• Hallo Ihr Lieben. Kann einer sich vorstellen, der gerne noch was Tun möchte, aber auf einem Auge kaum noch was sieht? (15 %). Der beim Wandern nur auf den Boden schaut, weil er Angst hat zu stolpern? Der gerne wieder als Kurierfahrer unterwegs sein möchte, aber Angst hat mit einem fremden Fahrzeug zu fahren? Einer der gerne seinem Bastelhobby nachgehen will, aber ihm das räumliche Sehen fehlt? Es ist schwer, sich damit abzufinden. Seit 2 Jahren versuche ich das. Ich mache alles, was ich kann, es braucht aber alles seine Zeit. Es ist verdammt schwer! Gruß Jo :(

  • Hallo Nussbaum,


    ich kann mir gut vorstellen, dass es schwer ist, sich damit abzufinden. Sind die 15 % dein Visus? Oder das restliche Gesichtsfeld?


    Trotzdem bleibt nicht anderes übrig, als sich damit zu arrangieren. Auch wenn du langsam bastelst, wirst du irgendwann fertig. Kurierfahrten gehen natürlich nicht mehr, aber suche dir neue Aufgaben, denen deine Augen noch gewachsen sind. Akzeptiere das Jetzt und freue dich an allem, was du noch (sehen) kannst.


    LG
    DieDa

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), stark kurzsichtig und alterssichtig

  • Hallo Nussbaum,


    das Gehirn kann unglaublich viel lernen, vertraue ihm. Das Vertrauen darin ist so wichtig, dann klappt das mit dem Umlernen des Sehens besser. Es kann nicht so wichtig sein - das 3 D Sehen. Ich weiß nicht, wie das ist, aber meine Mutter kann es nicht mehr, sie lebt damit einwandfrei, sie walkt teilweise 30 km über Waldwege, sie hat starke Ausfälle nach unten, es geht. Sie nimmt Stöcke.


    Basteln tut sie auch noch, aber eben langsamer.


    Meine Freundin ist mit einem Sehfehler geboren, sie hat noch nie 3 D gesehen. Welchen Beruf hat sie? Bauzeichnerin, sie sagt einfach: ist doch egal, auf dem Papier ist eh alles in 2 D, ich zeichne dadurch sogar besser und schneller, ich muss nicht umdenken.


    Wenn Du weiterhin Kurierdienst machen willst, vielleicht kannst Du umsteigen auf Briefe - das ginge mit dem Fahrrad oder mit einem Handkarren und Du wärst draußen. Die viele Luft tut immer gut.


    Gruß und Kopf hoch


    Jenat

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Jenat, Fahrradfahren geht bei starken Visus- und Gesichtsfeldausfällen nicht möglich und auch nicht erlaubt. Aber Handkarren müsste gehen.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), stark kurzsichtig und alterssichtig

  • Hallo Jo, ja, es ist verdammt schwer, sich mit solchen Veränderungen abzufinden. Ich kann dich verstehen. Habe neben dem Glaukom noch andere Baustellen, die mich vorzeitig ins Rentnerleben katapultiert haben. Die Zeit nach dem Erwerbsleben habe ich mir auch anders vorgestellt. Musste feststellen, dass es für manchen Traum schon zu spät ist wegen meiner eingeschränkten Möglichkeiten. Selbst so kleine Dinge zeigen mir meine Grenzen auf. Fahre kaum noch mit dem Rad, weil ich mich einfach zu unsicher fühle. Meine Konditionen im Lesen haben auch stark nachgelassen. Wegen meiner Augen fühle ich mich in vielen Situationen unsicher. Wegen einer anderen Erkrankung habe ich nur noch sehr minimale Ausdauer und es findet sich leider niemand, der in meinem langsamen Tempo spazieren gehen mag. Ich muss mich eben damit einrichten.


    Trotzdem muss das Leben weder langweilig noch inhaltslos sein. Es gilt eben, von manchem Abschied zu nehmen, was oft wirklich nicht einfach ist, und sich umschauen, was es sonst noch gibt. Da findet sich schon so mancherlei. Seit fast 6 Jahren arbeite ich daran und auch an mir. Nicht jeder Versuch ist von Erfolg gekrönt. Da heißt es, nicht aufgeben. Meine Devise in den Jahren war und ist noch, egal, was da ist und noch kommt, keinen Neid und keine Bitterkeit aufkommen lassen, sondern offen für das Leben zu sein.


    Jo, es findet sich sicher auch für dich noch etwas, was dein Leben bereichert.


    LG
    memory

    Es ist sehr beglückend, sich mit kompetenten Menschen auszutauschen.


    Ein lieber Gruß


    memory

  • Hallo Jo,


    Du schreibst bisher (soweit ich gelesen habe) nur vom linken Auge, welches mit 15 % Visus kaum noch brauchbar sei, vor allem das räumliche Sehen fehle. Im ärztl. Board fragst Du aktuell, ob es vielleicht (besser) entfernt würde.


    Was ist denn mit dem rechten Auge bitte?


    Ich frage deshalb, weil ich rechts nur noch 20 % habe, links aber durch "Gass-Syndrom" einen Gesichtsfeldausfall im zentralen Bereich habe, sodass ein Visus überhaupt nicht messbar ist. Ich komme aber räumlich halbwegs zurecht, weil ich in den Randzonen noch soviel sehe, dass ich mich räuml. orientieren kann.


    Was meinst Du zugleich mit "halbblind" bitte?


    Es tut mir leid, aber ich steige durch Deine Äußerungen nicht so recht durch.


    Gruß, Senator

  • Hallo zusammen,


    Kurierfahrten gehen natürlich nicht mehr,

    Warum sollten die nicht mehr gehen?


    Eingeschränkt Einäugige - dazu zählen auch die mit einem funktionell blindem Auge, so wie ich - dürfen, wenn das andere Auge intakt ist, beidseits Gesichtsfeld vorhanden Auto fahren etc. in allen Lebenslagen je nach Zustand der Augen.


    Einem Kurierdienst steht da überhaupt nichts im Wege, nussbaum ist nicht einäugig mit einem Fernvisus von 15% ! Wenn das andere Auge intakt ist.


    Mir selbst, funktionell einäugig, ist die Personenbeförderung verwehrt. Briefe dürfte ich noch fahren, Fahrrad auch. Wobei ich mich nicht mehr aufs Fahrrad traue, da ziehe ich das Auto vor.


    Nussbaum hat jetzt 3 Threads eröffnet - keine Antwort auf auch hilfreich gemeinte Antworten....


    Die Mühe wohl nicht wert.

  • Dann habe ich das wohl missverstanden. Ich bin von einem Visus von insgesamt 15 % ausgegangen, denn mit einem funktionstüchtigen Auge wäre ja alles halb so schlimm. Mal sehen, ob sich Jo noch dazu meldet.


    LG
    DieDa

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), stark kurzsichtig und alterssichtig

  • Jo war heute 10:13 im FORUM, ist auf nichts eingegangen.


    Wundert mich, weil er doch binnen Kurzem 3 Threads eröffnet hat. :keineAhnung:


    Vielleicht ein Osterhasen-Troll, der uns hier 3 "Eier" gelegt hat ?(


    Senator

  • Hallo Jo!


    Wie Du siehst wäre es gut, wenn Du Dich vielleicht doch mal äußern würdest. Weißt Du,
    wir geben uns hier ziemlich viel Mühe, investieren unsere Zeit, um
    Hilfesuchenden Tipps zu geben und von unseren Erfahrungen zu berichten.


    Verschiedene Diskussionen anzustoßen ist ja grundsätzlich ok, aber
    wenn dann so gar nix mehr kommt, kommt man sich ziemlich
    blöd vor, wie Du gerade an den Reaktionen siehst.



    Viele Grüße


    Sabine

  • Vielleicht hat er auch einfach nur sein Passwort vergessen, und kommt nicht mehr rein? Oder den Link zum Forum?
    Ist nicht jeder soo fit im Internet ;)


    Ich habe mal folgendes überlegt: Wenn man auf einem Auge voll sieht, und das andere extreme Unschärfen aufweist, ist es verdammt schwierig für das Gehirn scharf zu stellen.
    Ich hatte da auch so meine Schwierigkeiten als ich rechts blind wurde!
    Zum Beispiel beim Autofahren: Wenn die Sonne schien, bekamen die Straßenmarkierungen einen riesigen unscharfen Kranz. Da wird aus su einer Strichlinie schnell mal ne grell blinkende Weihnachtsbeleuchtung. Und es macht einen waaahnsinnig! Da bin ich hin und wieder mit nem eingeklemmten Taschentuch am Auge gefahren (hinter die Brille geklemmt, damit das kranke Auge geschlossen bleibt)
    Ehrlich gesagt ist es jetzt mit nur einem Auge angenehmer. So makaber das jetzt auch klingen mag ;)

  • Nussbaum-Jo hat nichts vergessen und scheint auch durchaus fit im net zu sein - er war am Ostersamstag wieder hier - ist erneut auf nichts eingegangen.


    Nicht mal auf das behutsame Zureden von Sabine. :(


    Für mich ist das jetzt erledigt. Was denkt der Herr sich eigentlich?? :opi:


    Senator

  • Hallo Ninfa,

    Ich habe mal folgendes überlegt: Wenn man auf einem Auge voll sieht, und das andere extreme Unschärfen aufweist, ist es verdammt schwierig für das Gehirn scharf zu stellen.

    nö - so passiert Glaukom teilweise. Das ist halt die Krux - du merkst es nicht.


    Nun bin ich auch kein "Paradebeispiel", aber ich habe eben nicht gemerkt, dass mir ein Auge in der Sehkraft weg ging, ich habe nicht gemerkt, dass ich kein räumliches Sehen mehr hatte. Da war nix. Das ging so schleichend, da hatte sich Hirn dran gewöhnt wohl :keineAhnung:


    Und heute habe ich ein funktionell blindes Auge, was du aber immer noch nicht mit "Einäugigkeit" vergleichen kannst wie du sie hast. Mein linkes Auge ist ziemlich platt, da gibt es keine Sehschärfe oder sowas - aber es hat Gesichtsfeld noch. Und so wenig das auch sein mag, es ist ein gewaltiger Unterschied zur Einäugigkeit!


    Nein, für mich wäre es ein großer Verlust, wenn ich mein linkes Auge wirklich irgendwann verlieren sollte. Und das nur aus sehender Sicht, nicht wegen evtl. Kunstauge oder so.


    Die von Jo genannten 15% Fernvisus auf seinem kaputten Auge sind da eine sehr gute Basis. Natürlich würd ich auch ne Krise kriegen, wenn mir da so eine Netzhautsache passiert. Aber bitte...

  • Hallo ihr,


    also, eigentlich darf ich hier nicht schreiben (zwecks halbblind und so). Aber das Hin und Her bei meinem schlechten Auge macht mich wie Ninfa auch ganz kirre, dass ich auch manchmal das Auge ganz zu mache. silli bei dir ist das ja so nach und nach passiert, da macht das Gehirn schon mit und übernimmt Funktionen. Das Gehirn ist schon sehr lernfähig, aber ein Hin und Her überfprdert es (bei mir zumindest) schon mal.


    LG, Gisa

  • Nein,


    weder geht oder ging das an mir völlig vorbei, als mein linkes Auge den Geist aufgab, noch stimm ich dem zu, dass Hirn streikt bei unterschiedlich sehenden Augen, was Hirn betrifft.


    Psyche lassen wir jetzt mal weg, anderes Thema.


    Ich hatte ja nu auch vor meinem funktionell blindem Auge eine Zeit nach Diagnose mit noch mehr Sehkraft... Erst waren es um die 20%. Das ging dann auf Schnellstrasse innert wenigen Wochen, weil der Sehnerv platt war. Ich kann mich aber noch an die 5% Fernvisus nach der ersten OP in HH erinnern...


    Auf Sehtafel nur kam ich dann später.


    Glaub mir, wenn dein Auge dich "verlässt" merkst du es. Mein linkes Auge war kurz davor. Und nu ist es stabil in seinen Möglichkeiten - ein Geschenk. Und das meine ich absolut ernst.


    Ninfa hatte dieses Geschenk nicht. Und kommt sowas von klar. Da zieh ich den Hut.


    Edit: Ich überspiele meine Sehprobleme, dass ich welche hab sollte ja hier hinlänglich bekannt sein ;)


    Ja mei...

  • Ich meinte nur, wenn der Visus innerhalb von Sekunden, Minuten,....sich ändert, ist das für mein Hirn ganz schön herausfordernd und macht mich manchmal kirre. Zur Zeit spinnt das andere Auge wegen Infektion auch noch....Schleier mal da mal weg.... Da hab ich heut im Wind schon mal beide Augen *zugedrückt* und bin so weiter gegangen (für einige Meter). Heut bin ich sowas von unleidig.

  • Ich meinte nur, wenn der Visus innerhalb von Sekunden, Minuten,....sich ändert, ist das für mein Hirn ganz schön herausfordernd und macht mich manchmal kirre. Zur Zeit spinnt das andere Auge wegen Infektion auch noch....Schleier mal da mal weg.... Da hab ich heut im Wind schon mal beide Augen *zugedrückt* und bin so weiter gegangen (für einige Meter). Heut bin ich sowas von unleidig.

    In diesem Moment ändert sich aber nicht dein Visus grundsätzlich. Da ist es völlig wurscht ob du wegen Wind gerad nen Fernvisus von 0,8 oder 0,008 hast.


    Mein Fernvisus oder auch manchmal der Nahvisus (durch die Kunstlinsen) ändert sich auch über den Tag. Ich bemerke das natürlich - ich bin ja sehbehindert! Ich merke jeden Fitzel.


    Mit eh unleidigen Augen im Wind zu spazieren ist kontraproduktiv. Das ist dann auch nicht sinnvoll, da tut der Wind weh, die Augen tränen... etc.


    Unleidig darfst du aber sein :trösten

  • Danke. Ich war nur einkaufen...im Auto ging mein schlechtes Auge noch (heut is alles mal andersrum), aber dann der Weg zum Auto. Ich geh eh bei Wind wegen dem operierten Auge nicht mehr spazieren....alles blöd ;(


    Guts Nächtle ! Gisa

  • Schlaf gut - und geh mal in dich wegen Auge, nur so. "Sprich" mal mit ihm. Du bist da nicht "klar" mit deinem schlimmen Auge.


    Gleich kommen die Jungs mit den Jacken..

  • wenn ich dir schreibe, dass du mal in dich gehen sollst, besonders auch über dein schlechtes Auge, mal mit ihm "sprechen" - dann meine ich das absolut ernst.
    Ich mach sowas. Ich hab sogar mein linkes Auge mal angeschrien, da war ich fix und fertig und bin gehüpft wie Rumpelstilzchen. Meine Hunde waren auch verwirrt - mir ging es aber danach besser. Das war gut - oh, ich hab es richtig beschimpft ..


    Und dann kommen die Jungs mit den Jacken - das sind die aus der Anstalt mit den Zwangsjacken :D


    Wenns aber doch hilft :zwinkern:

  • Kenn ich von meinem Knie...mit dem hatte ich auch schon gesprochen.
    Wusste nur nicht in welche Richtung die Diskussion mit meinem *blöden* Auge gehen sollte. Aber momentan könnt ich mit beiden nen Streit anfangen und bin auch schon lauter geworden (echt, manchmal könnt' man).


    Die Jungs aus der Anstalt, gerne, 3 Stück, dann geht ein Schafkopf! :rolleyes:

  • Das meinte ich...


    Mit meinem linken streite ich mich nicht mehr, das ist ja auch brav und hat eh nix zu sagen :D


    Ich warne es nur, sich nicht zu wagen wieder einen auf "Kollege" zu machen. Es ist wohl artig.


    Mit meinem rechten habe ich noch Diskussionsbedarf.

  • Ich hab da nochmal drüber nachgedacht :D - ich glaub nämlich, ich hab euch nicht so richtig verstanden (also Ninfa und Gisa), wegen des Hin und Her beim Sehen und wie das Gehirn darauf reagieren kann. Ich war da mehr bei der grundsätzlichen Situation, also der Verlust von Sehkraft bis hin zur Einäugigkeit so im Ganzen.


    Darauf stellt sich das Gehirn ja ein, nehmen wir z.B. das räumliche Sehen.


    Ich könnte gar nicht mehr sagen, wie es vorher war bzw. was genau vorher anders war. Ich erinnere mich nicht mehr daran.
    Was das angeht vermisse ich da aber auch eigentlich nichts, zumindest nicht bewusst.


    Wenn ich die entsprechende Sehschärfe auf dem sehenden Auge habe, kann ich jetzt auch wieder so Kleinkram machen, wie z.B. eine winzige Schraube an meiner Brille fest ziehen.


    Allerdings kenne ich ja auch Situationen, wo ich mir schon mal das schlechte Auge zugehalten hab, wie z.B. Ninfa mit dem Taschentuch beim Fahren, weil es mich mehr störte als half.
    Das waren aber immer nur begrenzte Momente, eigentlich nur, wenn irgendwas war, OP, Auge "krank" oder sonstwas.


    Auch jetzt bei der Katarakt jetzt. Ich hab ja gemerkt, dass das Sehen sehr schlecht war, trotzdem war ich schon dran gewöhnt wieder. Richtig aufgefallen ist es mir ja erst nach der Linsen-OP. Der Unterschied war ja riesig.


    Mittlerweile kann ich mir kaum noch vorstellen, wie es tatsächlich mit der Linsentrübung war.


    Mein Gehirn stellt sich da wohl recht flott ein. Es gibt aber immer mal diese von euch beschriebenen Situationen, das will ich auf keinen Fall bestreiten. Aber ich sehe sie eben nicht als Dauerzustand. Zumindest bei mir nicht.


    Ich habe mich mit dem Verlust der Sehschärfe (und sehr viel Gesichtsfeld) meines linken Auges bestens arrangiert eigentlich. Zwei Augen sind natürlich besser - aber Einäugigkeit bzw. wie in diesem Fall eingeschränkte Einäugigkeit ist kein Grund "den Kopf in den Sand zu stecken".


    Das wollte ich eigentlich so sinngemäß ausdrücken.


    Vielleicht äußert sich Jo ja doch noch mal - ich finde das Thema schon auch interessant.


    Mich hat bei der Diagnose des Glaukoms zwar geschockt, dass das linke Auge absehbar nicht wirklich zu retten war, was das Sehen anging, aber ich hatte das für mich sehr schnell abgehakt und mich auf mein sehendes Auge konzentriert.

  • Hallo Silli,


    Du schreibst, dass Du Gisa und Ninfa nicht so ganz verstehst, was die Umstellung bei der Sehkraft betrifft.
    Ich glaube, es geht einfach nur darum, wie schleichend oder flott der Sehkraftverlust ist.


    Ich hatte das mal, so wie Du es beschreibst. Die Kolis waren bereits 8 Jahre alt (Koli-Studio gabs nicht mehr,
    hat mir keiner was gesagt ... :P ), die Brille 30, und der graue Star kam auf meinem schlechteren (re ist das
    kurzsichtigere Auge) Auge noch dazu. Das alles waren Jaaaahre. Dann gabs neue Koli, Kat-Op, und ich
    wunderte mich wirklich gewaltig, dass ich das schleichende Schlechtersehen überhaupt nicht bemerkt hatte,
    auch nicht beim Autofahren. Da stellt sich ja das Gehirn eben auch schleichend mit um. Und bei plötzlicherem
    Sehverlust muss eben das Gehirn immer bisschen arbeiten, und dann klappts auch.


    Der entscheidende Zeitpunkt war mal auf einem Krankenhausgang (Augenklinik). Die weiter entfernte große
    Uhr erkannte ich nicht, und ich nahm meine Brille verkehrt herum, also für li (besser) das re Glas. Hat ja keiner
    gesehen. Koli waren da grad nicht wegen Druckmessen. Im Leben gibts ja nicht so viele richtig knackige
    Aha-Momente, aber das war einer.


    Schönes Wochenende und viele Grüße
    caro