. Dieser Test misst, wie empfindlich das Gesichtsfeld auf Lichtkontraste reagiert. Mein Wert im Bailey-Lovie-Chart (LCS), der das Kontrastsehen im zentralen Bereich prüft, lag bei 5.

    LG Mango

  • Das Kontrastsehen wird mit einem anderen Test überprüft, nicht beim Gesichtsfeld?

    Ich habe ja nur noch einen kleinen Gesichtsfeldrest rechts (laut Test ist noch ein Viertel vorhanden, real deutlich weniger) und ein knappes Drittel links. Nachts sehe ich so gut wie nichts, da habe ich große Probleme und kann mich kaum alleine auf die Straße wagen. Und die Blendung ist auch extrem, deshalb brauche ich z.B. bei Sonne eher eine Sonnenbrille als andere und nutze gern eine Schirmmütze.

    Die Kontraste lassen in letzter Zeit auch deutlich nach. Ich habe aber den Eindruck, dass solche Probleme bei den Gesichtsfeldtests nicht erkannt werden.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Nachts sehe ich so gut wie nichts, da habe ich große Probleme und kann mich kaum alleine auf die Straße wagen. Und die Blendung ist auch extrem, deshalb brauche ich z.B. bei Sonne eher eine Sonnenbrille als andere und nutze gern eine Schirmmütze.

    Ja, so geht es mir auch. Genau deshalb wollte ich das Training. Ich kann jetzt abends noch einkaufen gehen oder mit Freunden ins Restaurant z.B. ohne dass es eben ein Wagnis ist. Oder fühle mich auf dem Heimweg vom Büro aus sicher.

    Ich habe mich die letzten Jahre in Dämmerung und Dunkelheit quasi gar nicht mehr alleine rausgetraut und die dunkle Jahreszeit fast komplett zu Hause verbracht. Das ist eine ganz neue Freiheit jetzt für mich.

    Das Kontrastsehen wird mit einem anderen Test überprüft, nicht beim Gesichtsfeld?

    Es gibt extra Tests für Kontrastsehen und auch für Dämmerungssehen. Manches kann man natürlich an der Gesichtsfeldmessung auch ableiten.