Glaukom und/oder Oedeme

  • Hallo FORUM,


    als Doppel-Glaukomi habe ich nach langj. Tropfkarriere schließlich in 2011/12 beidseits TE (Trabekelektomie) sowie in 2012/13 beids. Kombi-OP wie folgt: VE (Vitrektomie), Netzhautpeeling wg. Gliose, Katarakt, absolviert.


    Geradezu "befreiend" ist seither, daß ich keinerlei drucksenkende Tropfen mehr benötige, Sickerkissen funktionieren gut, bisher keine Vernarbungstendenz. Ich weiß, daß mein hohes Alter dies begünstigt, weil der Körper nicht mehr etwa fleißig versucht, die OP-Stellen zu heilen=zu vernarben.


    Aber ich habe R schon vor der TE (das ist erst durch die TE bemerkt worden) ein Oedem, Ursache war irgendwann eine Trombose in der temporalis superior, also (grob gesagt) blutversorgendes Gefäß hinter der Netzhaut.


    Dieses persistiert, ist also nie eliminiert oder zur Inaktivität gebracht worden. Daher habe ich in den letzten Jahren bisher insg. 17 Lucentis-Inj. bekommen (Ranibizumab). Dadurch ist offenbar eine Ausdehnung des Oe. durch gewisse Abdichtungswirkung verhindert worden, viell. auch eine Verringerung erreicht.


    Demnächst ist noch eine 18. Inj. im Plan, 4 Wochen danach erneut Angiographie (Darstellung der Netzhautgefäße nach reflektierender Bluteinfärbung). Dann wird weiter entschieden.


    Zudem ist aber L nach der VE pp. ein Oedem aufgetreten, welches bisher als IRVIN-GASS-Syndrom diagnostiziert war.
    Dieses S. ist als med. Terminus seit Jahrzehnten bekannt, tritt eher selten, aber doch signifikannt auf nach endogenen Augen-OP. Es gibt immer noch keine Standardtherapie dafür. :( Jetzt scheint noch eine Komplikation im fovealen Bereich dazugekommen zu sein. Genaueres erst nach der Angio in einigen Wochen.


    Meine Sehnerven sind beids. stark reuziert, auch nicht gut durchblutet. Mein Thema sind aber hier die Oedeme...


    Visus R s.c. o,20, schwankend auch 0,25 - je nach Tagesform
    Visus L = 0, ist nicht messbar durch Gesichtsfeldausfall im großfl. Mittelbereich, aber links davon am Rand kann ich in einem breiteren senkr. Bogen ganz gut sehen.
    Dadurch kann ich mich (R+L in summa) räumlich ohne besond. Schwierigkeiten orientieren, muss aber bei Stufen und Bordsteinkannten etc. sehr aufpassen.


    Nun habe ich mal einen längeren Schrieb verfasst, was ich eigentlich nicht so gern habe. Aber ich denke, es ging hier jetzt kaum anders, weil ich durch diesen profilhaften Thread Beiträge von älteren, aber auch den neuen Usern anregen möchte, denn in letzter Zeit wurden Augenoedeme (scheint mir) öfter schon mal tangiert oder direkt erwähnt.


    LG - Senator

  • Hallo Senator!


    Dein Beitrag ist völlig ok von der Länge. Manchmal geht's halt einfach nicht kürzer.



    Weißt Du, Du gehst mir öfter mal durch den Kopf. Und wenn ich mal so hier und da im www surfe, dann halte ich immer Augen und
    Ohren offen nach Artikel o. ä. in Sachen Ödeme.


    Was mir jetzt beim Lesen aufgefallen ist, bzw. welche Frage sich mir stellte ist die, ob diese Thrombose denn komplett behoben ist?
    Ist das Gefäß wieder durchgängig?


    Was, genau, tust Du für Deine Durchblutung?



    Liebe Grüße


    Sabine

  • Hallo Sabine,


    die Durchgängigkeit des Gefäßes ist unterschiedlich beurteilt worden. Eigentlich hat man sich primär auf die Bekämpfung des Oedems konzentriert, die schon erwähnte bald anstehende Angiographie pp. soll erneut über weitere Maßnahmen entscheiden.

    Für die allg. Durchblutung mache ich vor allem bei der Ernährung seit Jahren die u.a. auch hier im FORUM empfohlenen Dinge. Das fällr mir relativ leicht, haben zudem großen Garten und somit viel relevantes Obst/Gemüse, ferner u.a. regelmäßig Bananen (Magnesium!)


    Irgendwelche Pillen dazu habe ich allerdings stets gemieden, auch homöopathische sind nicht mein Ding. Ich weiß, daß ernstzunehmende geschätzte Mitglieder im FORUM hierzu ganz anderer Meinung sind, tut mir leid :peinlich


    Aber seit einiger Zeit habe ich ja unangenehm Hände und Füße kalt, angiologische Untersuchungen (auch 2. Meinung) bestätigen jedoch, daß alle Bein-/Armgefäße in Top-Zustand für mein Alter sind (war auch nie Raucher übrigens).
    In Kürze geht nun "Verdacht auf Polyneuropathie" - Untersuchung an. Tangiert evtl. zugleich wohl auch Vasospasmus... :keineAhnung:, kapill. Minderdurchblutunng....? Dürfte ggf. die Optikus-Versorgung beeinträchtigen....


    LG - Senator

  • Lieber Senator,


    der Ernährungs- und Homöopathieverfechter bin ich hier und habe damit gute Erfahrung. Ich bin von Haus aus Mathematikerin und absolut analytisch naturwissenschaftlich veranlagt, aber wenn die Messverfahren nicht fein genug sind, mir als Patient aber eine sehr feine Sache hilft, dann greife ich zu getreu dem Motto: wer heilt hat Recht.


    Magnesium bis 12.00 Uhr mindestens 10 mm mol sind bei Vasospasmus angezeigt, das sind 6 Stück von Magnesium Verla. Das entspannt die Gefäße, damit es zum Blutfluss kommen kann.


    Vitamin B komplex von Ratiopharm ist angesagt bei mir (ansonsten genetisch bedingter sofort erhöhter Homocysteinwert), sobald ich das weglasse ist das wieder mehr. Ich ernähre mich gesund, aber diese Mengen schaffe ich nicht. ich bin schlank und wäre der typische Patient, von dem man sagt: das hätten wir jetzt nicht gedacht, dass dort ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt sein könnte - die hat doch gar keine Risikofaktoren. Doch hat sie, nur nicht diejenigen, die der Volksmund sieht.


    Die Ernährungsempfehlungen von Prof. Flammer sind wirklich super. Man muss sie aber alle befolgen und jeden Tag. Das Trinken ist wirklich enorm wichtig bei der Durchblutung. Sonst werden die Gefäße nciht weit.


    Bei Dir wäre noch wichtig zu wissen, was Lucentis dem Körper räubert. Du hast nun schon so viele Spritzen bekommen, dass mir vorschwebt, dass dies auch nicht nur positive Folgen hat. Insofern wäre die Frage: was braucht der Körper, um Lucentis abzubauen, genau das, würde ich bei Dir in hoher Dosis zuführen.


    Hier sind die Empfehlungen von Prof. Flammer.


    Nahrungsmittel bei vaskulärer Dysregulation


    Im winter habe ich wieder eine Kur mit Heidelbeeren gemacht. 6 Wochen jeden Tag 100 g und schon sehe ich wieder besser im Dunkeln. Es ist wirklich toll, was mit Ernährung möglich ist.


    Gruß


    Jenat

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Liebe jenat,


    Deine Beiträge auch zu den hier relevanten Themen gehören immer zu den "ernstzunehmenden und geschätzten" bei mir, habe schon vieles davon gelernt :blume: ....


    Zu den Nebenwirkungen von Lucentis (Ranibizumab) habe ich schon frühzeitig Informationen recherchiert btr. der von Dir angesprochenen mögl. Bedenken. Es sind einige Beeinflussungen bzw. Erscheinungen bekannt, die bei mir aber nicht eintraten. Allgemein wird ziemlich abgesichert gesagt, die systemische Komponente sei recht gering, was ich zutreffend finde.


    Liebe Grüße!
    Senator


  • Zu den Nebenwirkungen von Lucentis (Ranibizumab) habe ich schon frühzeitig Informationen recherchiert btr. der von Dir angesprochenen mögl. Bedenken. Es sind einige Beeinflussungen bzw. Erscheinungen bekannt, die bei mir aber nicht eintraten. Allgemein wird ziemlich abgesichert gesagt, die systemische Komponente sei recht gering, was ich zutreffend finde.

    Lieber Senator,


    bei den Worten 'recht gering' schellen bei mir die Alarmglocken. Glaukompatienten sind oft die ganz empfindlichen und deren Körper quasi ein langes Gedächtnis hat. Recht gering heißt: das stört etwas.


    Ich hatte einmal einen sehr guten rein naturwissenschaftlichen Dermatologen (leider pensioniert), der hatte mir umweltmedizinische Aspekte erläutert und auch mir erläutert, wie lange es dauert, bis eine Nebenwirkung weg ist: es war ein sehr geringer Schimmelbefall im Haus, es wurde saniert und dann sagte er mir, ich müsse die Medizin noch 3 weitere Monate nehmen, so lange würde es dauern, bis wirklich alles weggeputzt sei und ich im Juni wieder bei ständig offenem Fenster leben würde, bis wirklich alle Schimmelsporen aus dem Haus weg seien. Der Mann hatte absolut Recht. Ich habe vorher probiert, das Antihistaminikum abzusetzen, einen Monat nach der Sanierung, nach Generalputz des Hauses (auch alle Bücher putzen). Ging nicht, es muss noch Schimmelrest unsichtbar dort gewesen sein. Er hatte mit den 3 Monaten absolut Recht und dem offenen Fenster. Wenig kann auch sehr sehr viel sein. Der Körper ist ein extrem feines Messgerät.



    Hier ist die Fachinformation zu Lucentis:


    http://www.fachinfo.de/pdf/015026


    Anämie würde auf jeden Fall Deine Kälte in der Haut erklären.


    Hier ist das sehr gut erklärt.


    http://de.wikipedia.org/wiki/An%C3%A4mie


    Bei den systhemischen Nebenwirkungen steht Anämie. Das wäre wichtig zu wissen. Das würde auch die Neuropatien erklären. Ich schreibe eine e-mail an meine Freundin, sie ist Pharmazeutin und pingelig.




    Gruß


    Jenat

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

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  • Hallo Sabine,


    die Durchgängigkeit des Gefäßes ist unterschiedlich beurteilt worden. Eigentlich hat man sich primär auf die Bekämpfung des Oedems konzentriert, die schon erwähnte bald anstehende Angiographie pp. soll erneut über weitere Maßnahmen entscheiden.


    Hallo Senator!


    Naja- ich hatte da aber gelesen, dass so ein verstopftes Gefäß Ursache für die Ödembildung sein kann. Deshalb kam dann meine Frage dazu. Keine Therapie kann zum Erfolg führen, wenn die Ursache nicht beseitigt ist.


    Senator schrieb:


    Für die allg. Durchblutung mache ich vor allem bei der Ernährung seit Jahren die u.a. auch hier im FORUM empfohlenen Dinge. Das fällr mir relativ leicht, haben zudem großen Garten und somit viel relevantes Obst/Gemüse, ferner u.a. regelmäßig Bananen (Magnesium!)


    Irgendwelche Pillen dazu habe ich allerdings stets gemieden, auch homöopathische sind nicht mein Ding. Ich weiß, daß ernstzunehmende geschätzte Mitglieder im FORUM hierzu ganz anderer Meinung sind, tut mir leid :peinlich


    Ich hab damit kein Problem und ich bin homöopathisch schon auch sehr, sehr offen.
    Ich hab erlebt, was die Homöopathie anstellen kann. Und das meine ich im sehr positiven Sinne. Babys können sich keine Wirkung "einbilden" ;) .


    Aber jeder, der nichts mit der Homöopathie anfangen kann ist von mir genauso geschätzt, wie diejenigen, die was damit anfangen können.
    Das entscheidet jeder Mensch für sich selbst.


    Senator schrieb:


    Aber seit einiger Zeit habe ich ja unangenehm Hände und Füße kalt, angiologische Untersuchungen (auch 2. Meinung) bestätigen jedoch, daß alle Bein-/Armgefäße in Top-Zustand für mein Alter sind (war auch nie Raucher übrigens).
    In Kürze geht nun "Verdacht auf Polyneuropathie" - Untersuchung an. Tangiert evtl. zugleich wohl auch Vasospasmus... :keineAhnung:, kapill. Minderdurchblutunng....? Dürfte ggf. die Optikus-Versorgung beeinträchtigen....


    LG - Senator


    Ich würd da auch mal eine gute Zeit lang Vitamin B-Komplex einnehmen.


    B- Vitamine und Nerven passen immer gut zusammen.
    Ich würd mir da auch die zusätzliche Einnahme von Magnesium überlegen... ebenso wie auch Ginkgo- Tabletten.



    Liebe Grüße


    Sabine

  • Lieber Senator,


    ich wollte nicht so mit der Tür ins Haus fallen, aber schließe mich nun Sabine an.


    Zu Deinen Sympthomen passt absolut Vitamin B komplex (z. B. von ratiopharm, 1 Stück pro Tag, Kosten bei 5 EUR pro Monat) und Magnesium Verla 6- 8 Stück pro Tag bis 12 Uhr (=10 bis 15 mmol) bei Glaukompatienten.


    Dazu noch eine Kur mit blauen Früchten, am einfachsten ist es Tiefkühlheidelbeeren zu nehmen und die unter einen Quark oder Joghurt zu rühren, 100 g Früchte am Tag.


    Dazu noch Dein Gartengemüse und Deine Sehnerven wären gut ernährt und die Durchblutung in Angriff genommen. 2-3 l Wasser bzw. Tee sind selbstverständlich.


    Aus meiner Sicht: Selbstversuch über 8 Wochen und dann weitersehen. Es ist kostenmäßig nicht viel, es gibt keinen Termin und die Früchte sind lecker. Wenn man dann noch dunkle Schoko-Raspel drüberstreut ist es königlich und gesund.


    Gruß


    Jenat

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Hallo Ihr Lieben,


    Dank für Euer Engagement :blume: , ich werde mich mit den Einzelpunkten (wieder) beschäftigen und "in mich gehen", Verbesserungen sind sicherlich möglich und realisierbar.


    Bevor ich den umfangreichen Lese-Stoff (via "links" schon drüber geguckt) oh je, allein betr. Lucentis muss ich wohl Urlaub nehmen :D durch habe (ich weiß, ich muss das nicht unbedingt alles tun, aber es interessiert mich mehr als hinreichend), möchte ich kurz anmerken:


    - Blutarmut oder kritische Detailwerte liegen nicht vor. Habe letztes Jahr große Blut-Analyse in der UNI-Klinik gehabt, (Rheumatologie/Angiologie), alles im Normbereich, keine Ansatzpunkte. Zudem Puls kräftig palpabel bis in die Füße/Hände hinein. Aber "vorne" hapert es...daher die schon erwähnten weiteren Untersuchungen.
    Vor wenigen Tagen noch kleine Analyse bei Hausärztin: Sie freut sich und sagt, sie sei hoch zufrieden.
    - Flüssigkeitsaufnahme: Seit langen Jahren morgens reichlich grünen Tee, am Tag verteilt auch mehere Tassen Kaffee und Wasser zum Essen etc. - komme gut auf 2,5 l . :)


    Schönen Abend noch!


    LG - Senator

  • Huhu Senator!


    Ich schubs jetzt einfach nochmal ein bisschen liebevoll:


    Ein palpabler Puls bis Hände/Füße heißt leider noch lange nicht, dass die Versorgung bis in die
    kleinesten Kapillargefäße funktioniert. Tu's für Dein Sehen. Und ich leg die Wichtigkeit
    noch mal auf die Durchgänigkeit des verstopfen ( oder ehemals verstopften) Gefäßes.


    Deine Trinkmenge ist super! :thumbsup:


    Liebe Grüße


    Sabine

  • Hallo Senator,


    hier die Antwort aus dem Kopf meiner Pharmazeutin (morgen schlägt sie in der Datenbank noch genauer nach):


    "Lucentis ist ein sogenannter Hemmstoff der Angiogenese, es ist ein
    (gentechnisch hergestellter) Antikörper gegen einen für das
    Blutgefäßwachstum notwendigen Wachstumsfaktor."


    Ergo: Du nimmst nun bitte 1 x täglich Vitamin B komplex von Ratiopharm für die Nerven


    Du nimmst bitte 15 mmol Magnesium bis 12 Uhr, das sind 8 Magnesium Verla


    Heidelbeerkur für das Nachtsehen und den Kontrast und die Leckerigkeit.


    Du trinkst weiterhin so super, weiterhin auch das tolle Gartengemüse.


    Bei Bedarf auch noch eine riesige Analyse oder was die Naturwissenschaft sonst noch hergibt, aber wir sind schneller, es wird helfen und wenn nicht, war es a) nicht teuer und hatte b) keine schädlichen Auswirkungen.


    Bis die Wissenschaft das aber nachgewiesen hat, kann es dauern und ob dieser feine Nachweis überhaupt gelingt, ist auch eine Frage. Errechnen könnte man das bestimmt, Messverfahren in der Realität sind aber ein echtes Problem.


    Viele Grüße


    Jenat

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Hallo Sabine, kein Problem wegen des "Schubs",


    das mit dem palpablen Puls bis in Hände/Füße hab ich vielleicht. zu laienhaft zitiert :peinlich - es ist schon einiges mehr fundiert geprüft worden, u.a.


    Nach cw-Dopplersonographie, Verschlussdruckbestimmung und elektronischer Oszillographie besteht in Ruhe kein Hinweis auf eine hämodynamisch relevante Stenose der Becken- u. Beinstrombahn beidseits.
    Zehenoszillographie: Allseits dickrote Pulswelle ohne relevante Seitendifferenz.
    Ausschluss relevanter pAVK in Ruhe. Abklärung Polyneuropathie empfohlen.


    Letzteres läuft im März und weiter in Richtung kapillarischer Status pp..


    Auf die Trombose temporalis superior komme ich nach der bevorstehenden Angiographie noch zurück. Ist mir klar, das dies unter Beobachtung bleiben muss, da dieses Gefäß unmittelbar auch für die Netzhaut und Optikus relevant ist.



    Hallo jenat,


    werde auf die Vitamins B - Sache einsteigen :) . Was Magnesium anbetrift evtl. auch, aber beim Blutbild heißt es: IST 2,37 zu Referenzbereich 2,18 - 2,5: Liege ich da nicht in der "goldenen Mitte"?


    LG - Senator
    ,

  • Hallo Senator!


    Ok, das ist prima. Dann lass das noch mit der Polyneuropathie abklären.


    Und dann natürlich bei der nächsten Angio wegen dem Gefäß.
    Ich bin gespannt....


    Ich würd da auch echt mal den möglichen Zusammenhang von dem persistierenden
    Ödem und den Gefäßzustand ansprechen.


    Wenn ich mich richtig erinnere, dann hattest Du nie Blutverdünnung genommen nach
    dem Verschluss, richtig?



    Viele Grüße


    Sabine

  • Hallo Sabine,


    das RA-Oedem wurde Mitte 2010 sozusagen btw bemnerkt als ich zu einer 3-Tage-AID-Messung in der Klinik war, übrigens nur in einem Venenast, dies Detail hatte ich hier im Thread noch nicht vermerkt.
    Zu dem Zeitpunkt nahm ich schon proph. ASS100 1 x d, und das bis heute auf Anraten Kardiologe, wegen sporadisch/ganz seltener kurzer H.-Rhytmusstörungen


    In 2011, nach der TE, begannen dann die Lucentis-Intervalle gegen das Oedem, in den Jahren bis heute 6 Phasen zu je 3. Es ist reduziert, aber persistiert eben. Nun warten wir auf die angesagte Angiographie.


    LG - Senator

  • Hallo Senator!


    ASS100 zählt jetzt nicht so zu den blutverdünnenden Mitteln, wie jetzt z. B. Marcumar o. ä. Antikoagulanzien.


    ASS ist da sicher schon mal was, aber eine Thrombose kann ASS auch nicht lösen.


    Nun gut... warten wir auf die nächste Untersuchung....



    Viele Grüße


    Sabine

  • Hallo Senator,


    das habe ich überlesen, morgen habe ich große Klinikrunde und heute war Teil 1, dann bin ich immer etwas 'verstrahlt' wie meine Nachbarin sagt.


    Der gemessene Wert ist ja so in Ordnung, dann würde ich nur Vitamin B komplex nehmen. So stellen kann man dann naturwissenschaftlich Stück für Stück feststellen, was hilft. Wenn also Vitamin B komplex nicht reicht, dann weiterdenken.


    Ich selbst merke eindeutig, dass mir Magnesium absolut gut tut, obwohhl meine Blutwerte ebenso wie Deine lehrbuchartig bestens sind. Glaukompatienten haben scheinbar einen erhöhten Bedarf. Nehme ich kein Magnesium, habe ich nachts Wadenkrämpfe, obwohl ich nie geschwollene Beine habe und vor zwei Jahren meine Beinvenen untersucht wurden. Naturwissenschaftlich nachweisbar ist bei mir also auch absolut nichts. Zwei TCM Therapeuten und Augenklinik Dortmund und Mülheim rieten mir aber dennoch zu Magnesium. Fazit: Es ist nicht alles messbar und jeder Mensch ist anders.


    Was bewirkt Magnesium? Es bewirkt eine Entspannung der Gefäßmuskulatur und damit kommt mehr Blut bis in die feinen Gefäße, also auch bis zum Sehnerv. Dadurch sinkt aber auch der Blutdruck, somit mu Duss ein Glaukompatient mit niedrigem Blutdruck nachts Magnesium bis 12.00 Uhr nehmen.


    Jetzt musst Du entscheiden, ob Du erst Schritt 1 gehst, Vitamin B komplex und dann vielleicht auch nach 6-8 Wochen Schritt 2 Magnesium.


    LG


    Jenat

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Hallo Senator,


    vor Klinikterminen wie gesagt total verstrahlt.


    Patienten mit einer primären vaskulären Dysregulation haben erhöhten Magnesium-Bedarf. Diese Patienten haben einen erhöhten Endothelin-1 Spiegel. Dieser Endothelin 1 Blutwert wird jedoch nur zu Studienzwecken gemessen, weil es im Klinikalltag nicht möglich ist. Für diese Messung müsste nämlich unmittelbar nach der Entnahme das Blut tiefgekühlt werden. So eine Logistik gibt es nur für Studien.


    Wie wird sonst der erhöhte Endothelin 1 Wert festgestellt?


    Man befragt den Patienten:


    Tinitus?
    Kalte Hände oder Füße?
    Migräne?
    nicht ganz dumm? (so lautet die Frage nicht, es wird vornehmer ausgedrückt - bei Dir mit eindeutig ja zu beantworten)
    usw.


    Die Fragen kan man unter 'Flammer Syndrom' nachschlagen.


    Das erklärt dann den erhöhten Magnesium Bedarf, Magnesium ist nämlich der Gegenspieler von Endothelin 1 und das obwohl nun der Magnesium Spiegel an sich ganz normal ist.


    Wenn Du eine der Fragen bereits positiv beantwortest, so reicht das.


    Frauen sind häufiger betroffen als Männer, insofern kann es sein, dass Du zu der Gruppe gehörst und übersehen wurdest, weil Du nicht in die normale Statistik passt.


    Ansonsten schreibe ich weitere Nachträge, wenn ich wieder denken kann.


    Gruß


    Jenat

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Hallo jenat,


    inzwischen bist Du wieder sehr fit, wie ich an Deinen aktuellen Beiträgen merke ;) , da habe ich gleich mal die Frage, wieso der Homocystein-Wert (Hcy ??) in Blutbildern scheinbar nicht auftaucht?


    Ich habe aus den letzten Monaten nämlich ein "großes" (Zentrallabor UNI-Klinik) mit über 70 Einzelwerten und ein "kleines" von der Haus-Ärztin mit den üblichen Werten, incl.Cholestrin HDL/LDL pp., aber der Hcy-Wert ist nirgends darin abzulesen.


    Versteckt sich der Hcy hinter einer anderen Bezeichnung? Oder ist dieser aus mehreren anderen zu ermitteln? :)


    LG - Senator

  • Hallo Senator,


    Homocystein muss ich immer extra in Auftrag geben. Der Wert gehört nicht zu den üblichen Listen. Auf meinen Listen ist das Wort dann ausgeschrieben.


    Sabine weiß das mit Sicherheit genauer.


    Viele Grüße


    Jenat

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)



  • Hallo Senator!


    Hcy ist tatsächlich die Abkürzung für das Homocystein. Wenn es als extra Auftrag geht, wird es von manchen Labors auch ausgeschrieben.


    Im Blutbild kann das Homocystein nicht auftauchen, da es kein Bestandteil der Blutkörperchenanalyse ist.
    Hier noch mal der Unterschied zwischen med. gemeintem Blutbild und dem oft benutzten Begriff von Laien.


    Ein Blutbild im med. Sinne ist nur die Untersuchung der Blutkörperchen, sprich weiße (Leukozyten) und rote (Erythrozyten) Blutkörperchen, dem roten Blutfarbstoff (Hb- Hämoglobin). Weiterhin die Thrombozyten (Blutplättchen). Das ist das kleine Blutbild.
    Im großen Bildbild werden noch die Reifestadien der Leukozyten untersucht und aufgedröselt.


    Der Laie spricht vom Blutbild, wenn er eine umfassende Blutuntersuchung meint.


    Der Homocysteinwert ist auch kein Parameter, der in Routineuntersuchungen mit dabei ist.
    Das ist eine extra Untersuchung, die auch, in der Regel, leider eine Selbstzahlerleistung ist und so zwischen 30-40 Euro
    kosten dürfte.


    Dazu muss Blutserum eingeschickt werden. Das absolut wichtige dabei ist, dass es richtig aufbereitet wird in der Praxis, da sonst falsche
    Befunde entstehen können.
    Das Serumröhrchen muss nach der Abnahme kurz stehen, damit das Blut gerinnt und dann muss es innerhalb von 30 Minuten aber zentrifugiert werden.


    Diese Verarbeitung müsste aber jede Praxis hinkriegen können.



    Liebe Grüße


    Sabine

  • Hallo Ihr Lieben,


    Dank für Eure erneut engagierten Beiträge zu meinen Belangen und Fragen. Immer wieder gut, von Euch aktuell zu lesen!


    Ich springe jetzt mal zurück auf mein Oedem-Thema und revanchiere mich mit vorsichtig positiven Zwischennachrichten vom RA:


    In den letzten 2 Wochen hatte ich wieder post Lucentis-Inj. Kontroll-Nachschauen. Mein Haus-AA sieht (Spaltlampe u. Sonderlupe) gewissen Rückgang der "Netzhauteinlagerung", bestätigt aber, daß noch genug da ist, um für einen Teil des Visusverlustes verantwortlich zu sein.


    Der primäre V.-Verlust ist eindeutig auf den Zustand des Optikus zurückzuführen, das weiß ich, mache mir da keine allzu großen Hoffnungen. Mein Doc sagt herzerfrischend ehrlich dazu "grauenhaft".


    Aber bei der Visusmessung an den Zahlentafeln habe ich in der letzten noch erkennbaren Zeile zu unserer beider Freude soviel richtig geraten, daß er meint, das sei nicht (wie bisher) 0,2 gewesen sondern eher 0,25 :rolleyes:


    LG - Senator

  • Hallo Senator!


    Wie heißt es so schön?
    Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen ;) ... aber man ist ja um jedes
    Fitzelchen Sehvermögen unglaublich froh :blume: .



    Dein AA scheint gewissenhaft und ehrlich zu sein. Sowas schätze ich sehr!


    Liebe Grüße


    Sabine

  • Hallo,


    Mitte d.M. hatte ich die vorläufig letzte Lucentis-Inj. von der 3er-Serie, die im Jan. d.J. begann.(RA)


    Die Zwischenkontrollen und jetzt die letzte Kontr. beim Haus-AA ergaben, nachdem der Visus ja schon im alten Jahr zw. 0,20/25 schwankte, daß aktuell eher 0,25 erreicht werden - also gewisse Verbesserung spürbar :thumbup:


    In 4 Wochen folgt die Fluoreszenz-Angiographie der Netzhaut, also farbl. Darstellung der Retina-Gefäße. Bin sehr gespannt, das Oedem wird sich hoffentlich wirklich reduziert haben und auch Status der Venenasttrombose, die vor Jahren der Auslöser war.


    Derweil liegt der AID ziemlich stabil beidseits auf 13-15 (incl. HH-faktor), kann sehr zufrieden sein, meine TE-OPs bewähren sich nach wie vor.


    Die Fl.-Angio soll dann auch Aufschluss über das bisher als Irvin-Gass-Syndrom diagnostizierte am LA geben (schwammiger Ges.feldausfall zentral bis unten rechts). Wenn ich nur mit links gucken müßte, sähe ich von einer z.B. am Tisch gegenübersitzenden Pers. nicht die Kopf-Schulterpartie.)



    LG - Senator

  • Hallo Senator !


    Das liest sich doch sehr schön. Freut mich, dass Du das
    Gefühl einer Besserung hast.


    Für die Angio und das OCT drück ich die Daumen [IMG:http://www.wuerziworld.de/Smilies/mx/mx63.gif]



    Liebe Grüße


    Sabine