Somatisierungsstörung und Glaukom

  • (Ich bin hier gerade am Verzweifeln, weil ich gerade auf "Zurücksetzen" statt "Absenden" gedrückt habe ... bin nicht sehr belastbar momentan ...)


    Moin!


    Ich habe mich unheimlich lange nicht mehr blicken lassen, und ich glaube, das ist überhaupt das erste Mal, dass ich überhaupt in diesem Bereich des Forums schreibe, weil ich zwar schon immer mit meiner Psyche zu kämpfen hatte (Angst- und Panikstörung), aber sich das bisher noch nie auf meine Gesundheit - oder auf meine Augen - ausgewirkt hatte.
    Nun habe ich aber einen dreimonatigen Psychiatrieaufenthalt hinter mir, bei dem mir diagnostiziert wurde, dass ich eine Somatisierungsstörung habe, was bedeutet, dass sich gewisse Ängste, Sorgen, oder Stress in hochpoetischer Weise als körperliche Symptome auswirken. Zunächst beschränkte sich das auf starke Schmerzen, aber nach einer Weile, als die etwas nachließen, bekam ich dauernd "Warnzeichen", dass mein Sehen sich verschlechtert oder es Netzhautprobleme gibt.
    Ich wurde daher - und weil meine Antidepressiva bei Engwinkelglaukom kontraindiziert sind - zur Augenklinik gekarrt, wo man tatsächlich Löcher in der Netzhaut des gesunden Auges fand. Zunächst war ich sehr erleichter, dass ich meinem Körper noch insofern vertrauen kann, dass ich ernste von eingebildeten Symptomen unterscheiden könnte.
    Das war leider ein Irrtum, denn die Sehstörungen und "Warnzeichen" halten weiter an.


    Kennt das vielleicht irgendwer?
    Ach ja! Momentan tropfe ich gar nicht. Auch ohne war der Druck in den letzten Monaten okay.


    Das war es erstmal auch schon wieder von mir.


    LG
    Julia

  • Hallo EvilTwin


    habe dein Bericht mit Interesse gelesen - auch ich habe eine Angst und Panik erkrankung. war jetzt 4 Jahre ohne Medikamente nur durch die Diagnose Glaukom bin ich wieder voller Ängste.


    Habe ein weitwinkelglaukom (offenwinkelglaukom) kann ich da Antidepressiva nehmen - bin wieder mal total am Boden und würde gerne wieder damit anfangen.


    lg conny

  • Hey!


    Wow, ich war richtig überrascht, dass dieser Post mal eine Antwort bekommen hat. Es fühlt sich gut an, nicht alleine zu sein.
    Soweit ich weiß, haben viele Antidepressiva eine relative Kontraindikation bei Glaukom. Das bedeutet aber lediglich, dass man einen Augenarzt vor Ansetzen des Medikamentes und kurz danach konsultieren soll. Dadurch, dass du keine Engwinkelsituation hast, sollte das bei dir kein Problem sein. Aber ich bin kein Arzt.
    Bei mir ist es so, dass ich momentan wieder zwei Antidepressiva nehmen muss, also war ich mehrmals beim Augenarzt, weil mein Augendruck meist ziemlich schwankt.
    Seit ich die Medis nehme, ist mein Druck aber tatsächlich gesunken und ich brauche momentan keine Augentropfen.


    Ich würde dir raten, einen Augenarzt zu konsultieren, damit du die Medikamente relativ sorgenfrei nehmen kannst.


    Ich wünsche dir viel Kraft! :)
    LG
    Julia