Glaukom durch Levitra etc.?

  • Hallo,
    ich, männlich, 63, nehme seit einiger Zeit Medikamente wegen Erektionsproblemen, u.a. Levitra. Hier steht im Beipackzettel unter Nebenwirkungen:
    "selten: Erhöhter Augeninnendruck (Glaukom)" .

    Nun hat mein Augenarzt ein Glaukom auf einem Auge diagnostiziert.
    Zur zeitlichen Entwicklung des Fortschreitens kann man nichts sagen, weil Vergleichsuntersuchungen fehlen.
    Es ist ein Ausfall von etwa 20% des Gesichtfeldes festgestellt worden.
    Ursachen für das Glaukom konnten nicht gefunden werden. Die Augendruckwerte liegen im Normalbereich. Ansonsten ist so ziemlich alles erfolglos untersucht worden. Kein Diabetes, allerdings Bluthochdruck (medikamentös eingestellt).
    Ich habe oft kalte Hände und friere leicht.

    Hat jemand einen Zusammenhang mit der Einnahme von PDE5-Hemmern (Viagra, Cialis und Levitra) und dem Auftreten eines Glaukoms gemacht?
    Immerhin müsste es die Firma Bayer (Hersteller Levitra) ja kennen.

    Der Augenarzt meint, ihm sein nichts bekannt.

    Danke für eure Hinweise

    Gerd

    Einmal editiert, zuletzt von Gerd (3. Januar 2008 um 21:20)

  • Hallo Gerd,

    ich habe wohl nicht die medizinische Kompetenz für Deine Frage, aber so wie Du schreibst hast Du ja die angegebene Nebenwirkung "Erhöhter Augeninnendruck" nicht, da dein Druckwert im Normalbereich liegt.

    Du schreibst zur Medikamenteneinnahme von "einiger Zeit" ; da Glaukom ja eigentlich sehr langsam voran schreitet und du bereits 20% Gesichtsfeldausfal hast, könnte das Glaukom dich ja schon ein paar Jahre unbemerkt begleiten.

    Kalte Hände und Füße gehören zu den vasospastischen Syndromen. Hast du dich damit schon näher auseinander gesetzt?

    Gruß w.f. ada

    Einmal editiert, zuletzt von W.F.Ada (5. Januar 2008 um 15:48)

  • Hallo w.f. ada,

    ja, es kann sein, dass sich das Glaukom über mehrere Jahre entwickelt hat. Die erwähnten Medikamente nehme ich seit etwa 2 Jahren nur bei Bedarf, 1 bis 2 mal die Woche. Die Wirkung hält ja auch nur 4 bis maximal 36 Stunden an und die Augendruckmessungen waren bisher ohne diese Einwirkung gemacht worden.
    Es kann also sein, dass die Druckerhöhung nur stundenweise nach der Einnahme auftritt und man das nicht merkt. So verstehe ich auch den Hinweis auf die Nebenwirkung. Vielleicht müsste man den Druck mal nach Einnahme der Medikamente messen. Das ist natürlich eine etwas sensible Angelegenheit für mich.

    Unklar ist mir, ob man das Auftreten eines Glaukoms überhaupt merkt oder ob es eher allgemein so ist, dass es über viele Jahre zunimmt und man das dannn erst bei einer Gesichtsfeldmessung quasi zufällig feststellt. So war es bei mir.
    Gibt es eigentlich Quellen für die zu erwartende Geschwindigkeit, mit der üblicherweise ein Sehverlust fortschreitet? Ich habe viel gegoogelt, aber immer nur ganz allgemeine Angaben gefunden.

    Sind Vasospasmen auch eine denkbare Erklärung? Woran merkt man das? Kann das genau erfasst werden?

    Viele Grüße
    Gerd

  • Hallo Gerd,

    ich bin ja auch noch "Neuling" im Bezug auf Glaukom und dieses Forum. Ich war im September nach Jahren mal wieder beim Augenarzt und da wurde mir die Vorsorgeuntersuchung angeboten und dann hat das Ergebnis mich doch sehr getroffen. Heute sage ich Gottseidank denn bis man selber etwas merkt soll der Sehnerv schon zu 40% geschädigt sein. Ich habe dann gleich dieses Forum gefunden und den sehr guten Tip mit dem Buch von Ilse Strempel " Keine Angst vor Grünem Star " bekommen.

    Den Punkt Vasospasmen behandelt das Buch auch aber hier habe ich noch keine weiteren Informationen gefunden. Meine Hausärztin ist auf diesem Gebiet auch nicht ausreichend informiert und somit habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen Rat bei einem Internisten zu suchen. Seit 5 Wochen bin ich beim Hautarzt mit einer ungeklärten Verletzung und dabei wurde Borreliose (durch Zecken) entdeckt und diese Behandlung ist im Moment vorrangig. So haben viele noch individuelle zusätzliche Belastungen. Ich hoffe du findest bald eine Klärung für deine Fragen.

    Gruß w.f.ada

  • Hallo Gerd,

    willkommen im Forum. Bitte stell doch eine Frage mal in unserem Ärzteforum an Dr. Bernsmeier, der wird da eine verlässliche Antwort drauf geben.

  • Gibt es zu diesem Thema weiterführende Informationen?


    Irgendwie blöd, dass es die frühere Editierfunktion nicht mehr gibt, was? Da konntest Du Deine blöde Werbung noch hinterher reinschummeln.


    User gesperrt! Brauchst Dich auch nicht noch mal mit einem Drittaccout registrieren, um das gleich mal dazu zu sagen!


    Moderatorin Sabine

  • Hallo Gerd,

    ich halte einen direkten Zusammenhang zwischen PDE5-Hemmern wie Levitra und einem Glaukom für eher unwahrscheinlich, zumindest als klare Hauptursache. Diese Nebenwirkung steht zwar im Beipackzettel, aber sie ist extrem selten und oft schwer eindeutig zuzuordnen. Viel häufiger spielen Faktoren wie Durchblutung/Perfusion des Sehnervs eine Rolle – gerade wenn der Augendruck normal ist (Stichwort Normaldruckglaukom). Kalte Hände, leichtes Frieren und auch Blutdruck (vor allem nachts zu niedrig) können da durchaus relevant sein. Ich würde das unbedingt mit Augenarzt + Hausarzt besprechen, ggf. auch 24h-Blutdruckmessung und eine Abklärung der Durchblutung.

    Ich selbst leide auch unter ED und nehme Levitra – und zum Glück hilft es mir richtig gut, ohne solche Probleme oder auffällige Nebenwirkungen. Trotzdem würde ich an deiner Stelle vorsichtshalber mit dem Augenarzt besprechen, ob man die Einnahme pausiert oder auf ein anderes Präparat umstellt, und vor allem das Glaukom engmaschig kontrollieren lassen.