• Hallo Tanjalein,


    Ihr Fazit war relative Stabilität, ohne aktuellem Bedarf, die Therpaie zu ändern; der Druck könne so bleiben.

    Na, das liest sich doch gut als Zusammenfassung.


    Und unser aller geliebtes Zauberwort ist auch dabei!


    Aber so ganz zufrieden scheinst Du mir dennoch nicht.



    Objektiv wurde meine bereits beim Optiker im Mai festgestellte Weitsichtigkeit (+0.75 und +1,5 zzgl. Addition +2) bestätigt.

    Dass ich weitsichtig bin, habe ich erstmals beim Optiker im Mai erfahren. Zusammen mit der Alterssichtigkeit also kein Wunder, dass meine Sehschärfe in letzter Zeit ziemlich abgenommen hatte...


    Ich bin auch weitsichtig - fast die gleichen Werte wie bei Dir. Und zusätzlich bin ich (natürlich) ebenfalls altersweitsichtig.


    Obwohl sich die Refraktionswerte selbst nicht wesentlich verändert haben, ist bei mir die Sehschärfe in den letzten Jahren deutlich schwächer geworden, auch in der Ferne.


    Das ging ziemlich schlagartig, vor allem rechts wo ich die höheren +Werte habe, und hat mich doch beunruhigt.


    Nun habe ich aber eine plausible Erklärung bekommen.


    Anders nämlich als bei Kurzsichtigen, die auch schon in jungen Jahren eine Brille brauchen, wird die Weitsichtigkeit bis zu einem bestimmten Alter durch die Akkommodationsfähigkeit des Auges ausgeglichen.


    Also bei Werten, so wie wir sie haben, geht es auch ohne Brille.


    Wenn dann aber die Akkommodation nachlässt, dann schlägt die Weitsichtigkeit durch - ebenso wie natürlich die Altersweitsichtigkeit.


    Dir wird es da wohl ähnlich gehen.


    Bei der Abschlussbesprechung sagte mir die Ärztin, alles sei soweit stabil, lediglich am linken Auge könne man, seit OCTs bei mir gefertigt werden, also seit 7 Jahren, erkennen, dass die Linie, auf der die Werte graphisch dargestellt werden, ein klein wenig absacke, also eine gewisse "Progredienz" (?) zu erkennen sei.


    1. Wenn doch das linke Auge eine leicht abfallende Linie zeigt, warum wird dann an der Therapie (ich tropfe 1x täglich Ganfort) nichts verändert? Und warum heißt trotz abfallender Linie das Kind immer noch "OHT" und nicht "Glaukom" ? Ich erkläre mir das so, dass die Veränderung evtl. nur so marginal ist, dass aktuell einfach kein Handeln erforderlich ist. Ob das so zutrifft, weiß ich aber nicht.


    Ich denke, Du siehst das so schon richtig!


    Wie mir mal erklärt wurde, lässt sich nämlich aus der Verlaufskurve, die Du da am Bildschirm gesehen hast, der Trend für die Zukunft berechnen. Unter der Prämisse natürlich, dass die Entwicklung in dem Tempo weitergeht!


    Wenn bei Dir nun der Rückgang bislang nicht oder kaum über dem liegt, was altersgemäß an Abbau zu erwarten ist, dann ergibt das die Prognose, dass Du im hohen Alter noch ein genügend dickes Nervenfaserpolster haben wirst.


    So würde ich das verstehen - also durchaus beruhigend.


    Bezogen ist das meines Wissens auf den Globalwert, aber mit Sicherheit ließe sich das auch auf jedweden einzelnen Sektor so berechnen.



    2. Warum werde ich diesmal bereits nach einem halben Jahr zur nächsten Perimetrie gebeten ? Ist das normal, dass man das Gesichtsfeld 2x jährlich macht ? Ich muss dazu sagen, dass mir die Ärztin sagte, dass sei allgemein so üblich...ist das bei euch auch so ?

    Zweimal im Jahr das Gesichtsfeld für beide Augen oder eben vierteljährlich jeweils ein Auge - das ist der übliche Turnus.


    So steht das, soweit ich erinnere, auch in den Leitlinien.


    Bist Du denn inzwischen wieder bei Frau Dr. Hoffmann?


    Der langen Rede kurzer Sinn: :girlshuepfend:


    Und liebe Grüße


    Chanceline

  • Hallo, Ihr Lieben!


    Ich danke euch herzlich für euren ausführlichen Input. :o*


    Eure Bewertungen der Situation decken sich mit meiner Einschätzung; daher geht es mir auch ganz gut mit den Ergebnissen.


    Ich habe ebenfalls mal gelesen oder gehört, dass anhand des "Abbaus" (ob nun altersbedingt oder krankheitsbedingt - sofern dieser sich weiter linear und nicht exponentiell entwickelt) eine mathematische Prognose errechnet werden kann, zu welchem Zeitpunkt es bei gleichbleibender Geschwindigkeit zu einem Sehverlust kommen würde. Und manchmal liegt dieser dann eben außerhalb der zu erwartenden Lebensspanne.

    Und da liegt natürlich auf der Hand, dass man nicht weiter interveniert.


    Ich denke auch, oder könnte es mir zumindest gut vorstellen, da man mir bei den letzten beiden großen Kontrollen Stabilität bescheinigt hat, dass dieser kleine Abfall der Linie in der Zeit eingetreten sein könnte, als ich den Auslassversuch hatte. Womöglich bin ich jetzt schon wieder völlig horizontal mit meiner "Befundlinie" unterwegs ;)


    Dass das Gesichtsfeld zwei mal jährlich den Leitlinien entspricht ("normalerweise macht man das so, dass....") hatte mir die Ärztin auch so gesagt.

    Von daher gehe ich eigentlich fast sogar davon aus, dass hier nur der Standard eingehalten werden soll.

    Die "Ausfall" auf dem rechten Auge sah nach meinem kurzen Blick auf den Bildschirm auch eher wie ein Artefakt aus. Nämlich womöglich durch die blöde FFp2 -Maske verursacht. Jedenfalls könnte ich mir das gut vorstellen.


    Die Ärztin selbst sagte ja auch, dass man da keinen großen Gedanken dran verschwenden müsse.


    Das, was du bzgl. der Sehschärfe bei vorbestehender Weitsichtigkeit und sich dann dazugesellender Altersichtigkeit schriebst, lieeb Chanceline, hat mir auch exakt so meine wunderbare Optikerin gesagt, nämlich dass bei dieser Konstellation auch die Fernsicht irgendwann mit leidet. Von der Nahsicht reden wir erst gar nicht. Ich hatte mir nämlich auch schon Gedanken gemacht, was mit meinen Augen los ist, bin jetzt aber auch gut beruhigt.


    Summa summarum sehe ich es wie ihr: ich kann durchaus zufrieden mit meiner Kontrolle am Donnerstag sein! Und bin es auch !


    Tatsächlich hat mir aber eurer Input nochmal geholfen, das auch wirklich so sehen zu können.


    Deshalb danke ich euch sehr :o*

    P.S. : Ich musste meinen Termin im September wegen Corona verschieben. Daher kam ich am Donnerstag nicht zu Frau Prof. Hoffmann, sondern zu Frau Dr. Hopf, die erst seit 8 Monaten an der Klinik ist. Im Grunde verrtraue ich aber allen Ärzten dort - sie wissen ja, worum es geht bei der Kontrolle.

    2 Mal editiert, zuletzt von Tanjalein ()

  • oben Fehlschaltung :-((


    Ist nicht Dr. Hopf doch schon länger dort? Meine, sie schon vor einigen Jahren in der ambulanten Glaukpmsprechstunde tätig gehabt zu haben. Durchaus gut u.patientenzugewandt.


    LG - Senator

  • Hallo Senator,


    mir wurde am Donnerstag - allerdings von einem Patienten - gesagt, sie sei erst 8 Monate an der Klinik.

    Vielleicht war das aber auch eine Fehlinformation.


    Jedenfalls scheint Frau Prof. Hoffmann wieder genesen zu sein. Das freut mich sehr.

  • Hallo Tanjalein,


    Summa summarum sehe ich es wie ihr: ich kann durchaus zufrieden mit meiner Kontrolle am Donnerstag sein! Und bin es auch !


    Besser kann man das zusammenfassend kaum laut rütteln!


    Also :hops: + :Blumen: + :lol:


    und natürlich


    liebe Grüße obendrauf von mir


    Chanceline

  • Ich freue mich mit !

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)