Ventil-OP/Implantat

  • Hallo zusammen,


    ich stehe kurz vor einer OP, die mir ein Bervaeldt-Implantat, in mein rechtes Auge einsetzen soll. Diese Methode soll nicht so verbreitet sein und im www lassen sich deutschsprachige Infos schwer finden.


    Hat jemand selber eins? Welche Erfahrungen gibts?


    Meine Infos beruhen hauptsächlich auf die Gespräche mit meine AA und dem Glaukom-Spezialist, der mein Operateur sein wird.


    Gruß


    Daniel

  • Eine Bekannte von mir hat ein solches Implanat. Sie hat aber keinen PC. Ich kann sie jedoch anrufen, was genau soll ich sie fragen? Wenn Sie/ du dann gerne mit ihr sprechen möchtest, so frage ich sie, ob sie ihre Telefonnummer bekannt gibt, die ich dann per PM weiterleite.
    LG von Burgi aus Wien

  • Hallo Daniel,
    ich selber stand vor 8 Wochen vor der Wahl, mein Ahmed Valve Implantat entfernen zu lassen und dafür ein Bervaeldt einzusetzen. Ich habe lange mit meinem Chirurgen diskutiert,
    das Bervaeldt hat seine Vorteile, es ist sehr flach, neigt nicht so schnell zur Vernarbung, wenn es funktioniert ist es wirklich gut, nur die Nachteile haben bei diesem Implantat überwogen. Das Problem beim Bervaeldt ist, das der Abfluss des Kammerwassers nicht wirklich beeinflusst werden kann. Dies bedeutet der Chirurg setzt dir das Implantat ein und bindet es mit einem Selbstauflösenden Faden ab. Nun hofft der Chirurg das das Bindegewebe um das Implantat wächst und so den Abfluss des Kammerwassers bremst, bis der Faden sich aufgelöst hat. Unter umständen wächst das Bindegewebe nicht schnell nach und dann muss das Implantat wieder abgebunden werden bis sich die Druckwerte stabilisiert haben.
    Leider gibt es keine offizielle Statistik über den Erfolg der auf dem Markt befindlichen Implantate.
    Am besten fragst Du deinen Chirurgen wie viel Implantate er schon eingesetzt hat und wie hoch die Erfolgsquote ohne nach OP war.


    Grüße
    Martin.

  • Zunächst einmal bedanke ich mich für die schnellen Antworten!


    Aus dem Gespräch mit meinem Operateur habe ich entnommen, dass diese Methode in den USA weit verbreitet ist und bei schwierigen Glaukomfällen eine sehr gute Wahl ist. Allerdings macht er die OP nur ganze 4 mal jährlich, hat jedoch eine positive Resonanz.
    Meine Alternative in einer Augenklinik in München wäre eine Zyclo-Cryo gewesen. Der Prof. dort war nicht so von einem Ventil überzeugt und wieß auf langfristige Beschwerden evtl. hin.
    Bei der Gegenüberstellung beider Varianten mit meinem AA erwieß sich, dass nach der Ventil-OP eine Zyclo-Cryo noch immer möglich wäre. Andersrum allerdings nicht!
    Aus diesem Grund entschied ich mich für das Implantat. Ich wurde darauf hingewiesen, dass mein Auge bzw. Gewebe den "Fremdkörper" auch abstoßen kann.


    Meine Fragen wären zunächst:
    Ändert sich durch den Eingriff an meinem Gesicht bzw. Augenbereich was? Ist es stark sichtbar? Kommt man im Anschluss evtl. ohne Medikamente aus oder ist gar eine neue OP zum sog. Tuning nötig?


    Greez


    Daniel

  • Hallo Daniel,
    an deinem Gesicht verändert sich nichts, wenn der Chirurg nicht mit dem Skalpell stolpert. :D


    Das Implantat ist nicht sichtbar und wenn alles prima läuft, benötigt man anschließend keine Medikamente mehr.
    Ein Tunning des Augeninnendrucks, wenn er zu hoch ist, geht nur mit Medikamenten oder einer erneuten OP. Ist der Druck zu niedrig muss der Schlauch immer wieder mit einem absorbierbaren Faden abgebunden werden bis genügend Bindegewebe nachgewachsen ist.
    Wo lässt du denn die OP durchführen?
    Grüße
    Martin

  • Servus Martin,


    na das hört sich ja schon mal positiv an, bis aufs "stolpern" ;) .


    Ich werde die OP von einem Glaukom-Spezialisten in Augsburg machen lassen.


    Was mich natürlich noch interessieren würde, ist, wie der Heilungsprozess bzw. die Zeit nach der OP abläuft? Sprich Schwellung oder so? Natürlich weiß ich, dass individuelle Faktoren eine wichtige Rolle spielen.


    Gruß


    Daniel

  • Naja, morgen ist es soweit. Ich werde mir das Implantat einsetzen lassen. Die OP soll bis zu 1,5 Stunden dauern und wenn alles nach "Plan" läuft, werde ich nicht länger als 7 Tage im Krankenhaus bleiben und hier mal meine Erfahrungen rein-posten.


    Gruß an alle
    Daniel

  • Hallo Daniel!


    Vielleicht liest Du es nicht mehr vor der OP, aber trotzdem alles Gute für Dich!



    Liebe Grüße


    Sabine

  • Hallo DAN13L,
    bist du schon wieder vom Krankenhaus zurück und wie ist die OP verlaufen bzw. wie geht es dir jetzt?

  • Hallöchen und frohes Fest vorweg,


    ich bin wieder ausm Krankenhaus seit ein paar Tagen draussen, wollte mich aber nocht etwas mit der Bildschirmarbeit zurückhalten.
    Insgesamt war ich 8 Tage im Krankenhaus. Die OP ist sehr gut verlaufen und ich habe mich von Anfang an in besten Händen gefühlt. Von Schmerzen hatte ich zu keinem Zeitpunkt etwas mitbekommen.
    Mein Druck am rechten Auge war präoperativ bei 35 und postoperativ bei der Entlassung bei 22. Bei den täglichen Kontrollen schwankte er zwischen 20 und 30, was mein Arzt aber vorausgesagt hatte. Nach ein paar Tagen kamen zu den Heil- und Cortison-Salben noch Cosopt-S hinzu, um den Druck im grünen Bereichzu halten. Gestern bei der Kontrolle war er bei 15, das hatte ich seit Jahren nicht mehr :) !
    Ich fühle mich auch mit dem Implantat sehr gut, klar ist das Auge noch sehr gereitz bwz. rot und ich werde die nächste Wochen noch die Mittelchen nehmben, damit kann ich aber leben. Nach ungefähr 3-4 Wochen soll sich der Hauptfaden auflösen, den der Doc in das Röhrchen eingesetzt hat. Also wenn alles gut klappt, könnte ich evtl. ohne Medikamente auskommen.
    Insgesamt habe ich mir schon irgendwie alles schlimmer vorgestellt und das, dass alles so toll geklappt hat und das Implantat wirklich kaum sichtbar ist, das macht einen schon happy!


    Soviel zunächst von mir, für Fragen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung.


    Gruß
    Daniel

  • Hallo Danie!
    Hast du jetzt glatt ein Bervaeldt-Implantat eingesetzt bekommen?
    Na da bin ich mal sehr neugierig und gespannt, wie sich der Druck weiterhin verhält. Wenn du Interesse, Lust und Zeit hast, würde ich mich echt wahnsinnig freuen, wenn du für meine Glaukom-Homepage unter deinem Copyright eine Art Bericht oder Erhählung schreiben könntest. Grad so ein Bervaeldt fehlt mir nämlich noch und meine Freundin, die so eines hat, traut sich nicht als erste eine Erzählung schreiben. Sie hat Angst, nicht kompetent genug zu sein, wobei es darauf gar nicht ankommt. Es sollen ja Laien für Laien schreiben denn an medizinische Fachausdrücke gelangt man schneller und mit denen kann kaum Jemand was anfangen, der vor einer OP steht.
    Alles alles Gute wünscht Burgi

  • Hallo Burgi,


    so ist es! Morgen gehe ich auch schon zur nächsten Kontrolle, allerdings in eine Klinik in München, da mein Arzt in Augsburg im Weihnachtsurlaub ist. Mal sehen wie der Druck ist und was die dazu so sagen, da sie diese Methode mit der Ventil-OP nicht anbieten.
    Also das mit dem Erfahrungsbericht kann ich schon mal gerne machen. Kann ich mir mal vorweg deine Homepage anschauen? Im neuen Jahr kann ich das dann in Angriff nehmen, da ich auch für ein paar Tage verreise. Dann wird ein anderer, der Betroffen ist, und kurz vor so einer OP steht mehr anfangen können.


    Gruß und alles Gute bis dahin
    Daniel

  • Hallo Daniel,
    na bin ich neugierig, wie dein Druck aussehen wird.
    Meine Homepage steht im Profil
    http://www.glaukominfo.at
    Auf den Erfahrungsbericht mit dem Bearvelt bin ich schon gespannt, aber mach dir keinen Stress :-)

  • Hallo Daniel,


    das freut mich für dich, dass alles gut überstanden ist und auch zu funktionieren scheint! :blume:


    Fiona

    Hoffnung ist es, die den Menschen vergessen lässt, was unerreichbar ist. Adolff, C.

  • Servus zusammen,


    in den vergangen Wochen nach meiner Ventil-OP gab es noch ein paar ups and downs. Womit aber zu rechnen war. Zeitweise ging der Druck wieder auf 30-36 Einheiten hoch. Dann musste die Therapie etwas ergänzt bzw. verändert werden. Zudem ist die Reizung des Auges noch nicht ganz abgeklungen. Diese scheint immer wieder durch sprießende Fädchen gefördert zu werden. Aus diesem Grund wurden mir diese auch ein paar mal weggelasert bzw. per Pinzette (recht unangenehm) entfernt. Das ganze wird sicherich noch ein paar Wochen dauern und ich kann es kaum erwarten, dass das Auge sich mal von den Strapazen und Mittelchen erholt. Die Ärzte meinen aber, dass ich "übern Berg" bin und nun die Heilungsphase individuell abhängig ist. Unter 3x0,5 Diamox-Tabletten hatte ich auch Werte von 5-13, was einen glücklich macht. Vielleicht kann man diese Tabletten schon bald ganz weg lassen und das Ventil tut seinen Zweck für die nächsten Jahre (-zehnte :) ).


    Auf deiner Internetpräsenz Burgi hab ich mich auch etwas umgeschaut. Ich find sie ganz ordentlich. Gerne werde ich meinen Erfahrungsbericht reinschreiben. Über etwaige Details kann man sich ja noch austauschen.


    Gruß ausm verschneiten München

  • Hallo DAN13L


    Magst Du mal Berichten wie Deine Erfahrungen bis heute mit dem Bearvelt implantat sind. Meine Ärzte haben die OP bei mir Mitte Mai geplant ich bin aber von der OP noch nicht wirklich überzeugt. Ich habe mich hier im Forum umgesehen und überwiegend negative Berichte entdeckt. Mein Druck liegt zur Zeit imme rso zwischen 20 und 30 mmHg. Und die Ärzte scheinen mit Ihrem latein am Ende zu sein.


    Vielen Dank
    Thommy

  • Würde mich jetzt auch mal stark interessieren wie heute der Druck bei dir liegt. Nun sind ja schon einige Monate ins Land vergangen.


    Ich habe ja mit meinem Ahmed-Implantat bis jetzt keine all zu guten Erfahrungen machen können und suche ebenfalls nach Alternativen. Zuzüglich zum Ahmed wäre ich nicht abgeneigt ein
    Bervaeldt-Implantat zusätzlich implantieren zu lassen da mein Ahmed alleine die Arbeit anscheinend nicht schafft.


    Kann meine Ärzte aber "nur" anhand von Erfahrungen anderer Patienten schlagkräftige Argumente liefern und ggf. sogar ne Lösung auf die sie evtl. erst später oder gar nicht gekommen wären. Hatte das ja schon 2 Mal erlebt :zwinkern:


    Gruß Jens und ich hoffe dein Bervaeldt-Implantat tut nach wie vor seine Arbeit ordentlich.

    Anerkannter Glaukomi seit dem Jahr 2000

    ...seither 23 Operationen, 10 Laser-Eingriffe & insgesamt 23 Vollnarkosen

    ...letzte Eingriffe: 11/2016 - iStent inject (RA) | 11/2019 - Trabekulotomie (RA) | 03/2020 - Trabekulektomie (RA)

  • Hallo zusammen,


    es ist ne ganze Weile vergangen, seit ich hier im Forum das letzte mal aktiv war...


    Und wie das nun mal ist, liegt der Grund einfach darin, dass ich ganze 10 Jahre nach dem Bervaeldt-Eingriff keine nennenswerten Probleme mit dem Druck hatte.

    Daher hier eine kurze Review:

    In all den vergangenen Jahren hatte ich konstante Druckwerte von um die 20-22 am betroffen rechten Auge. Die Therapie war mit 2x Cosopt und 1x Ketovision über alle Jahre stabil. Meine Besuche beim AA ergaben immer reiz- und zellfreie Befunde am Implantat. Darauf war zurück zu schließen, dass mein Auge den Fremdkörper wohl gut akzeptiert hatte. Ich muss allerdings sagen, dass eine gewissen Rötung am Auge doch latent immer (mal mehr und mal weniger) zu sehen war. Einen Zusammenhang mit den Druckwerten konnte ich nie feststellen. Ich denke eher es lag an den Tropfen und anderen Faktoren (Schlaf, Anstrengung, etc.). Mein Gesichtsfeld und der Visus waren auch konstant über diesen Zeitraum (gut) geblieben.

    Und so lief das Ganze also knapp 10 Jahre mit überschaubarer Therapie und Kontrollen (ca. alle 2 Monate) ganz gut.


    Ich glaube das ist in Anbetracht des Krankheitsbildes eine doch positive Zeit.


    Dazu gehört aber auch, dass man immer damit rechnen muss, dass sich das ändern kann. So ist es aktuell seit ca. 6 bis 9 Monaten deutlich schlechter geworden (Druckwerte wieder bei 30-35). Sodass die Therapie angepasst werden musste und zum Teil ausgereizt werden musste (viele verschiedene Augentropfen und Glaupax). Die Umstellung ist mit überschaubaren Erfolg geblieben und ich stehe vor der Frage einen nächsten Eingriff durchführen zu müssen. Wegen der allgemein angespannten Lage im Gesundheitssystem soll es wohl ne CPC werden.


    Viele Grüße


    Daniel

  • Hallo Daniel!

    Dazu gehört aber auch, dass man immer damit rechnen muss, dass sich das ändern kann. So ist es aktuell seit ca. 6 bis 9 Monaten deutlich schlechter geworden (Druckwerte wieder bei 30-35).

    Welcome back im Forum.


    Da ist der Druck ja inzwischen doch wieder ordentlich angestiegen.


    Eine CPC ist ja nicht so ganz ohne. Wurde mal am Implantat geschaut, ob erkennbar ist, warum das Implantat nicht mehr so funktioniert? Ist das Schläuchlein noch durchgängig oder hat sich da z. B. was abgekapselt?

    Wurde mal über eine Revision diskutiert?



    Viele Grüße

    Sabine

  • Danke Sabine!


    Der ist in der Tat gestiegen und nach einigen Versuchen mit Augentropfen wie Clonid Ophtal Sine (die ich zum Glück abgesetzt habe), sowie Monoprost in Kombination mit Glaupax auch immer ein auf und ab gewesen. Mal 23 und man freut sich, dass er besser wurde und zwei Tage später 29. Ich führe dazu mittlerweile Buch darüber und kann glücklicherweise zum Druck Messen zum Augenarzt wann immer die Praxis offen ist. Auch mit einem halben Dutzend Akupunktur-Sitzungen hab ich es schon probiert.

    Nun bin ich bei Glaupax, Fixaprost und Simbrinza zuletzt bei 18-23 gewesen. Besser, aber für mich keine Dauerlösung mit den Tabletten.


    Es wurde im Februar genau das gemacht, was du ansprichst. Ein Durchspülen des Implantats schien zunächst die Lösung gewesen zu sein. Tag 1 bis 3 nach der OP waren bei Werten um die 5-7 und ich war happy. Einen Tag später gings wieder auf 23... und höher. Meine Hoffnung war es würde am Cortison liegen, das hat leider nicht viel gebracht, als ich es weggelassen habe. Die Vermutung liegt also Nahe, dass es an der Vernarbung liegt. Genau herausfinden würde ich das auch gerne.


    Eine Revision war nie ein großes Thema, da es doch komplizierter ist, hieß es bisher. Ich stelle mir das chirurgisch natürlich auch sehr herausfordernd dar. Ein anderer Augenartzt meinte sogar, es gibt Fälle, wo Glaukompatienten auch zwei Stents bereits eingesetzt bekommen haben.


    Wir suchen gerade nach Alternativen und da kam die CPC auf den Plan, da man da keinen Anästhesisten benötigt, die derzeit bei lebensbedrohlicheren Covid-19 Fällen gebraucht werden. Wie sind denn die CPC Erfahrungen unter den Betroffenen hier so?

  • Hallo Daniel!

    Nun bin ich bei Glaupax, Fixaprost und Simbrinza zuletzt bei 18-23 gewesen. Besser, aber für mich keine Dauerlösung mit den Tabletten.

    Puhhhhh… 4 Wirkstoffe + Glaupax, also 5 Wirkstoffe letzten Endes. Heftig!

    Du denkst bei Glaupax an die Zuführung von Kalium und die Blutkontrollen, ja?


    s wurde im Februar genau das gemacht, was du ansprichst. Ein Durchspülen des Implantats schien zunächst die Lösung gewesen zu sein. Tag 1 bis 3 nach der OP waren bei Werten um die 5-7 und ich war happy. Einen Tag später gings wieder auf 23... und höher. Meine Hoffnung war es würde am Cortison liegen, das hat leider nicht viel gebracht, als ich es weggelassen habe. Die Vermutung liegt also Nahe, dass es an der Vernarbung liegt. Genau herausfinden würde ich das auch gerne.

    Also, ich hab schon Videos gesehen, wo sich einfach Gewebe um Schläuchlein gelegt hat. Dies wurde entfernt und der Druck war wieder gut. Klar ist das ein Eingriff, aber wenn der zum Ziel führen würde...:denk:



    Eine Revision war nie ein großes Thema, da es doch komplizierter ist, hieß es bisher. Ich stelle mir das chirurgisch natürlich auch sehr herausfordernd dar. Ein anderer Augenartzt meinte sogar, es gibt Fälle, wo Glaukompatienten auch zwei Stents bereits eingesetzt bekommen haben.

    Dieser Eingriff wird zumindest gemacht, auch schon bei anderen Patienten.


    Stents haben ja mit dem Baerveldt-Implantat ja so direkt nix zu tun. Stents würde Dir bei Deinen Druckwerten wohl auch eher weniger helfen können. Oder meinst Du 2 Baerveldts?


    Warst Du mit Deinem Problem beim Operateur, der das Implantat damals implantiert hat?



    Wir suchen gerade nach Alternativen und da kam die CPC auf den Plan, da man da keinen Anästhesisten benötigt, die derzeit bei lebensbedrohlicheren Covid-19 Fällen gebraucht werden. Wie sind denn die CPC Erfahrungen unter den Betroffenen hier so?

    Du kannst die Forumssuche ja mal benutzen und CPC oder CPK eingeben.


    Die Berichte dazu hier im Forum sind nicht so positiv. Angefangen bei entrundeten Pupillen, bis hin zu nur kurz anhaltender Drucksenkung, Schädigung der Hornhaut... etc. … das ist nicht so ohne.
    Ich will Dich ja gar nicht verunsichern, aber so eine CPC ist nicht so ohne.



    Viele Grüße

    Sabine

  • Wie sind denn die CPC Erfahrungen unter den Betroffenen hier so?

    Hallo,

    Erfahrungen mit der cpc habe ich persönlich nicht. Diese wurde mir vorgeschlagen, aber ich habe davon Abstand genommen, nachdem ich mich genauer danach erkundigt hatte.


    Mir hatte nicht gefallen:

    1. Man entfernt einen Teil des Ciliarkörpers, also eines Teils des Auges, der ursächlich an der Glaukomentstehung nicht beteiligt ist-


    2. Wegen der Gefahr für das Auge geht man in kleinen Schritten vor, die Behandlung muß mehrfach wiederholt werden und zieht sich

    über längere Zeit hin.


    3. Es entstehen Narben, dadurch können bestimmte weitere operative Eingriffe in der Folge nicht mehr möglich sein


    4. Oft würde das Auge danach chronisch gereizt sein und schmerzen.


    Meiner Kenntnis nach gehört die cpc nicht mehr zu den first line Verfahren, sondern ist eine der letzten Möglichkeiten, wenn alles andere ausgeschöpft ist.


    Ich weiß nicht, ob das Dir jetzt gerade viel nützt.

    Beste Grüße - Malve


    P.S. was ist Ketovision?

  • Puhhhhh… 4 Wirkstoffe + Glaupax, also 5 Wirkstoffe letzten Endes. Heftig!

    Du denkst bei Glaupax an die Zuführung von Kalium und die Blutkontrollen, ja?


    Ja, die Glaupax sind nicht ohne. Eine am Tag ist die Grenze für mich. Mit 2 täglich war das nicht angenehm (gelinde gesagt). Ich habe fleißig auf meine Kaliumzufuhr geachtet. Laut Blutuntersuchung scheint da kein Mangel zu sein.


    Stents haben ja mit dem Baerveldt-Implantat ja so direkt nix zu tun. Stents würde Dir bei Deinen Druckwerten wohl auch eher weniger helfen können. Oder meinst Du 2 Baerveldts?


    Warst Du mit Deinem Problem beim Operateur, der das Implantat damals implantiert hat?

    Ja, meinte eher 2 Baerveldts. Wieso meinst du sind Stents keine Alternative in meinem Fall? Ich bin nach wie vor bei meinem Operateur in Behandlung... er kennt die Historie.



    Meiner Kenntnis nach gehört die cpc nicht mehr zu den first line Verfahren, sondern ist eine der letzten Möglichkeiten, wenn alles andere ausgeschöpft ist.

    Das kann vielleicht die Strategie sein, da der Spielraum so klein geworden ist... Trotzdem danke malve für deinen Beitrag.