Karpaltunnelsyndrom

  • Hallo,


    kürzlich mit der Diagnose konfrontiert, werde ich wohl eine kleine Hand-OP machen lassen müssen.


    Gibt es persönliche Erfahrungen dazu? Es soll Routine sein, ein Vorgespräch habe ich ergattert.


    LG


    Tee

  • Hallo Tee,
    ja, mittlerweile ist es Routine. Ich hatte vor etwa 20 Jahren an beiden Händen eine solche OP. Endoskopisch - die Methode war damals noch neu.
    Was möchtest du konkret wissen?
    Grüße
    Andrea

  • Hallo Andrea,


    vermutlich habe ich nach dem Aufklärungsgespräch beim Facharzt nächste Woche mehr Klarheit zur Verfahrensweise. Endoskopisch wäre mir auch lieber. :zwinkern:


    Mich interessiert, wie lange ich die Hand nach dem Eingriff völlig schonen muss. Einarmiges Tropfen kann ich mir so gar nicht vorstellen. Vielleicht warst du zu dem Zeitpunkt deiner OP noch ohne Bedarf zu tropfen?


    Natürlich frage ich auch nach der Narkose, der Substanz, die passen sollte für die gegebene Augendiagnose.


    Kannst du dich noch an das Ausmaß der Schmerzhaftigkeit an der OP-Narbe erinnern, wie lang es dauerte, wie viel Zeit verging, bis die Hand wieder voll belastbar war?


    Aus meiner früheren Ischialgie schließend, dauern Vorgänge mit Nervenbeteiligung wohl recht lange; ebenfalls kenne ich jemanden, bei dem die Missempfindungen nach einer OP am schnellenden Finger länger zu spüren waren.


    Obwohl der Neurologe die andere, linke Hand als gesund einstufte nach den physikalischen Messungen, merke ich, dass sie als Kollege folgen wird. Die Symptome sind morgens beim Erwachen nur viel schwächer. Ich werde acht Wochen nach dem Eingriff eine Kontrollmessung haben.


    Sicher hattest du von einer zur anderen Hand-OP einen zeitlichen Abstand? Wie lang hattest du etwa mit deinen Symptomen zu tun bis zur OP?


    LG


    Tee

  • Hallo Tee,


    völlige Schonung war glaube ich nur ein paar Tage nötig Durch den endoskopischen Eingriff heilte alles sehr schnell. Die Schmerzen hielten sich nach meiner Erinnerung auch sehr in Grenzen. Tropfen brauch(t)e ich nicht, aber zwei Kinder (11 u. 8 J. ) waren zu versorgen ;-)


    Ich kann mich leider nicht mehr daran erinnern, wann die Hände wieder "voll" belastbar waren. Nach der 1. OP (1995) hatte ich 4 Wochen und nach der 2. (1996) nur 3 Wochen eine AU, das weiß ich noch. Fakt war aber damals, dass es bei einem Schnitt, also nicht endoskopisch fast die doppelte Zeit hätte dauern können. Ich arbeite(te) in einem Schulbetrieb in der Verwaltung.... also leichte Tätigkeiten mit den Händen ;-) Das ging nach 3 Wochen ganz gut.


    Bei diesem Eingriff wird ja nur der Nervkanal gespalten, damit der Nerv nicht mehr eingeengt werden kann..... so hatte man es mir damals erklärt. Es erfolgt also eine Entlastung des Nerven statt Belastung. Die Aussage, dass Vorgänge mit Nervenbeteiligung wohl recht lange dauern passt m. E. hier nicht.


    Zitat

    . Wie lang hattest du etwa mit deinen Symptomen zu tun bis zur OP?


    Es hatte schleichend angefangen, bestimmt 1-2 Jahre vorher. Zuletzt konnte ich nicht mehr schlafen vor Schmerzen. Die 2. Hand war nicht so stark belastet, erst 1 Jahr später ging da dann auch nichts mehr.


    Das ist aber wie gesagt 20 Jahre her, bis heute kann sich einiges geändert haben was Methode und anschl. Heilung angeht


    Grüße
    Andrea


    NACHTRAG: Ich hatte beide Male nur eine örtliche Betäubung. Der kmpl. Arm wurde mit einer Spritze im Achselbereich betäubt.

  • Hallo Andrea,


    vielen Dank für deine schnelle und umfassende Schilderung. :blume:


    Es kann sich wirklich nach 20 Jahren einiges geändert - hoffentlich verbessert - haben. Von einer örtlichen Betäubung gehe ich auch aus.
    Da ich es nicht so weit kommen lassen will, dass mein Schlaf leidet, möchte ich diese weitere Baustelle möglichst rasch erledigen. :rolleyes:


    LG


    Tee

  • Hallo nochmal,


    zwar steht bei onmeda zu den AT Betoptima ausdrücklich in den Gegenanzeigen...nicht bei
    "...gleichzeitiger Anwendung von Narkosemitteln (Narkotika) oder Medikamenten zur Muskelentspannung Muskelrelaxanzien)."


    und folgend dort bei den Warnhinweisen:
    "Bei einer Operation sollte das Medikament 48 Stunden zuvor abgesetzt werden."


    Dennoch seien von HAA-Seite diese AT nicht abzusetzen.
    Morgen soll ich den OP-Termin telefonisch bestätigen und bitte vorab um Information des Anästhesisten dazu. :S


    Und morgen in einer Woche wird operiert, doch der Chirurg mit gutem Ruf will es übersichtlich, geht nicht endoskopisch vor.


    Hoffentlich komme ich gut durch - nur mit Absetzen von Ginkgo (Blut verdünnend) wie schon bei der Koloskopie-Sedierung. :huh:


    LG


    Tee

  • Hallo Tee!


    Alles, was das Blut in irgend einer Art und Weise verdünnt, muss abgesetzt werden. Das ist klar.
    Ginkgo, Aspirin etc. ... sowas.


    Der Anästhesist muss informiert werden. Das hast Du getan und schlussendlich muss er ja dann mit Dir zusammen
    entscheiden.


    Wie ist es gelaufen?



    Viele Grüße


    Sabine

  • Hallo Sabine,


    wegen des zu kleinen Zeitfensters bis zum Gespräch mit der Anästhesistin 22 Stunden vor der OP hatte ich es heute telefonisch bestätigt bekommen, dass es für sie in Ordnung sei, wenn ich am Vorabend diese AT noch anwende.


    In aller Frühe wird operiert, danach werde ich zwei Nächte stationär verbringen.
    Somit werde ich umgehend pflegerische Hilfe erhalten beim weiteren Tropfen, denke ich.


    Auf die Ginkgokapseln verzichte ich sicherheitshalber ab heute. ;)


    LG


    Tee

  • Hallo Tee,


    ich habe zwar kein NDG, aber auch bei mir bzw. meinem Glaukom ist es wichtig, dass der Blutdruck bei einer Narkose nicht zu hoch oder zu niedrig geht. Ich hab auch gut daher reden, weil meine Vollnarkosen (Propofol und ein "pam") immer wegen Augen waren und entsprechend der Narkotisör weiß, worum es geht.


    Aber nach mittlerweile um ca. 15+ dieser Narkosen, mal weniger oder auch mehr "tief", haben meine Sehnerven keinen Schaden davon bekommen.

  • Hallo Silli,


    das lässt hoffen. :blume: 
    Über die Substanz, die den Arm betäubt, werde ich vorher informiert werden.


    Zur Hilfe beim Duschen gibt es mit Gips oder Verband wasserdichte Überzüge für den Unterarm - bei den vorhergesagten Sommertemperaturen :sunshine: kann das ganz praktisch sein.


    Auch meine Frio-Tasche nehme ich mit, um alle Medikamente kühl zu halten.


    LG


    Tee

  • Dank meines Orthopäden ist die Stecknadel im Heuhaufen gefunden - vielleicht.

    Jedenfalls habe ich einen Termin zum Vorgespräch.


    Nach einer offenen OP der rechten Hand vor knapp einem Jahr mit langwieriger schmerzhafter Problematik des Gewebes unterhalb der kaum sichtbaren Narbe, versuche ich im Herbst die ebenso betroffene linke Hand nur minimal-invasiv operieren zu lassen. Das ist selten geworden.


    Wenn jemand (auch allgemeine) Erfahrungen hat mit dem Clemens-Hospital in Münster, bitte gern berichten.


    LG


    Tee

  • Ist das Orthopädie? Sorry, dass ich so doof frage, ich habe neben Augen nix :grinsgrün:


    Was ich dir rein subjektiv, ohne Gewähr, aus Erzählungen, schreiben kann, dass ich auch für Orthopädie ins Franziskus in Münster gehen würde. Die sollen da ziemlich gut sein. Das ganze KH ist mit seinen Abteilungen ziemlich gut.


    Mein jüngster Neffe wurde dort operiert auf der Kinder-Chirurgie-Orthopädie wegen Knie und auch später wegen Hoden zu hoch. Super gelaufen. Gerade die Kinder-Chirurgie hat aber auch einen sehr guten Ruf.


    In meiner Umschulung damals war eine junge Frau mit diversen Rückenproblemen. Die Bandscheiben/Wirbelsäule wurde im Clemens versteift, sie hatte damals sogar einen Termin beim Fachmann im Franziskus, sich dann aber doch für die Versteifung entschieden. Und bereut.


    Liest sich wie die Bild-Zeitung :grinsgrün:

  • In meiner Umschulung damals war eine junge Frau mit diversen Rückenproblemen. Die Bandscheiben/Wirbelsäule wurde im Clemens versteift, sie hatte damals sogar einen Termin beim Fachmann im Franziskus, sich dann aber doch für die Versteifung entschieden. Und bereut.


    Ich war so frei meine besagte Bekannte einfach mal zu fragen :zwinkern: Münsteranerin mit entsprechendem Freundeskreis. War hoffentlich in deinem Sinne, ihre Antwort darf ich zitieren:


    Zitat


    Also ich denke das Franziskus ist die bessere Wahl da zwei meiner Freundinnen auch am Handgelenk operiert wurden und es gut gelungen ist

  • Hallo Silli,


    vielen Dank fürs Nachfragen und die Einschätzung.:blume:


    Ich werde berichten wie es dann wird im (frühestens) Herbst. Das schiebe ich, denn ich bin in der Sache kein dringender Fall,

    schlafen mit der Handgelenk-Schiene geht noch gut.


    LG


    Tee

  • So - jetzt kann ein Haken dran: Dieser Berg ist seit vorgestern geschafft, ich tippe einhändig.:winkmitbeinen:


    Heute kann ich schon auf Diclofenac verzichten, das ich zum Wochenende hin bekam von der Fachklinik für Orthopädie, Abt. Ambulante OP und Sporttraumatologie. Bis nach Gummersbach - dort wäre es noch (selten geworden) endoskopisch möglich - wollte ich nicht.


    Gebeutelter Nervus meridianus stellte sich bei offener Sicht als sanduhrförmig verändert dar. Urgs!

    Narkose fand nur durch lokales Einspritzen statt, d.h. nur Operat. und eine OP-Schwester zugegen, d.h. zum OP-Tisch und runter davon war ich auf eigenen Beinen unterwegs.


    Versichert wurde mir, dass die gespritzte Substanz ohne Adrenalin nicht deklariert sei als bei Glaukom kontraindiziert.

    Blutdruck wurde nicht kontrolliert.


    Ab und an eine leichte Finger-gegen-Daumen-drücken-Übung geht gut trotz Gipsschiene. Kleinerer Verband folgt Montag.

    A!le Fachkräfte erlebte ich als aufmerksam und zugewandt. Top!:thumbup:


    LG


    Tee




  • Hallo Tee!

    Das liest sich ja so erstmal gut. Da wünsche ich Dir gute Besserung und dass da alles gut verheilt und

    der Nerv sich auch erholt!


    Liebe Grüße

    Sabine

  • Mein Cousin hatte vor ein paar Tagen auch diese OP. Es ist gut verlaufen, aber sie hat länger gedauert als an der anderen Hand. Bei der ist wieder alles in Ordnung.


    Gute Besserung wünsche ich auch!

  • Auch von mir gute Besserung!


    Ja wenn man so was (erfolgreich) hinter sich gebracht hat ist das doch eine ganz schöne Erleichterung, gerade auch wenn man als Glaukompatient noch auf so viel mehr achten muss wegen Narkose ect... umso besser, dass nun alles überstanden ist :girls:

  • Oh, danke auch euch beiden!


    sunday : Alles Gute für den Leidensgenossen, deinen Cousin, der ebenfalls die nachfolgende Linke (vermutlich?) operiert bekam. Jetzt braucht es den Geduldsopi.:opi:


    Sternchen75 : Du hast völlig richtig erkannt, dass die Erleichterung danach wegen der weiteren Aspekte enorm ist.:happy::blume: