GDxVCC - Beschreibung

  • Erklärungen zum GDxVCC:


    Das o. g. Gerät vergleicht die Nervenfaserschichtdicke der Patienten mit einer nach Altersgruppen organisierten und multiethnischen Datenbank. Strukturparameter werden zusammengeführt, um die Wahrscheinlichkeit einer Glaukomschädigung zuverlässig zu bestimmen. Der Augenarzt kann glaukomatös bedingte Veränderungen unter seinem Mikroskop erkennen und das GDxVCC trägt dazu entscheidend bei, die Diagnose zu bestätigen, frühzeitig aufmerksam zu werden, den Verlauf zu kontrollieren und evtl. Therapieänderungen vorzunehmen.


    Ein GDx-Bild zeigt heiße und kalte Farbtöne.
    Eine normale Netzhaut hat „warme“ und „heiße“ Farben, z. B. “rot“,
    eine veränderte Netzhaut zeigt die kalte Farbe „blau“ auf.
    Bei noch kleinen Veränderungen überwiegen bereits die kalten Farben, fortgeschrittene Veränderungen sind fast ausschließlich in kalten Blautönen ersichtlich. Dieses entspricht einer Gesichtsfeldeinschränkung.


    Eine GDxVCC-Aufnahme zeigt rechts und links untereinander je 3 verschiedene kleine Farbbilder:


    Das erste Bild - in der Mitte mit dem Sehnervenkopf (bei Aushöhlung/Exkavation z. B. heller Fleck) - zeigt einen Berechnungskreis mit einer Doppellinie. Eine Aufnahme sollte in scharfer Auflösung erscheinen und der Sehnervenkopf zentriert sitzen.
    In der Mitte - rechts und links davon - sind Ergebnisse der Berechnungen abzulesen. Sind diese Zahlen grün, ist alles im grünen Bereich. Nicht im Rahmen liegende Werte sind Dunkelblau, Hellblau, Gelb und Rot beziffert. Steigende Werte deuten auf eine Glaukom-Wahrscheinlichkeit hin. Die Werte bedeuten:
    0–30 niedrige Wahrscheinlichkeit
    31-50 Verdacht,
    51-100 hohe Wahrscheinlichkeit.


    Das mittlere, zweite Bild zeigt eine farbige Karte der Nervenfaserschicht.
    Warme Töne, gelb und rot, zeigen Ergebnisse mit hohen Werten,
    kalte Töne, grün bis dunkelblau, niedrige Werte.


    Das dritte Bild ist eine Abweichungskarte.
    Die Farberscheinungen zeigen die Abweichungen von den normalen Bereichen an bzw. das Ausmaß.


    Unten sind drei farbige Kurven in einem Diagramm zu erkennen.
    Wieder linkes (OS) und rechtes (OD) Auge und mittig die Werte von beiden Augen als Überlagerung. Diese Werte stammen aus der Doppellinie im oberen Bild.
    Die dunkleren Linien sollten sich innerhalb der farbigen Kurven befinden.


    Eine GDx-Aufnahme allein sollte nicht zur Diagnosestellung eines Glaukoms herangezogen werden, hierzu sind verschiedene Untersuchungen des Augenarztes erforderlich.

  • Hallo, Helga,
    gibt es solch eine tolle Beschreibung der Ergebnisse - nicht des Ablaufs der Untersuchung - auch für die OCT?
    Es grüßt Sibylle